Währung

Der Euro ist ein Schwergewicht

EUR/USD: Der Euro ist ein Schwergewicht

Eigentlich verbindet man ja Ausdrücke wie “Schwergewicht” mit etwas Positivem. Ich als passionierte Schwimmerin aber eher nicht. Wenn ich an den Euro seit Jahresbeginn und vor allem seit Anfang Februar denke, drängt sich mir der Gedanke “Schwergewicht” auf, da er gegenüber dem Dollar kräftig abgesackt ist. Nicht zuletzt aufgrund oft enttäuschender harter Daten aus verschiedenen Ländern der Eurozone, die Zweifel an den jüngst eher positiven Signalen der Einkaufsmanagerindizes aufkommen lassen. Angesichts der schwachen Industrieproduktion in Deutschland im Dezember bestehen deshalb Abwärtsrisiken für das deutsche BIP im vierten Quartal, das heute früh veröffentlicht wird, und damit ebenso für das Q4 BIP der Eurozone. Sollte das deutsche BIP sogar mit einem Minus aufwarten, dann würde der Euro heute definitiv “schwer” werden und noch einmal kräftig gegenüber dem USD absacken, möglicherweise sogar unter 1,08. Schließlich würde damit Zinssenkungsspekulationen seitens der EZB – ob gerechtfertigt oder nicht – Vorschub geleistet. Zumal die USA mit eher freundlichen Daten punkten können, zuletzt sogar mit einer wieder steigenden Inflationsrate (CPI) auf 2,5%. Natürlich muss sich das erst noch im sogenannten PCE Index, dem präferierten Maß der Fed für die Inflation, zeigen. Aber trotzdem dürfte die Fed, die sich ja in erster Linie um die zu schwache Inflation sorgt, diese Zahl wohlwollend zur Kenntnis nehmen. Der Dollar sowieso.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU2XLS Long EUR/USD Faktor: 10
CU54YP Short EUR/USD Faktor: -10
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

GBP: Mir fehlt die Vorstellungskraft

Tut mir leid, aber mir fehlt die Vorstellungskraft zu erkennen, warum der Rücktritt des Finanzministers und eine Umstellung des britischen Kabinetts positiv für das Pfund sein soll. Weil dann Boris Johnson vielleicht mittels höherer Fiskalausgaben versuchen könnte, etwaige Nachteile des Brexit abzufedern und der Wirtschaft ordentlich Schwung zu verleihen? Ich würde dagegenhalten, dass eher eine solide Fiskalpolitik positiv für eine Währung sein sollte, zumal ein paar Steuergeschenke und höhere Sozialausgaben kaum den Gegenwind einer schwächeren Weltwirtschaft oder möglicherweise eines harten Brexit mildern werden. Außerdem sieht das Ganze auch irgendwie danach aus, als würde Johnson in Trump-Manier Minister, die nicht nach seiner Pfeife tanzen, gerne austauschen. Für mich wenig positive Argumente für das Pfund.

A propos harter Brexit: das EU-Parlament hat sich bereits hinter seinen Chefunterhändler Michel Barnier gestellt und in einer Resolution die roten Linien in den Verhandlungen mit Großbritannien festgelegt – nächste Woche soll über das Papier abgestimmt werden. Um’s kurz zu machen: das Papier liest sich im Ton noch strenger und strikter als das, was Barnier von Großbritannien verlangt, denn es fordert “robuste Zusagen und einklagbare Vorschriften”. Für mich ist diese Nachricht wichtiger für das Pfund als die Umgestaltung des Kabinetts. Denn sie verspricht harte Verhandlungen zwischen der EU und Großbritannien, die in 46 Wochen oder 321 Tagen beendet sein müssen, ansonsten droht eben doch ein harter Brexit. Sowohl harte Verhandlungen als auch das Risiko eines harten Brexit sprechen meines Erachtens nicht für das Pfund. Denjenigen, die jetzt auf das Pfund springen, sage ich nur: genießt die Party, aber tanzt nahe bei der Tür. Denn die Verhandlungen beginnen voraussichtlich Anfang März. Dann geht’s los.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU2XL5 Long EUR/GBP Faktor: 5
CU54Y6 Short EUR/GBP Faktor: -5
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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter www.zertifikate.commerzbank.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
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CHF: Das tut weh

EUR-CHF Niveaus knapp über 1,06 – das tut der SNB wahrscheinlich richtig weh. Selbst bei mir beginnt fast schon das Nägelkauen, wenn ich an die 1,05-Marke oder gar an die Parität denke. Denn ich erinnere mich noch genau, wie am 15. Januar 2015 morgens die SNB entschied, EUR-CHF nicht mehr bei 1,20 zu verteidigen. Natürlich sind wir nicht in der gleichen Situation wie damals. Aber trotzdem muss sich die SNB zusehends die Frage stellen, ob es nach wie vor Sinn macht, immer mal wieder in kleineren Tranchen am Devisenmarkt zu intervenieren, um die heimischen Exporteure zu schonen und eine Deflation zu verhindern, wenn sich der Markt so offensichtlich gegen sie stellt und EUR-CHF immer weiter nach unten driftet. Oder ob es dann nicht besser ist, gleich in die Vollen zu gehen und es richtig zu tun – mit all den Konsequenzen, die sie 2015 dazu bewegten, die 1,20-Marke eben gerade nicht mehr zu verteidigen. Und damit gleichzeitig der US Administration augenscheinlich mit ihrem Vorwurf Recht zu geben, ein Währungsmanipulator zu sein. Ich behalte EUR-CHF weiterhin genau im Auge, denn wer weiß, wozu sich die SNB irgendwann durchringen mag.

Produktidee: Faktor-Zertifikate
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU2XL0 Long EUR/CHF Faktor: 5
CU54YZ Short EUR/CHF Faktor: -5
Die Darstellung der genannten Produkte erfolgt lediglich in Kurzform.
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CNY: Umsetzung des Handelsabkommens?

Das Handelsabkommen ist mehr oder weniger aus dem Fokus des Marktes gerückt. Und das, obwohl das „Phase-1-Handelsabkommen“ gemäß der ursprünglichen Vereinbarung ab morgen (15. Februar) umgesetzt werden soll. Die Führungskräfte aus China und den USA telefonierten letzte Woche und waren sich einig, mit dem Handelsabkommen fortzufahren. Es gibt jedoch kaum Zweifel, dass die Umsetzung des Deals problematisch werden dürfte. Im Vergleich zum vorigen Ausblick kürzte die OPEC gestern ihre Prognose der Ölnachfrage für 2020 um 19% und führte dabei die Angst vor dem Virus an. Da China der größte Ölimporteur weltweit ist, dürfte seine Nachfrage wahrscheinlich noch stärker betroffen sein. Falls China also seine Verpflichtung erfüllt und wesentlich mehr Mineralölerzeugnisse aus den USA erwirbt, würde es entweder einen riesigen Lagerbestand aufbauen oder die Importe aus anderen ölexportierenden Ländern würden einbrechen. Ein ähnliches Dilemma ist auch in anderen Bereichen zu erwarten. Ohne eine solide Nachfrageerholung in China scheint das Handelsabkommen also kaum umsetzbar. Zuerst sollte China aber das Virus bekämpfen.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKN Typ Basiswert Merkmale
CU7HB5 Call EUR/CNH Hebel: 5,1
CU8H2V Put EUR/CNH Hebel: 3,8
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