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DAX-40-Aufnahmekandidaten unter der technischen Lupe

Im September 2021 kommt es als Teil der Index-Reform zur Aufstockung des DAX 30 um 10 Titel zum DAX 40. Die Free-Float-Marktkapitalisierung wird für die Startzusammensetzung das Hauptauswahlkriterium sein. Es sollte nicht überraschen, wenn aus mittelfristiger Sicht die Titel im neuen DAX 40 mehr Aufmerksamkeit der Marktteilnehmer auf sich ziehen.

Aktuell würden alle DAX 30-Titel mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit Teil der DAX 40-Startzusammensetzung sein. Zusätzlich weisen zurzeit 5 Titel aus dem MDAX 60 eine hohe Wahrscheinlichkeit auf, auf Basis der neuen Indexregeln für den DAX 40 den Status eines „Fast Entry“ (d.h. ein Ranking bei der Streubesitz-Marktkapitalisierung unter den Top 33) zu erreichen. Hierbei handelt es sich um Airbus (spekulativer technischer Kauf), Zalando (technisch Halten nach der Hausse in 2020), Porsche Automobil Holding SE Vorzüge (technischer Kauf), Siemens Healthineers (technisch Halten) und Symrise (technisch Halten nach der Hausse in 2020).

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Airbus: Im neuen Hausse-Trend Richtung DAX 40-Aufnahme

Airbus SE ist im Jahr 2013 aus EADS (European Aeronautic Defence und Space) hervorgegangen. EADS war im Juli 2000 eine Fusion aus der deutschen DASA (DaimlerChrysler Aerospace AG), der spanischen CASA (Constructtiones Aeronauticas S.A) und der damals im französischen CAC 40 notierten Aeorspatiale-Matra. Während EADS an der französischen Börse sehr umfangreich gehandelt wurde reichte es für den Titel im März 2003 „nur“ für die Aufnahme in den damals neu konzipierten MDAX 50. Im Laufe der Jahre sorgten die gute Kursentwicklung und die Erhöhung des Free-Floats dafür, dass Airbus – repräsentiert durch die umsatzstarke Notierung an der Aktienbörse in Paris – in den EURO STOXX 50 und STOXX 50 aufgenommen wurde. Airbus stieg jedoch wegen der relativ schwachen Liquidität auf Xetra und der FWB trotz der hohen Free-Float-Marktkapitalisierung nicht vom MDAX in den DAX 30 auf. Durch die jetzige Index-Reform wird diese Verwerfung im deutschen Index-System bereinigt. Airbus sollte – auf Basis der aktuellen Daten – im neuen DAX 40 auf Position 7 (DAX 40-Gewicht von ungefähr 4,25 Prozent) landen. Neben dieser Index-Phantasie liegt aber auch eine interessante technische Gesamtlage vor. Zunächst unterteilt sich die Kursentwicklung beim Airbus seit März 2009 (Start: 8,2 EUR) in drei technische Phasen. Zuerst die feine Hausse ab 2009, wobei sich ab Juli 2010 ein idealtypischer, zentraler Hausse-Trend ergab. Nachdem Airbus bis auf 139,4 EUR (Januar 2020; All-Time-High) kletterte, folgte – parallel zu Corona-Gesamtmarktbaisse – die zweite technische Phase. Begleitet von mehreren Verkaufssignalen ergab sich ein „technischer Sturzflug“, der erst im März 2020 im Ausverkauf im Umfeld der Support-Zone um 50,0 EUR endete. Danach folgte zuerst der Eintritt in eine volatile, technischen Bodenbildung. Seitdem liegt die dritte technische Phase – eine neue, technische Hausse – vor. In der Airbus-Aktie findet zurzeit ein Wechselspiel aus (Investment-)Kaufsignalen, neuen Aufwärtsschüben und trendbestätigenden Konsolidierungen statt. Hier deutet sich als nächstes, mittelfristiges Etappenziel der Bereich von 110,0 – 112,0 EUR an. Bei Airbus setzt der Aktienmarkt auf die Erwartung, dass sich die internationale Luftfahrtindustrie nach der Corona-Pandemie wieder in Richtung „Normalität“ entwickelt. Insgesamt bleibt Airbus damit ein (spekulativer) technischer (Zu-)Kauf.

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Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Bitte beachten Sie, dass bestimmte Produkte nur für kurzfristige Anlagezeiträume geeignet sind. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Porsche Automobil Holding SE Vorzüge: Auf der technischen Überholspur

Die Porsche Automobil Holding SE (PAH), eine Beteiligungsgesellschaft, die sich unter anderem als Groß- und Ankeraktionär des Volkswagen-Konzerns versteht, hat zurzeit 153,1 Mio. nicht börsennotiert Stammaktien und 153,1 Mio. börsennotierte Vorzugsaktien. Diese Vorzüge sind im Börsensegment “General Standard” gelistet und weisen zurzeit einen Streubesitz von 100,0 Prozent auf. Aufgrund der neuen Index-Regeln qualifizierten sich diese Vorzugsaktien im März 2021 für den MDAX 60 (MDAX-Position 3; Index-Gewicht von 4,40 Prozent). Als index-technische Konsequenz befinden sich die PAH Vorzüge damit auch im „Rennen“ um die DAX 40-Aufnahme. Auf Basis der aktuellen Daten würde der Wert im DAX 40 auf Position 27 mit einem DAX 40-Gewicht von ungefähr 1,0 Prozent einsteigen. Eine DAX 40-Aufnahme würde die Aufmerksamkeit bzgl. dieser Aktie noch erhöhen und die Diskussion um die Bewertung weiter intensivieren. Neben einigen sonstigen Aktivitäten ist die PAH im Besitz von ungefähr 53,3 Prozent an den (knapp 295,1 Mio.) VW Stämmen (aktueller Kurs: 286,0 EUR). Würde man den Wert der PAH Stamm- und PAH Vorzügen (aktueller Kurs: 88,80 EUR) gleich ansetzen, würden ungefähr 0,51 VW Stämme einer PAH Vorzugsaktie zuzurechnen sein. Die PAH ist als Unternehmen praktisch durch Eigenkapital finanziert. Darüber hinaus gibt es eine umfangreiche Cash-Position. Demggü. stehen noch einige offene Gerichtsverfahren. Hier geht es z.B. um Schadensersatzklagen im Rahmen des damaligen Positionsaufbaus an der Volkswagen AG sowie um noch offene Klagen rund um den „Dieselskandal“. Eine DAX 40-Aufnahme der PAH Vorzüge sollte aber nicht nur die Bewertungsfrage (bzw. des Abschlages) gegenüber den VW-Stamm- und Vorzugsaktien in die Diskussion bringen, sondern auch den Aspekt einer möglichen Fusion von VW und PAH neu beleuchten. Aufgrund dieser Gesamtlage überrascht es nicht, dass aus technischer Sicht bei den PAH Vorzügen eine Hausse läuft. Der Titel, der sein All-Time-High im Dezember 2007 bei 159,7 EUR aufweist, „fuhr“ seit April 2015 (Start: 94,6 EUR; im direkten zeitlichen Vorfeld des „Dieselskandals“) in einer moderaten Baisse. Der sechsjährige Baisse-Trend lag Anfang März 2021 bei 65,0 EUR. Diese moderate PAH-Baisse endete in der Corona-Gesamtmarktbaisse mit einem Sell off bei 28,2 EUR. Seitdem befinden sich die PAH Vorzüge in einer neuen, technischen Hausse, die sich seit Anfang März 2021 mit Investment-Kaufsignalen beschleunigt. Zwar ist der Titel bis an die Resistance-Zone (90,0 – 95.0 EUR; stammt aus 2015) „herangefahren“, jedoch deutet die technische Gesamtlage an, dass die PAH Vorzüge auf der „technischen Überholspur“ bleiben. Da das neue, mittelfristige Etappenziel im Bereich 105,0 – 110,0 EUR liegen sollte, bleiben die PAH Vorzüge aufgrund der index-technischen und der charttechnischen Phantasie ein (Zu-)Kauf.

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Technologiewerte im Fokus

Seit dem Corona-Crash 2020 haben sich die Aktienmärkte oft mehr als erholt. Dabei sticht vor allem der Tech-Sektor mit seiner Performance hervor. Hier erfahren Sie, was die Branche antreibt und welche Einzelwerte Sie sich einmal genauer ansehen sollten.