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Corona-Virus Update 9. Juni 2021

In vielen europäischen Ländern werden die Corona-Beschränkungen weiter gelockert. Anlass zur Sorge geben die steigenden Neuinfektionen in Großbritannien.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Infektionsgeschehen

  • In Deutschland sind die Infektionszahlen weiter rückläufig. Gestern wurden 3.254 Neuinfektionen gemeldet, 1.663 weniger als am Dienstag vor einer Woche. Die 7-Tage-Inzidenz – also die Summe der Neuerkrankungen in den vergangenen sieben Tagen – liegt bei nur noch 20,8 je 100.000 Einwohner (Grafik 1).
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Auch in den meisten anderen europäischen Ländern ist die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen in den vergangenen Tagen weiter gesunken (Grafik 2).
  • Anlass zur Sorge gibt aber weiterhin die Entwicklung in Großbritannien. In den vergangen sieben Tagen wurden im Durchschnitt 7,6 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner registriert, 57% mehr als in den sieben Tagen zuvor.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Impfungen

  • Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) will im Juli entscheiden, ob der Impfstoff des US-Pharmakonzerns Moderna auch für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren zugelassen wird. In Deutschland wird die Ständige Impfkommission (STIKO) Medienberichten zu Folge keine generelle Corona-Impfempfehlung diese Altersgruppe aussprechen.
  • Aktuell haben in Deutschland 46% der Bevölkerung mindestens eine Impfung erhalten (Grafik 3). 21,9% haben den vollen Impfschutz.
  • In den USA besteht die Gefahren, dass Millionen Dosen des Impfstoffs von Johnson & Johnson unbenutzt entsorgt werden müssen, da ihre Haltbarkeit in den nächsten Wochen abläuft. Nach Angaben der Seuchenschutzbehörde CDC wurden 21,4 Millionen Dosen des Vakzins von J&J ausgeliefert, aber nur etwa die Hälfte davon verabreicht. Gründe für den Rückstau sind das allgemein deutlich nachlassende Impftempo und der vorübergehend verhängte Impfstopp für J&J im April.

Wirtschaft

  • In Deutschland soll die “Bundesnotbremse” am 30. Juni auslaufen. Diese wurde im April eingeführt, damit der Bund einheitliche Corona-Schutzmaßnahmen in Gebieten mit hohen Inzidenzwerten durchsetzen kann. Hingegen will der Bundestag noch diesen Monat die verhängte “epidemische Notlage von nationaler Tragweite” bis Ende September verlängern. Diese ermöglicht es der Regierung, weitreichende Verordnungen gegen die Pandemie zu erlassen. Derzeit basieren rund 20 Verordnungen auf der festgestellten Notlage – etwa zu Testangeboten und der Unterstützung von Eltern im Falle von Kita- und Schulschließungen.
  • In Hamburg dürfen angesichts niedriger und weiter sinkender Inzidenzzahlen ab Freitag Hotels und Beherbergungsbetriebe wieder voll belegt werden (bisher nur bis zu 60%). Im Freien dürfen bis zu zehn Personen aus unterschiedlichen Haushalten zusammenkommen. An Veranstaltungen unter freiem Himmel können bis zu 500 Personen teilnehmen, in Räumen bis zu 100 Personen. Wellnesseinrichtungen dürfen mit Einschränkungen wieder öffnen. Auch Prostitution soll unter strengen Hygieneauflagen wieder erlaubt werden. Private Feiern bleiben indes verboten, Clubs und Diskotheken geschlossen.
  • In Frankreich dürfen ab heute Restaurants ihre Innenräume mit einer Auslastung von 50% wieder öffnen. Auch Fitnessstudios und Schwimmbäder öffnen wieder ihre Tore. Bei kulturellen Großveranstaltungen im Freien sind bis zu 5.000 Menschen erlaubt. Kinos und Theater dürfen mehr Gäste als bisher empfangen. Der Beginn der nächtlichen Ausgangssperre wurde von 21 Uhr auf 23 Uhr nach hinten verschoben.

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