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Der TecDAX nimmt wieder Fahrt auf

Technische (Zu-)Käufe bei Infineon, Qiagen und Aixtron – Der TecDAX befindet sich weiterhin in seinem technischen Hausse-Zyklus seit März 2009 und – trotz der Schwäche im vierten Quartal 2018 – in seinem langfristigen Hausse-Trend, der im Oktober 2011 startete. Das zuletzt aufgetretene (Investment-)-Kaufsignal signalisiert, dass sich die Aufwärtsbewegung in 2019 fortsetzen sollte. Aus technischer Sicht fallen zurzeit TecDAX-Werte aus den Bereichen Software, IT, Halbleiter und Biotechnologie positiv auf. Deshalb finden sich zurzeit auf der tech-nischen Kaufliste auch Infineon, Bechtle, Cancom sowie Evotec und Qiagen. Aixtron sollte auf die Beobachtungsliste für mögliche technische Käufe gesetzt werden. Demgegenüber sollte die defensive technische Haltung bei Werten wie 1&1 Drillisch, Drägerwerke Vz. und Telefonica Deutschland zunächst bestehen bleiben.

TecDAX: Technischer Hausse-Zyklus weiterhin intakt

Nach der Index-Reform umfasst der TecDAX die führenden deutschen Aktien aus den Bereichen Internet, IT-Services, Software, Halbleiter, Telekommunikation sowie Bio- und Medizintechnologie. Deutlichen Einfluss auf den Index haben damit die vier Titel, die im DAX enthalten sind. Der TecDAX befindet sich seit März 2009 (Start: 400) in einem technischen Hausse-Zyklus, der mit dem Anstieg auf 3049,6 (September 2018) bisher einen Zugewinn von 662% eingebracht hat. Seit Oktober 2011 (Kurse um 616) hat sich ein zentraler Hausse-Trend (Trendlinie bei 2500) ergeben. Der beschleunigte, mittelfristige Hausse-Trend der Jahre 2016 bis 2018 führte bis auf 3050, so dass dort die mittelfristige Resistance-Zone von 2950 bis 3050 entstand. In Q4 2018 sorgten auch im TecDAX Takle Profits für einen Kursrücksetzer bis auf den zentralen Hausse-Trend bei 2375, der aber verteidigt wurde. In den Folgewochen ergab sich unterhalb der zusätzlichen Resistance-Zone um 2650 und direkt unterhalb 200-Tage-Linie eine Seitwärtspendelbewegung, die den Charakter einer Trading-Bodenformation aufweist. Insgesamt hat der TecDAX seit dem Jahreswechsel, ausgehend von 2375, bereits wieder einen Aufwärtstrend etabliert, wobei jedoch eine relative Schwäche im Indexvergleich vorliegt. Zuletzt ist der Index mit einem (Investment-)Kaufsignal über die Resistance-Zone und die 200-Tage-Linie gesprungen. Als Konsequenz deutet sich für 2019 damit ein Heranlaufen an die gestaffelte Resistance-Zone (2950 – 3050; Umfeld der Hausse-Tops) an.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKNTypBasiswertMerkmale
CJ28GBLongTecDAX-FutureFaktor: 6
CJ28F0ShortTecDAX-FutureFaktor: -6

Infineon: Technische Doppelstrategie

Die im DAX und TecDAX enthaltene Infineon Technologies entwickelt, produziert und verkauft eine umfangreiche Palette an Halbleitern in Richtung der Automobil- und Kommunikations-industrie. Nach der Phase mit sehr hohen Kursschwankungen in den Jahren 2008/2009, die für einen Kurseinbruch bis auf €0,34 gesorgt hatte, befindet sich die Aktie seit dem Jahr 2010 und Kursen um €4,0 in einer technischen Hausse. Ausgehend vom Kurszwischentief bei ungefähr €4,9 (September 2012) hat Infineon die vorherige, zweijährige Seitwärtspendelbewegung in einen neuen, bis heute intakten Hausse-Trend verlassen. Hierbei ist die zentrale, fast siebenjährige Hausse-Trendlinie jetzt bei €14,0 angekommen. Durch die Aufwärtsbeschleuni-gung der Jahre 2015 bis 2017 war Infineon bis auf €25,4 (bisherige Hausse-Tops; neue Resistance-Zone) gestiegen, bevor es im Jahr 2018 zu einer technischen Korrektur (auf diese ausgeprägten Kursgewinne) gekommen ist, wobei auch die zwischenzeitliche Support-Zone um €20,3 unterschritten wurde. In den letzten Monaten hat Infineon aber unterhalb dieses Bereichs, der jetzt als Resistance-Zone arbeitet, eine Trading-Bodenformation in Form eines Aufwärtsdreiecks herausgebildet. Mit dem Sprung über die noch leicht fallende 200-Tage-Linie hat es dabei das erste technische Kaufsignal gegeben. Als Konsequenz bietet sich bei Infineon eine technische Doppelstrategie an. Zuerst ein Positionsaufbau auf dem aktuellen Kursniveau. Bei einem Investment-Kaufsignal (liegt bei einem Sprung über die Resistance-Zone um €20,3 vor) sollte ein Positionsausbau vorgenommen werden, da sich in diesem Fall ein technisches Kurspotential bis €24,0 andeutet.

Produktidee: Unlimited Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
CU19QZCallInfineonHebel: 13,8
CJ47PLPutInfineonHebel: 13,8

Aixtron: Technische Doppelstrategie

Aixtron entwickelt, produziert und vermarktet Ausrüstung zur metallorganischen chemischen Gasphasenabscheidung für die Halbleiterindustrie. Aus technischer Sicht handelt es sich um eine „klassische“ Technologie-Aktie, die sich durch Hausse- und Baissetrend – jeweils mit einer hohen Dynamik – auszeichnet. Die letzte technische Hausse (von Dezember 2016 bis März 2018) sorgte für einen Kursanstieg von €3,0 auf €19,7. Seitdem befindet sich Aixtron, begleitet von mehreren Verkaufssignalen wieder in einer (Zwischen-)Baisse, die die Aktie bis auf ein Kursniveau um €7,6 (Support-Zone) gedrückt hat. Hierbei ist der Baisse-Trend bereits bei einem Kursniveau um €9,0 (leicht unterhalb der fallenden 200-Tage-Linie, die bei ungefähr €9,6 liegt) angekommen. In den letzten Wochen ist der Titel – oberhalb der Support-Zone um €7,6 – in ein technisches Abwärtsdreieck hineingelaufen. Dieses hat aber den Charakter einer (Trading-)-Bodenformation. Sollte die Aktie in den kommenden Tagen/Wochen nach oben anspringen
(bedeutet Kurse über €9,0), so würden diese Trading-Bodenformation und der letzte Baisse-Trend verlassen und danach auch die 200-Tage-Linie geschnitten. Als Konsequenz bietet sich auch bei Aixtron eine technische Doppelstrategie an. Zuerst ein Positionsaufbau auf dem aktuellen Niveau. Sollte die Aktie das (Investment-)Kaufsignal bestätigen (liegt bei Kursen über €9,6 vor) empfiehlt sich ein Positionsausbau.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
CU8Q96CallAixtron SEHebel: 18,2
CJ9PQHPutAixtron SEHebel: 17,2
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