Währung

Der Devisenmarkt sortiert sich

Der Markt sortiert sich

EUR-USD schien gestern nach und nach mit der Sauerstoffsättigung des US Präsidenten zu steigen. Der Dollar verlor aber nicht nur gegenüber dem Euro an Boden, sondern auf breiter Front. Mein Chef Ulrich Leuchtmann schrieb bereits gestern, die Inkonsistenzen der ersten Währungsreaktionen auf den präsidialen Covid-Fall könnten in den kommenden Tagen abgebaut werden. Dies scheint mit der Entlassung Trumps aus dem Krankenhaus schneller der Fall als gedacht, der Markt scheint sich allmählich zu sortieren. Natürlich schielt der Markt immer noch auf den Gesundheitszustand des Präsidenten, aber er kann sich nun auch wieder anderen Themen zuwenden. Mittlerweile führt Jo Biden in den Umfragen von Anfang Oktober und würde wohl die Wahl gewinnen, aber das Rennen kann trotzdem wieder enger werden. Eine mögliche Wahl Bidens nährt Hoffnungen auf große fiskalische Maßnahmen und hebt die Stimmung, auch wenn dies etwas kurz gedacht ist, denn Biden steht gleichzeitig auch für mehr Regulierung. Derweil gehen die Gespräche zwischen der Sprecherin des Repräsentantenhauses Nancy Pelosi und dem Finanzminister Steven Munchin über ein neues Maßnahmenpaket weiter, ohne Anzeichen eines Durchbruchs. Bleibt die Fed. Zumindest von Jerome Powell sind heute anlässlich seines Erscheinens in Chicago klare Worte möglich. Er dürfte erneut den Willen der Fed zu einer expansiven Geldpolitik betonen aber gleichzeitig auch den Ball der Finanzpolitik zuschieben. Unterm Strich dürfte heute dabei rauskommen, dass der Dollar tendenziell unter Druck bleibt.

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CJ4VQ7CallEUR/USDHebel: 6,9
CJ4U2SPutEUR/USDHebel: 7,3
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Im Tunnel

Die Brexit-Verhandlungen befinden sich jetzt “im Tunnel”. In dieser Phase sollen ganz intensive Gespräche mit dem Ziel geführt werden, auf dem EU Gipfel nächste Woche ein Ergebnis vorlegen zu können. Es ist in beiderseitigem Interesse, einen Deal zu finden. Und allein die Tatsache, dass sich die Verhandlungen im sogenannten Tunnel befinden, stimmt vorsichtig optimistisch. Denn bis Ende letzter Woche war noch nicht klar, ob es überhaupt so weit kommt. Aber dass die Verhandlungen in einem Abkommen münden, ist trotzdem nicht sicher. Denn mittlerweile stemmt sich Frankreich vehement gegen Zugeständnisse bei den Fischereirechten. Obwohl in beiden Ländern der Fischfang nur einen Bruchteil des BIP ausmacht, ist der Zugang zu den Gewässern einer der Hauptstreitpunkte, an dem die Verhandlungen noch scheitern können. Im Prinzip stehen sich jetzt in vorderster Front Emmanuel Macron und Boris Johnson gegenüber. Die Geschichte hat gezeigt, dass ein Streit zwischen Frankreich und Großbritannien über Souveränitätsfragen sehr, sehr lange dauern kann – man denke nur an den 100-jährigen Krieg. Diese Zeit haben aber beide diesmal nicht. Für die EU ist sowieso wichtig, dass sie in den Verhandlungen geschlossen gegenüber Großbritannien auftritt. Deshalb wird vermutlich hinter den Kulissen und spätestens auf dem Gipfel am 15. Oktober der Druck auf Macron steigen, einem Kompromiss in dieser Frage zuzustimmen, um sie vom Tisch zu bekommen. Zumal für viele andere EU-Länder die Frage der Fischereirechte zweitranging ist. Aber auch darüber hinaus gibt es noch genügend andere wichtige Streitpunkte wie beispielsweise die Nordirland-Grenze, für die schnellstmöglich Lösungen gefunden werden müssen. Außerdem stellte Johnson bereits klar, er stelle sich einen Deal wie zwischen der EU und Kanada vor. Sollte es nicht dazu kommen, sei Großbritannien auch bereit, ohne Abkommen aus der EU auszutreten.

Es fühlt sich an, als seien wir auf der Zielgeraden. Hoffen wir, dass es diesmal wirklich der Fall ist, denn oft genug hatten wir schon diesen Eindruck, um dann doch wieder die nächste kräftezehrende Etappe starten zu müssen. Der Markt ist zumindest optimistisch, da die Volatilitäten in EUR-GBP und GBP-USD weiter langsam sinken. Wobei zu beachten ist, dass in Cable sogar zwei große Eventrisiken in den kommenden Wochen anstehen: der Erfolg bei den aktuellen Brexit-Verhandlungen und die US-Präsidentschaftswahlen mit all ihren Unwägbarkeiten.

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Die RBA lässt die Tür offen

Die Reserve Bank of Australia (RBA) änderte heute nichts an ihrer Geldpolitik. Auch zum AUD blieb sie schmallippig. Mehr als ein dürres “der australische Dollar bleibt knapp unter dem Hoch der letzten Jahre” war nicht drin. Dafür verweist die RBA jetzt explizit darauf, dass die Arbeitslosenquote höchste Priorität hat. Sie erwägt, inwiefern eine weitere geldpolitische Lockerung die Beschäftigung in der Phase der wirtschaftlichen Lockerungen unterstützen kann. Kurzum: die Tür bleibt weit offen für eine weitere Lockerung der Geldpolitik, dabei ist der Arbeitsmarkt der Gradmesser. Jetzt ist zwar erst einmal die Finanzpolitik dran, die heute ihren neuen Haushalt vorlegen wird. Aber sollte die Arbeitslosenquote für den Geschmack der RBA nicht weiter schnell genug sinken, dürfte sie nachlegen. Möglicherweise geschieht dies schon im November, denn die RBA will dann neue Prognosen vorlegen. Enttäuschen die Arbeitsmarktdaten Mitte Oktober, wird der AUD definitiv einen Dämpfer erhalten.

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WKNTypBasiswertMerkmale
CJ1D8WCallEUR/AUDHebel: 7,1
CL7W8VPutEUR/AUDHebel: 7,2
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Harte Zeiten für die NOK

Die norwegische Krone wird schon ordentlich durch die Stimmungsschwankungen an den Finanzmärkten und die Fluktuationen im Ölpreis gebeutelt. Jetzt droht noch zusätzliches Ungemach. Denn im Zuge eines Streiks der Manager und Führungskräfte mussten einige Ölplattformen auf See ihre Förderung einstellen, sodass bereits 330.000 Barrel weniger am Tag gefördert werden. Weitet sich der Streik noch auf andere Plattformen aus, könnte die Öl- und Gasproduktion noch stärker sinken. Keine guten Nachrichten für die Krone, die es seit der Corona-Krise schwer genug hat. Im Vergleich zur schwedischen Krone hat sie während der Krise deutlich stärker gelitten und handelt nach wie vor auf niedrigeren Niveaus als zuvor. Nicht zuletzt aufgrund des scharfen Einbruchs des Ölpreises, der ebenfalls noch deutlich unter Vorkrisenniveaus liegt. Weitet sich der Streik in den kommenden Tagen aus, kann EUR-NOK durchaus noch einmal über 11,00 klettern. Solange sich an den Stimmungsschwankungen des Markts und an der mageren Entwicklung des Ölpreises nichts ändert, bleiben die Zeiten für die NOK wohl hart.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
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CJ4VMLCallEUR/NOKHebel: 7,6
CL7FGQPutEUR/NOKHebel: 7,4
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