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Der Retter des Euro meldet sich zurück

Der Retter des Euro meldet sich zurück

Der Retter des Euro meldet sich zurück und lässt den Euro steigen. Der ehemalige Präsident der EZB, Mario Draghi, bekannt durch seine historische Aussage während der Eurozonenkrise, die EZB werde alles Notwendige tun (“whatever it takes”), um den Euro bewahren, ist auf der politischen Bühne Italiens aufgetaucht und hat gute Chancen, dort nächster Premierminister zu werden. Der Markt setzt offensichtlich große Hoffnungen in ihn:

  • Mit Professor Draghi an der Spitze könnte die politische und wirtschaftliche Lage Italiens dauerhaft stabiler werden. Es geht weniger um den genauen Einsatz der Hilfsgelder aus dem EU-Fonds, die sowieso zahlreichen Auflagen unterliegen. Vielmehr zählt der Markt darauf, dass Draghi die dringenden Strukturreformen, die er bereits zu Zeiten seiner Präsidentschaft bei der EZB immer wieder angemahnt hatte, in Italien endlich anstossen könnte, womit das Land langfristig seine Chancen verbessern würde, was Wachstum, Staatsfinanzen und Verschuldung anbelangt. Schließlich ist Draghi dank seiner Zeit an der Spitze der italienischen Zentralbank auch gut in Italien mit Wirtschaftsverbänden, Gewerkschaften und Politik vernetzt, sodass es ihm gelingen könnte, die Entscheidungsträger von der Notwendigkeit der Reformen zu überzeugen. Er sprach bereits von Fiskalreformen. Allerdings benötigt er als Premierminister sowohl im Senat als auch im Abgeordnetenhaus die absolute Mehrheit, um politische Ziele durchsetzen zu können.
  • Es bestehen Hoffnungen, dass Draghi durch seine Jahre an der Spitze der EZB auch in Europa bestens vernetzt ist, sodass es ihm möglicherweise gelingen könnte, im Zuge seiner Amtszeit zusätzliche Gelder von der EU für Italiens Wirtschafts- und Reformförderung zu erhalten, was zusätzliche Stabilität bedeuten würde – nicht nur für Italien, sondern auch für den Euro.
  • Und schlussendlich nährt Draghi die Hoffnung, dass mit ihm als Premierminister Italiens das Projekt “gemeinsamer Eurozonen-Haushalt” vorangetrieben werden könnte. Denn angeblich hat Draghi das, was er schon als EZB-Präsident forderte, zu seiner Priorität gemacht, sollte er zukünftig die Geschicke des Landes leiten. Das würde die fiskalische Stabilität innerhalb der Eurozone merklich erhöhen und wäre ein positiver Faktor für den Euro.

Es macht durchaus Sinn, dass der Euro in einer Art positiver Aufbruchstimmung, dass es in Italien vorangehen könnte, zulegt. Aber Draghi erhält damit auch eine Menge Vorschusslorbeeren, selbst wenn er sich als Krisenbewältiger während der Eurozonenkrise bewährt hat. Zuerst muss er wirklich Premierminister werden und dann über die absolute Mehrheit in beiden Häusern verfügen. Die Mühlen der EU und der Eurozone mahlen sowieso langsam. Strukturreformen werden ebenfalls weder über Nacht angestoßen noch durchgeführt. Erste Erfolge werden auf sich warten lassen und kaum vor 2022 sichtbar werden. Dann aber dürfte sich die Konjunktur Italiens nach der Pandemie sowieso schon zügig erholen, nicht zuletzt aufgrund der Milliarden an Hilfsgeldern aus dem EU-Fonds. Nach der ersten Euphorie könnte deshalb die Realität (Lockdowns, schleppende Impfkampagnen in Europa etc.) den Euro auch schnell wieder einholen.

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Wird der Riksbank die Aufwertung der Krone langsam unangenehm?

Nach den Anpassungen auf der letzten Sitzung im November (Verlängerung des Anleihekaufprogramms bis Ende 2021 sowie Aufstockung um 200 Mrd. auf 700 Mrd. SEK) dürfte die Riksbank auf ihrer heutigen Zinssitzung stillhalten. Zwar wollten einige Ratsmitglieder in den vergangenen Wochen Negativzinsen nicht ausschließen, doch dürfte hierfür die Hürde im Rat hoch sein. Wie viele andere Zentralbanken wird die Riksbank zur Unterstützung der Wirtschaft – in Kombination mit der Fiskalpolitik – in erster Linie auf Liquiditätsmaßnahmen zurückgreifen, wie sie es im November erneut getan hat. Zwar enttäuschte im vierten Quartal das Wachstum mit “nur” 0,5% ggü. Vq., aber immerhin konnte die schwedische Wirtschaft eine Kontraktion vermeiden. Aufgrund der verstärkten Einschränkungen zu Jahresbeginn sind die Risiken für die schwedische Wirtschaft im ersten Quartal gestiegen. Doch bereits im November hatte die Riksbank ihre Prognosen für 2020 und 2021 nach unten revidiert, sodass wohl diesmal kein großer Anpassungsbedarf besteht. Vermutlich wird die Riksbank die harten Daten der nächsten Wochen abwarten wollen und aufgrund der Ausweitung ihres QE im November trotz der Risiken, die sie wohl thematisieren wird, heute keinen akuten Handlungsbedarf sehen. Die Sitzung dürfte entsprechend neutral für die SEK sein.

Ändert die Riksbank aber entgegen den Erwartungen den Zinspfad ab und deutet sie damit eine Zinssenkung in näherer Zukunft an, würde die SEK einen massiven Dämpfer erhalten. Ich würde diese Entscheidung aber eher als eine Taktik der Riksbank interpretieren, den Aufwertungstrend der Krone zu dämpfen oder gar zu stoppen (analog zur Drohung der EZB, der Leitzins könne noch weiter sinken), als wirklichen Willen, den Leitzins wieder ins Negative zu senken. Weil die Finanzierungsbedingungen in der Wirtschaft nach wie vor günstig sind, wäre der Grenznutzen einer Zinssenkung gering. Für mich wäre eine solche Entscheidung der Riksbank also eher ein Zeichen dafür, dass ihr die Aufwertung der Krone allmählich unangenehm wird.

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Norwegische Krone bleibt im Aufwind

Selbstverständlich sind für die norwegische Wirtschaft aufgrund der aktuellen Lockdowns die Abwärtsrisiken im ersten Quartal gestiegen. Aber zumindest kam Norwegen bereits recht ordentlich durch das vierte Quartal und hat wohl eine Kontraktion vermieden, wie die Q4 BIP-Zahlen am Freitag zeigen dürften. Insofern ist Norwegens Wirtschaft deutlich besser durch die Krise gekommen als die Wirtschaften viele Nachbarländer. Außerdem pumpt die Fiskalpolitik dank der Entnahme aus dem Ölfonds massiv Geld in die Wirtschaft (2020 rund 5% vom BIP), was dem BIP einen ordentlichen Schub gegeben hat. Selbst wenn sich die Lage bei der Pandemie – Norwegens Impfkampagne schreitet ebenfalls langsam voran – etwas später als zunächst gedacht verbessern sollte, die Wirtschaft ist gut aufgestellt, ihren Erholungspfad fortzusetzen. Entsprechend kann auch die Norges Bank an ihrer Einschätzung festhalten, dass bereits Mitte 2022 der Leitzins angehoben wird. Die Kerninflation, die unter anderem aufgrund der Abwertung der Krone im Frühjahr letzten Jahres längere Zeit über dem Inflationsziel von 2% lag, dürfte zwar allmählich sinken, nicht zuletzt aufgrund von Basiseffekten und der Aufwertung der Krone seit Herbst letzten Jahres. Die Daten für Januar, die heute Morgen veröffentlicht werden, werden dies belegen. Aber die Aussicht auf eine zügige Erholung der Wirtschaftsaktivität wird verhindern, dass sie nachhaltig unter das Inflationsziel fällt. Und wenn die Aktivität in den kommenden Monaten sogar stärker und schneller zulegt als von der Norges Bank gedacht, könnte sie den Zinspfad noch einmal abändern und eine erste Zinsanhebung noch weiter nach vorne ziehen. Schließlich möchte die Norges Bank die Entstehung von Ungleichgewichten (beispielsweise am Häusermarkt) aufgrund niedriger Zinsen vermeiden. Genug Gründe, um die Krone, die derzeit zusätzliche Unterstützung durch den steigenden Ölpreis erfährt, im Jahresverlauf weiter im Aufwind zu sehen.

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CNY: Langsamer Schuldenabbau

Daten der chinesischen Zentralbank (PBoC) legen nahe, dass das allgemeine Kreditwachstum – d. h. das gesamte Kreditvolumen – im Januar 2021 leicht zurückgegangen ist. Angesichts eines Wachstums von 13% im Januar (ggü. Vorjahr), das leicht unter den 13,2% des Vormonats liegt, fährt Peking auf der Tapering-Schiene, um den Spagat zwischen Wachstum, Verschuldung und Schuldenabbau zu bewältigen. Aufgrund der Belastungsfaktoren für die Wirtschaft erscheint es angemessen, eine Neutralisierung der Geldpolitik vorsichtig auszutarieren. Allerdings könnte das auch bedeuten, dass der gesamte Prozess lange Zeit in Anspruch nehmen wird. Beispielsweise dürfte die PBoC die Kreditexpansion im weiteren Jahresverlauf auf eine langsamere Dynamik reduzieren, um das Ziel des Wachstums des gesamten Kreditvolumens von rund 10% zu erreichen. Da im Hintergrund die „unsichtbare Hand“ agieren wird, sind wohl weitere Kreditausfälle, die bei einem finanziellen Schuldenabbau typisch sind, zu erwarten. Indes bleibt USD-CNY am heutigen letzten Handelstag vor den Feiertagen zum Mondneujahr stabil.

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