Währung

Das Farage-Risiko ist geringer

USD – Fokus bleibt auf Handelskrieg

Der Markt wartet weiterhin gebannt auf Nachrichten aus Peking und Washington – bzw. heute, genauer genommen aus New York, wo US-Präsident Donald Trump vor einem Wirtschaftsverein auftreten wird und in dessen Rahmen gehofft wird, dass er sich zur Konfliktlage äußern wird. Dabei sind die Marktteilnehmer vor allem daran interessiert, ob das US-Oberhaupt seine Aussagen vom Wochenende bestätigt, dass eine Einigung über ein erstes Teilabkommen mit China noch offen sei, oder ob er doch optimistischere Töne anschlägt, und die Marktstimmung damit etwas heben kann.

Es mag für den ein oder anderen verwunderlich oder gar verdrießlich sein, dass der Fokus der Finanzmärkte derart stark auf eine Person ausgerichtet sein könnte. Fakt ist jedoch, dass das Thema Handelskrieg der wesentliche Treiber und gleichzeitig der größte Unsicherheitsfaktor für die Märkte in diesem Jahr war und vorerst wohl auch bleibt. Der Großteil der Wechselkursschwankungen und insbesondere die US-Dollar-Stärke seit Beginn des Jahres ist zweifellos auf den Konflikt zurückzuführen. So hätten die Zinssenkungen der Fed die US-Währung unter anderen Umständen belasten müssen. Allerdings waren auch diese letztlich nur eine Reaktion auf die Eskalation im Handelskrieg. Der entscheidende überlagernde Faktor scheint vielmehr die Erwartung, dass die US-Strafzölle auf chinesische Importe die Nachfrage nach US-Produkten erhöhen, was wiederum zu einer Aufwertung des Dollars führen würde. Dass sich die Nachfrage bisher nicht nennenswert erhöht hat und die Dollar-Stärke daher nicht gerechtfertigt ist, wird derzeit geflissentlich vom Markt ignoriert. Und solange der Handelskrieg tobt, dürfte der Markt wohl auch nur langsam von dieser Sicht abrücken. Auf kurze Sicht heißt das: Solange nicht absehbar ist, dass ein Annähern der beiden Supermächte möglich ist – konkret: in Form eines “Phase-1-Abkommens” – dürfte der Dollar tendenziell gestützt bleiben.

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Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

GBP – Das Farage-Risiko ist geringer

Nigel Farage, der Vorsitzende der Brexit-Partei und lautstärkster Befürworter eines ultra-harten Brexit, hat gestern bekannt gegeben, bei der Parlamentswahl im Dezember in Wahlkreisen, die zuletzt die Tories geholt hatten, nicht mit eigenen Kandidaten anzutreten. Das ist aus zweierlei Gründen eine gute Nachricht für das Pfund:

  1. Farage ist offensichtlich – auch nach eigener Stellungnahme – bereit, Premierminister Boris Johnson den Weg zu einem Brexit entsprechend des vom Premier ausgehandelten Deal-Entwurfs zu ebnen. Das letzte im “No Deal” endende mögliche Brexit-Szenario – ein Beharren der Brexit-Partei auf ultra-hartem EU-Austritt – ist damit allem Anschein nach vom Tisch. Und damit ist das Rest-Risiko eines GBP-Absturzes in Folge von “No Deal” vielleicht nicht vollends verschwunden, aber doch sehr, sehr viel geringer geworden.
  2. Indem die Brexit-Partei in etlichen Wahlkreisen nicht um die Tory-Wähler buhlt, sind die Wahlchancen der Tories deutlich gestiegen. Das nächste Pfund-Risiko nach dem Brexit – ein Sieg der Labour-Partei – ist damit deutlich unwahrscheinlicher geworden. Ein Labour-Sieg würde vom Devisenmarkt wohl mit GBP-Schwäche beantwortet. Denn Labour-Chef Jeremy Corbyn fiel in den letzten Jahren vor allem mit recht markt-unfreundlichen Plänen auf. Verschreckt eine britische Regierung aber Investoren, finden sich wohlmöglich im Rest der Welt nicht mehr genug Anleger, um das beachtliche Leistungsbilanz-Defizit der Briten zu finanzieren. Dann wäre GBP-Schwäche die unausweichliche Folge. Mit Farages Ankündigung hat sich die Chance auf eine stabile Mehrheit der Tories – eventuell in Koalition mit der Brexit-Partei – erhöht. Denn in etlichen Wahlkreisen werden die Stimmen der konservativen Wähler nicht mehr auf zwei Parteien – Tories und Brexit-Partei – aufgespalten.

Der Devisenmarkt hat auf die Ankündigung mit deutlicher Pfund-Stärke reagiert. Im bisherigen Ausmaß dürfte diese Marktreaktion angemessen sein – wenn Farage bei seinem Wort bleibt.

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CU2XL6 Long EUR/GBP Faktor: 10
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NOK – Ausblick hellt sich auf, doch Vorsicht ist geboten

Die norwegische Krone konnte zuletzt wieder etwas an Boden gewinnen, nachdem sich der globale Wirtschaftsausblick – insbesondere für den Euroraum – etwas aufgehellt hat. In diesem Umfeld bergen die heimischen Daten – wie die BIP-Daten heute – Potenzial, wieder stärker auf die NOK-Wechselkurse durchzuschlagen. Je stärker die Zahlen heute ausfallen, desto schneller dürfte sich die Krone bei weiter fallenden Euroraum-Rezessionsängsten erholen können. Auf die kurze Sicht ist jegliche NOK-Rallye jedoch mit Vorsicht zu genießen, da das Konjunkturumfeld vor dem Hintergrund des US-chinesischen Handelskrieges und der nach wie vor schwachen Konjunkturindikatoren aus der Währungsunion überaus fragil erscheint. Wir sehen erst für das kommende Jahr deutlicheres und nachhaltigeres Aufwertungspotenzial für die Krone.

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CNY – Schwaches Kreditwachstum

Was den Handelkonflikt betrifft, so hat uns der vergangene Freitag wieder zurück geworfen. Während China weiterhin Optimismus in Bezug auf das Handelsabkommen äußerte, gab es von Seiten der USA wenig Konkretes. Präsident Trump wollte von einer Einigung auf eine vollständige Zollrückerstattung nichts wissen und behauptete, “China braucht das Abkommen dringend”. Dies wirft natürlich die Frage auf, ob ein “Phase eins”-Deal überhaupt erreicht werden kann. Eines ist klar: Es gibt so viele Unsicherheiten, und es besteht wenig Aussicht auf eine grundlegende Lösung. Der Devisenmarkt hat die Unsicherheiten deutlich gemacht, da sich USD-CNY in den letzten beiden Handelssitzungen stark bewegt hat.

Auf der Datenseite stieg die Gesamtfinanzierung im Oktober nur um 619 Mrd. CNY Yuan (Markt: 950 Mrd.), nachdem sie im September um 2,3 Mrd. CNY zugelegt hatte. Auch wenn saisonale Faktoren die Oktoberdaten belasten dürften, fielen diese immer noch deutlich geringer aus als erwartet. Angesichts der Tatsache, dass neue CNY-Kredite 661 Mrd. CNY ausmachten, scheint es, dass der Anstieg der Gesamtfinanzierung auf den Bankensektor zurückzuführen ist, während das Schattenbankensystem tatsächlich rückläufig war. Die schwache Kreditvergabe deutet insgesamt darauf hin, dass die Wachstumsaussichten vorerst schwierig bleiben.

Produktidee: BEST Turbo-Optionsscheine
WKN Typ Basiswert Merkmale
CJ6WTF Call USD/CNH Hebel: 6,0
CU9BQK Put USD/CNH Hebel: 5,8
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