Währung

Der Markt kriegt vor Jackson Hole kalte Füße

USD: Heute um 8 Uhr Ortszeit (16:00 MESZ) wird Fed-Chair Jay Powell das Symposium in Jackson Hole eröffnen. Manchmal haben Zentralbank-Chefs dieses Forum genutzt, um wichtige geldpolitische Botschaften zu kommunizieren. Daher ist es alljährlich ein marktrelevanter Event. Andererseits haben Zentralbanker auch genauso oft nichts marktrelevantes in Jackson Hole gesagt. Freilich fällt es schwer, sich vorzustellen, wie das diesmal gehen soll. Irgendetwas wird Powell zur ökonomischen Großwetterlage sagen müssen. Und das ist in dieser Situation bereits genug.

Denn es ist schon wieder so, dass der Markt vom FOMC der Fed etwas ganz anderes erwartet, als dessen Mitglieder selbst. Noch Mitte Juni sah die Hälfte der FOMC-Mitglieder keinen Anlass für mehr als die Juli-Zinssenkung. Und erst gestern haben Esther George, Patrick Harker und Rober Kaplan (Präsidenten der Feds in Kansas City, Philadelphia und Dallas) sehr deutlich gemacht, dass sie ihre Meinung seitdem nicht geändert haben. Währenddessen erwartet der Markt von der Fed für den Rest von 2019 und für 2020 jeweils zwei Zinsschritte.

Wer hat Recht? Ich kann alle diejenigen gut verstehen, die auf den Markt setzen. In den letzten 10 Jahren lag der weitaus besser. Die Fed hat großenteils weitaus schlechter das Umfeld prognostiziert und oft ihre Handlungsmöglichkeiten falsch eingeschätzt. Aber ein wenig verlässt den Markt momentan der Mut. Die Fed-Erwartungen sind in den letzten Tagen wieder ein wenig nach oben gelaufen. Entsprechend hat der Greenback zugelegt. Powell könnte das heute mit einer relativ optimistischen Rede verstärken. Doch sollten wir nicht vergessen: Wird der Dollar zu stark, riskiert der Fed-Chair seinen Job. Zumindest wird’s der Bewohner des Weißen Hauses dann nicht mehr bei Tweets belassen können, will er nicht vor aller Welt als lahme Ente dastehen.

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CU2XLS Long EUR/USD Faktor: 10
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GBP: Manchmal kann man an diesem Devisenmarkt verzweifeln. Dass Kanzlerin Angela Merkel und Präsident Emmanuel Macron gestern Premierminister Boris Johnson mitsamt seinem Land nicht gleich vor die EU-Tür gesetzt haben, ist offensichtlich aus Sicht dieses Marktes eine GBP-positive Nachricht. Nichts, aber auch gar nichts ist seit gestern besser / einfacher / sicherer geworden. Weiterhin sind Merkel und Macron einig, weiterhin kilngt Merkel graduell konzilianter, Macron graduell harscher. Und weiterhin wollen beide nicht diejenigen sein, die am Ende Schuld sind, wenn’s im Chaos endet. Warum auch? Das besorgt Johnson ja auch ganz alleine.

Aber all das ist seit Ewigkeiten bekannt. Warum nehmen die Devisenhändler das dann zum Anlass für eine GBP-Aufwertung, bitte? Wenn irgendetwas Sinn macht, dann das Gegenteil. Johnson kam auf seinem Trip zum ach so verhassten Kontinent nicht einen Jota weiter. Da aber jeden Tag die Zeit bis zum “do-or-die”-Tag (“We are getting ready to come out on October 31st. Do or die”) weniger wird, nimmt jeden Tag, an dem die Chance, dass die EU doch noch einknickt, ab. Das sollte eigentlich jedem der GBP handelt klar sein. Ist es aber offensichtlich nicht. Meine Damen und Herren Devisenhändler, ein bisschen mehr Anstrengung bitte!

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WKN Typ Basiswert Merkmale
CU2XL6 Long EUR/GBP Faktor: 10
CV0V4A Short EUR/GBP Faktor: -10
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