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Corona-Virus Update 7. Januar 2021

In Deutschland scheint es gelungen zu sein, die zweite Infektionswelle zu brechen. In Frankreich und Italien werden dagegen wieder mehr Neuinfektionen gemeldet. Seit gestern ist der Impfstoff des US-Unternehmens Moderna in der EU zugelassen; insgesamt hat die EU 160 Millionen Impfdosen bestellt.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Infektionsgeschehen

  • In Großbritannien wurden gestern mehr als 60.000 Neuinfektionen gemeldet, ein neuer Rekordwert. Der 7-Tage-Durchschnitt je 100.000 Einwohner stieg auf 82 (Grafik 1). Viele der Neuinfektionen werden auf eine neue, noch ansteckendere Virusvariante zurückgeführt.
  • Auch in den USA zeigt die Infektionskurve wieder nach oben. Im Durchschnitt der letzten sieben Tage wurden mehr als 65 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner gemeldet und damit wieder so viele wie im Hochpunkt Mitte Dezember.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Auch in Italien und Frankreich steigt die Zahl der Neuinfektionen seit Jahresbeginn wieder an (Grafik 2). In den Niederlanden, das aktuell besonders stark von der Pandemie betroffen ist, fallen die Zahlen weiter.
  • In Deutschland wurden gestern 26.391 Neuinfektionen gemeldet, 6.161 weniger als am Mittwoch vor einer Woche. Der 7-Tage-Durchschnitt je 100.000 Einwohner sank auf knapp 20.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Der Rückgang der Neuinfektionen in Deutschland in den vergangenen Tagen ist insofern bemerkenswert, als der Testumfang vermutlich wieder deutlich zugelegt hat, was für sich genommen die Zahl der positiven Tests steigen lässt. Hierfür spricht, dass die Labore in Deutschland die Testkapazitäten in der ersten Kalenderwoche wieder auf über 2 Mio erhöht haben (Grafik 3).
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Auch die Zahl der in deutschen Krankenhäusern intensiv-medizinisch behandelten Corona-Patienten scheint inzwischen den Hochpunkt überschritten zu haben. In den vergangenen drei Tagen fiel die Zahl um 193 auf 5.569 (Grafik 4). Die weiter gesunkene Zahl an Neuinfektionen spricht dafür, dass sich die Lage in den kommenden zwei Wochen weiter entspannen wird.

Wirtschaft

  • In den USA stehen die chaotischen Szenen bei der offiziellen Bestätigung des neuen Präsidenten Biden durch den Kongress im Mittelpunkt, als Anhänger des scheidenden Präsidenten Trump das Kapitol stürmten – ein beispielloser Vorgang in der jüngeren Geschichte des Landes. Dies und die Niederlagen der Republikaner bei den Stichwahlen in Georgia dürften es für Trump schwierig machen, weiterhin als Anführer der Partei akzeptiert zu werden. Für Präsident Biden wird es jetzt darauf ankommen, die innenpolitische Lage zu beruhigen.
  • Der US-Arbeitsmarkt wurde durch den kräftigen Anstieg der Infektionen gegen Jahresende in Mitleidenschaft gezogen. ADP, ein Dienstleister für Lohnbuchhaltung, schätzt, dass im Dezember 123 Tsd Stellen im privaten Sektor verloren gingen. Dies ist der erste Rückgang seit April 2020. Der offizielle Arbeitsmarktbericht wird morgen veröffentlicht.
  • In der EU kann mit Impfungen mit einem zweiten Impfstoff begonnen werden. Die EU-Kommission erteilte dem Medikament des US-Unternehmens Moderna gestern die Genehmigung. Zuvor hatte die Europäische Arzneimittelbehörde EMA eine bedingte Zulassung für Personen ab 18 Jahren empfohlen. Der Biontech-Impfstoff ist für Personen ab 16 Jahren zugelassen. Die EU hat bei Moderna 160 Millionen Impfdosen bestellt, Deutschland hat sich über die EU insgesamt 50 Millionen Dosen gesichert.
  • Die Pkw-Verkäufe in China legten laut Automobilverband CPCA im Dezember um 7% gegenüber dem Vorjahr zu. Die Autoverkäufe in China bleiben dynamisch, es gibt eine klare V-förmige Erholung seit dem ersten Quartal 2020.
  • Die Stadt Shijiazhuang meldete am 6. Januar weitere 51 Covid-19-Fälle. Die Abriegelungsmaßnahmen sind seit dieser Woche in Kraft und die Behörden haben Reisebeschränkungen verhängt.

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