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Corona-Virus Update 6. Mai 2020

Die Pandemie ist weitgehend eingedämmt. Allerdings fallen in den USA die Neuinfektionen nur sehr zögerlich. In Deutschland werden weitere Lockerungen beschlossen, auch in den USA will man sich verstärkt auf das Wiederanfahren der Wirtschaft konzentrieren. In China zeigen sich weitere Erholungszeichen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Weltweite Neuinfektionen

  • Die Pandemie ist weitgehend eingedämmt. In den USA, die besonders hart vom Corona-Virus getroffen wurden, fallen die Neuinfektionen aber nur sehr zögerlich (Grafik 1). Im Durchschnitt der letzten 7 Tage waren es noch knapp 28.000.
  • In Europa ist dagegen die Epidemie weitgehend unter Kontrolle. Hier sind die Neuinfektionen inzwischen auf das Niveau von Mitte März gefallen (Grafik 2).
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Deutschland – Gastronomie soll am 9. Mai wieder öffnen

  • Heute besprechen sich nach dem üblichen 14-Tages-Rhythmus Bundeskanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder. Schwerpunkte sollten Lockerungen für die Gastronomie und den Tourismus sein. Bereits gestern haben Bundeswirtschaftsminister Altmaier und die Wirtschaftsminister der Länder in einer Videokonferenz ein Konzept für die bundesweite kontrollierte Öffnung des Gastgewerbes in einem Korridor zwischen dem 9. und 22. Mai diskutiert. Für touristische Unterkünfte wird eine Öffnung bis Ende Mai angepeilt. Dieses Konzept soll die Grundlage für die Beratungen von Kanzlerin Merkel mit den Ministerpräsidenten der Länder am heutigen Mittwoch bilden. Allerdings wollten einige Bundesländer nicht so lange warten und haben bereits Fakten geschaffen: In Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern sollen die Hotels am 25. Mai wieder öffnen, wobei beide Länder eine Auslastungsobergrenze von 50% bzw. 60% vorgeben. In Bayern dürfen Hotels zum Beginn des Pfingstwochenendes am 30. Mai öffnen, Biergärten und Restaurants dürfen einige Tage früher loslegen. Auch in Schleswig-Holstein soll der Hotelbetrieb um Pfingsten wieder starten.
  • Außerdem wird das Corona-Kabinett heute wohl über die schrittweise Öffnung der Schulen beraten. Hier ist allerdings das Bundesland Hessen vorausgegangen: Am 18. Mai soll für zahlreiche weitere Schüler wieder der Unterricht beginnen – in eingeschränkter Form. Das betrifft unter anderem Viertklässler und Schüler an weiterführenden Schulen. Die übrigen Grundschüler sollen ab dem 2. Juni an die Schulen zurückkehren. Derzeit werden nur die Abschlussjahrgänge der weiterführenden Schulen unterrichtet.

USA – Regierung sieht Fortschritte

  • In New York bessert sich die Lage allmählich, die Zahl neuer Fälle nimmt merklich ab. Allerdings haben sich dafür in anderen Regionen des Landes die Fallzahlen erhöht, sodass insgesamt keine große Verbesserung festzustellen ist.
  • Die US-Regierung ist allerdings der Ansicht, dass man erhebliche Fortschritte bei der Bekämpfung der Pandemie gemacht habe. Präsident Trump will daher die von Vizepräsident Pence geleitete Corona-“Task Force” im Weißen Haus auflösen. Man werde sich jetzt auf die Wiedereröffnung der Wirtschaft konzentrieren, kündigte Trump an.
  • Heute werden die von ADP, einem Personaldienstleister, ermittelten Daten zur Entwicklung der privaten Beschäftigung im April veröffentlicht. Es ist mit einem Jobrückgang von mehr als 20 Millionen zu rechnen. Die offizielle Statistik zum Arbeitsmarkt steht dann am Freitag an.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

China: Kohleverbrauch steigt auf Jahreshoch

  • Der Kohleverbrauch hat sich heute (6. Mai) auf den höchsten Stand seit dem Ausbruch des Virus erholt. Die wirtschaftliche Dynamik bleibt insgesamt aber verhalten.
  • Am 1. Mai meldete die Provinz Hubei den ersten Anstieg des Stromverbrauchs gegenüber dem Vorjahr in diesem Jahr. Die Stadt Shenzhen (2,6% des chinesischen BIP) will die Anlageinvestitionen starker staatlicher Unterstützung in diesem Jahr um 15% erhöhen, im ersten Quartal waren diese noch um 16,1% eingebrochen.