Währung

Der Dollar bleibt unbeliebt

Es bleibt ungemütlich für den Dollar

Korrektur hin oder her, für den Dollar dürfte es ungemütlich bleiben. Zugegebenermaßen verliert der Euro auch ein wenig an Strahlkraft, schließlich steigen in Europa die Infektionszahlen wieder und schüren Sorgen vor einer zweiten Infektionswelle. Außerdem werden die Q2 BIP-Zahlen für die Eurozone am Freitag demonstrieren, wie hart die Wirtschaft von der Covid-19-Krise getroffen wurde. Aber in den USA sieht es diesbezüglich nicht besser aus: wir rechnen morgen Nachmittag mit annualisierten -35% für das BIP im zweiten Quartal. Es herrscht hier also simpel betrachtet nahezu Gleichstand, zumal die Zahlen allesamt sowieso mit großer Unsicherheit behaftet sind.

Bleibt die Fed-Sitzung heute Abend. Es ist Konsens, dass an der Geldpolitik per se erst einmal nichts geändert werden wird. Spannender ist für den Markt, ob das FOMC erste Hinweise gibt, inwieweit es an eine Änderung der Forward Guidance oder gar an eine Zinskurvenkontrolle denkt. Angesichts der Tatsache, dass weder die Inflationserwartungen noch die langen Zinsen in den USA derzeit einen Aufwärtstrend erkennen lassen, dürfte es für eine Diskussion rund um eine eventuelle Kurvenkontrolle noch deutich zu früh sein. Spannender könnte werden, ob die Fed erwägt, ihre Forward Guidance anzupassen. Denn nach der Finanzkrise war die Fed davon ausgegangen, dass dank des florierenden Arbeitsmarkts der Inflationsdruck zunehmen würde, weshalb die Fed – fälschlicherweise zu früh – restriktiver wurde. Diesmal möchte die Fed lieber warten wollen, bis sich wirklich etwas in der Preisentwicklung tut, und dürfte wohl auch ein Überschießen der Inflationsrate in Kauf nehmen – was wiederum für eine noch längere Phase der expansiven Geldpolitik spräche. Dieser neue Ansatz müsste den Märkten aber näher erläutert werden. Nur ist es dafür wohl auch noch zu früh. Zum einen wird die Fed erst noch die weitere Entwicklung in der Krise und ihrer bisher aufgelegten Maßnahmen abwarten wollen. Außerdem sind die Ergebnisse der Überprüfung ihrer Strategie, die ursprünglich im Juni veröffentlicht werden sollten, erst im September fällig. Sie könnten einen willkommenen Anlass geben, einen neuen geldpolitischen Ansatz zu kommunizieren, zusammen mit den neuen Prognosen.

Kurzum: die Fed wird heute vermutlich keine brandneuen Infos geben, sondern Fed Chair Powell wird erneut betonen, dass sie erst einmal auf lange Zeit expansiv bleiben wird und bereit ist, falls nötig noch expansiver zu werden und alles zu tun, um die Wirtschaft zu stützen. Grundsätzlich kein positiver Aspekt für den Greenback, da die Fed angesichts der seit Wochen sehr hohen Infektionsraten eindeutig auf der taubenhaften Seite bleiben wird. Der Zinsvorteil des Dollar ist auf lange Sicht futsch und damit auch kein Argument zugunsten des Dollars mehr. Das neue Fiskalpaket in den US lässt noch auf sich warten, obwohl die Zeit drängt. Die realwirtschaftlichen Daten sind beiderseits des Atlantiks nicht berauschend, ebenso die Nachrichten zu den Infektionszahlen. Alles zusammengenommen für mich unterm Strich derzeit kein Grund, kurzfristig eine Fortsetzung der Dollarkorrektur zu erwarten, aber genausowenig erneute massive Eurogewinne weit über die 1,18-Marke hinaus.

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