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Devisen: Eurokurs wenig verändert - Britisches Pfund legt zu

(im dritten Satz wurde ein Redigierfehler berichtigt.)

FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Eurokurs hat am Donnerstag keine klare Richtung gefunden. Am Nachmittag kostete die Gemeinschaftswährung wenig verändert 1,1153 US-Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,1154 (Mittwoch: 1,1106) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8965 (0,9004) Euro.

Der Eurokurs fand keine klare Richtung, verteidigte aber seine Gewinne vom Vortag. Die am Vormittag veröffentlichten Konjunkturdaten aus der Eurozone bewegten den Markt kaum. So war die Wirtschaft im Währungsraum im dritten Quartal etwas stärker gewachsen als erwartet. Allerdings war die Jahresinflationsrate im Oktober auf 0,7 Prozent zurückgefallen. Zuletzt hatte sie im November 20016 niedriger gelegen. Die EZB dürfte sich also in ihrer lockeren geldpolitischen Haltung bestätigt sehen. Auch die in den USA veröffentlichten Konjunkturdaten boten keine großen Überraschungen.

Das britische Pfund legte derweil zu. Der Chef der Brexit-Partei, Nigel Farage, will laut Medienberichten seine Wahlkreiskandidaten für die im Dezember anstehende Parlamentswahl zurückziehen. Er wolle damit die Wahlchancen der konservativen Partei von Premierminister Boris Johnson erhöhen. Mit einer Mehrheit im Parlament könnte Johnson seinen mit der EU ausgehandelten Austrittsvertrag umsetzen. Die Aussicht auf ein Ende der Unsicherheit stützte laut Händlern das Pfund.

Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86133 (0,86200) britische Pfund, 120,73 (120,99) japanische Yen und 1,1007 (1,1032) Schweizer Franken fest. Die Feinunze Gold (31,1 Gramm) wurde am Nachmittag in London mit 1509 Dollar gehandelt. Das waren gut 14 Dollar mehr als am Vortag.