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Der TecDAX überflügelt den MDAX

Zwei Jahre nach der letzten Index-Reform bei den deutschen Auswahlindizes (DAX, MDAX, SDAX und TecDAX) ergeben sich als Zwischenbilanz einige wichtige Aspekte für Investoren. Von den aktuell 310 Aktien, die zurzeit bei der Deutschen Börse im Prime Segment (Aufnahme nur bei Erfüllung der höheren Transparenz-Regeln) gelistet sind, haben die 160 Aktien im DAX (30 Titel), MDAX (60 Titel) und SDAX (70 Titel) einen Anteil nach Free-Float-Marktkapitalisierung von ca. 97,3%. Dies verdeutlicht, dass sowohl der Aspekt „Repräsentativität“ als auch der Aspekt „Investierbarkeit“ im hohen Maße erreicht wurden. Der „Gewinner“ dieser Reform mit Blick auf Investments ist der TecDAX. Unterstützt von den Entwicklungen der Corona-Krise hat die Bedeutung des Technologie-Bereichs an der deutschen Aktienbörse ebenfalls deutlich zugenommen, wobei der TecDAX bereits eine größere Bedeutung als der MDAX erreicht hat. Die technische Gesamtlage signalisiert für die mittel- und langfristige Sicht eine Fortsetzung der relativen Stärke und der Outperformance des TecDAX im deutschen Index-Vergleich.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Die Index-Reform von September 2018

Die Index-Reform vom September 2018 für den DAX, MDAX, SDAX und TecDAX hatte mehrere wichtige Aspekte. Erstens sollte für die Indizes eine höhere Repräsentativität für die Segmente an der deutschen Aktienbörse hergestellt werden. Durch die Aufgabe des exklusiven Listings von deutschen Technologie-Aktien (unterhalb des DAX) nur im TecDAX wurden auch der MDAX und der SDAX für Technologie-Aktien geöffnet. Im Gegenzug wurden im TecDAX auch DAX-Technologie-Aktien aufgenommen, sodass der TecDAX „repräsentativer“ für den an der Aktienbörse vertretenen deutschen Technologie-Bereich ist. Zusätzlich wurde die Anzahl der im MDAX vertretenen Titel von 50 auf 60 und im SDAX von 50 auf 70 ausgeweitet, sodass durch die neu in den Indizes befindlichen Technologie-Aktien kaum „alte“ Index-Mitglieder herausgedrängt wurden. Zwei Jahre nach der Reform zeigt sich folgendes Bild. Von den aktuell 310 Aktien im Prime Segment der Deutschen Börse haben die 30 DAX-Aktien – nach Free-Float-Marktkarktkapitalisierung – einen Anteil von 74,6% (am Prime Segment). Der deutsche Aktienmarkt ist damit im internationalen Vergleich im sehr hohen Maße bereits im Blue-Chips-Index (DAX 30) vertreten, wobei diese Konzentration auf die 30 DAX-Titel in den letzten Monaten sogar noch zugenommen hat. Die 60 MDAX- und die 70-SDAX-Titel haben zurzeit einen Anteil von 19,2% bzw. von 5,3% im Prime Segment. Die restlichen 150 Aktien (im Prime Segment) machen zusammen ungefähr 2,7% aus. Hier sind sogar noch Aktien wie z.B. die zweiten Aktiengattungen von einigen Unternehmen und Aktien mit einem Free-Float von kleiner als 10,0% enthalten. Diese beiden Aktiengruppen stehen aufgrund der Regeln für die Auswahlindizes (DAX, MDAX und SDAX) nicht zur Verfügung.

Produktidee: Unlimited Index-Zertifikat
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ8M7KIndex-ZertifikatDAXBezugsverhältnis 100:1
CJ8V3GIndex-ZertifikatMDAXBezugsverhältnis 100:1
CJ8V3NIndex-ZertifikatTecDAXBezugsverhältnis 100:1
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

TecDAX überflügelt den MDAX

Direkt nach der Index-Reform (Anfang Oktober 2018) hatten die TecDAX-Aktien einen Anteil (an der Free-Float-Marktkapitalisierung) am Prime Segment von ca. 18,9%, während die MDAX-Titel ca. 20,9% aufwiesen. Auch an der deutschen Aktienbörse wächst die Bedeutung des Technologie-Bereichs, in den letzten Monaten beschleunigt durch die Entwicklungen in der Corona-Krise. Dies hat dazu geführt, dass der TecDAX mit einem aktuellen Anteil (Stand Ende August 2020) von 21,5% den MDAX mit 19,2% überflügelt hat. Diese Entwicklung basiert im Wesentlichen auf der guten Kursentwicklung (Outperformance) des Technologie-Bereichs. Zu berücksichtigen ist natürlich, dass jeweils zwei Schwergewichte (im TecDAX ist dies SAP; im MDAX ist dies Airbus) hohen Einfluss auf die jeweiligen Aktienindizes aufweisen. Dieser Bedeutungszuwachs vom TecDAX ist um so mehr hervorzuheben, da dieser Index von dem Kurseinbruch bei Wirecard überproportional betroffen war. Es sollte nicht überraschen, wenn die Bedeutung des Technologie-Sektors (und des TecDAX) an der deutschen Aktienbörse auch in den kommenden Jahren weiter zunimmt.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB297FLongTecDAXFaktor: 3
SB294HShortTecDAXFaktor: -3
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TecDAX: Der technische Hausse-Zyklus macht nur eine Pause

Der TecDAX hatte ausgehend von dem Baisse-Tief bei 400,15 (März 2009) eine Hausse-Bewegung etabliert, die sich im Laufe der Jahre zu einem technischen Hausse-Zyklus ausgeweitet hat. Besonders der langfristige, technische Bilderbuch-Haussetrend seit Oktober 2011 (Start bei 616,87) hat den Index bis zum Februar 2020 auf eine Kurshoch bei 3.303 (Resistance-Zone) geführt. Hierdurch ist innerhalb des Hausse-Zyklus ein Gesamtzugewinn von 725% entstanden, während der DAX im selben Zeitraum „nur“ 284% zulegen konnte. Auch der TecDAX wurde ab Februar 2020 von der Corona-Baisse an den Aktienmärkten erfasst und die Take-Profit- und Trading-Verkaufssignale haben den Index in eine kurze, aber sehr ausgeprägte Zwischenbaisse bis in den technischen Sell-off auf ein Kursniveau um 2.128 (März 2020) gedrückt. Als Konsequenz macht der seit 2009 bestehende technische Hausse-Zyklus eine mittelfristige Pause. Im März 2020 ist der TecDAX aber nach oben umgeschlagen und hat seitdem wieder eine „normale“ technische Hausse etabliert, die den Index mit Kursen um 3.267 (Zugewinn von 53,5%) bis an die Resistance-Zone ab 3.300 geführt hat. Die Gesamtkursentwicklung von Wirecard von Mitte Juni 2020 bis zur TecDAX-Entnahme hat diesen Index ungefähr 315 Punkte gekostet. Trotz dieses Belastungsfaktors ist der TecDAX aber nur in eine Seitwärtskonsolidierung oberhalb der 200-Tage-Linie (zurzeit bei 2.990) und unterhalb der Widerstandszone um 3.300 hineingelaufen. Diese mittelfristige Konsolidierung hat bisher einen trendbestätigenden Charakter nach oben. Deshalb sollte es nicht überraschen, wenn der Index sich noch im Jahr 2020 mit einem neuen Investment-Kaufsignal aus dieser Konsolidierung nach oben absetzt und dabei auch die Resistance-Zone um 3.300 nachhaltig überschreitet. Dies würde ein weiteres technisches Kurspotential bis in den Bereich von 3.400 bis 3.500 signalisieren. Für den TecDAX deutet sich sowohl die Fortsetzung der mittelfristigen relativen Stärke gegenüber dem DAX, MDAX und SDAX als auch die Wiederaufnahme des nur pausierenden technischen Hausse-Zykluses an.

Produktidee: BEST Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
CL7FLPCallTecDAXHebel: 6,5
CJ1FY6PutTecDAXHebel: 6,2
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