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Corona-Virus Update 9. Oktober 2020

Angesichts steigender Neuinfektionen verschärfen viele EU-Länder wieder die Corona-Beschränkungen. Auch in Deutschland und Italien verstärken sich die Anzeichen für eine zweite Infektionswelle.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Infektionsgeschehen

  • In den USA und Brasilien pendelt der der sieben Tage Durchschnitt der gemeldeten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner weiter um 13 (Grafik 1). In Indien sinkt die Infektionsrate dagegen weiter.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • In der EU melden jetzt auch Deutschland und Italien deutlich steigende Neuinfektionen. In Deutschland wurden gestern 4516 neue Fälle registriert. Noch aber liegen in beiden Länder die Infektionsraten deutlich unter den von Spanien und Frankreich (Grafik 2).
  • Die Zahl der in deutschen Krankenhäusern intensiv-medizinisch behandelten Corona-Patienten ist gestern weiter auf 487 gestiegen. Sie hat sich damit innerhalb von vier Wochen mehr als verdoppelt.
  • Die Behörden in New York haben aufgrund steigender Infektionszahlen gestern einen teilweisen Lockdown verhängt. Schulen werden teilweise geschlossen, ebenso wie Geschäfte. Zudem wurden Versammlungsbeschränkungen erlassen. Da der Bürgermeister von New York und der Gouverneur des Staates dabei teilweise unterschiedliche Gebiete als Zonen mit hohem Risiko einstuften, herrscht gegenwärtig große Verwirrung. Erste Klagen gegen die Maßnahmen sind anhängig.
  • China erklärte am Freitag, es sei offiziell der globalen COVID-19-Impfstoffinitiative COVAX beigetreten. Es ist damit die bisher größte Volkswirtschaft, die die Initiative unterstützt. Das Außenministerium erklärte in einer Erklärung, dass China über ausreichende Kapazitäten zur Herstellung von COVID-19-Impfstoffen verfüge. China werde der Versorgung der Entwicklungsländer Priorität einräumen, wenn Impfstoffe bereit seien. Die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) geleitete COVAX soll bis Ende 2021 mindestens 2 Milliarden Impfstoffdosen liefern.

Wirtschaft

  • Das Haushaltsdefizit der US-Bundesregierung im gerade abgeschlossenen Haushaltsjahr 2020 belief sich auf 3,13 Billionen Dollar, so die Schätzung des Congressional Budget Office. Dies entspricht 15,2% des Bruttoinlandsprodukts. Im Vorjahr lag das Defizit lediglich bei knapp 1 Billion Dollar. Die Ausgaben haben sich im Vergleich zu 2019 um fast die Hälfte erhöht, vor allem aufgrund der Maßnahmen zur Bekämpfung der Folgen der Corona-Krise.