Top Charts

Corona-Virus Update 5. Februar 2021

In den USA und Großbritannien fällt die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen weiter. Auch in den meisten EU-Ländern zeigen die Infektionskurven nach unten. Selbst in Portugal, das aktuell am stärksten von der Pandemie getroffen ist, scheint der Hochpunkt überschritten.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Infektionsgeschehen

  • In Großbritannien zeigt die Kurve der Neuinfektionen weiter steil nach unten. Der 7-Tage Durchschnitt sank auf unter 34, knapp 12 weniger als vor einer Woche (Grafik 1).
  • Auch in den USA fällt die Zahl der der gemeldeten Neuinfektionen weiter stark. In Israel ist der Rückgang dagegen kurzfristig zum Stillstand gekommen.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • In Portugal, das aktuell besonders hart von der Pandemie getroffen ist, scheint der Hochpunkt der aktuellen Infektionswelle überschritten zu sein. Im Durchschnitt der vergangenen sieben Tage wurden 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner gemeldet, 25 weniger als vor sechs Tagen (Grafik 2).
  • In Frankreich verharrt der 7-Tage Durchschnitt weiter bei 30. Auch in Italien stagniert der Wert seit knapp zwei Wochen.
  • In Deutschland wurden gestern 12.908 Neuinfektionen registriert, gut 1.100 weniger als am Donnerstg vor einer Woche. Der 7-Tage Durchschnitt sank weiter leicht auf 12,4. Dies ist der niedrigste Wert seit Ende Oktober.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Mit den rückläufigen Neuinfektionen entspannt sich auch die Lage in den deutschen Krankenhäusern. Gestern mussten noch 4.178 Corona-Patienten intensiv-medizinisch behandelt werden. Im Hochpunkt Anfang Januar waren es mehr als 5.700 (Grafik 3).
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Impfungen

  • In den USA hat Johnson&Johnson die Zulassung für seinen Corona-Impfstoff beantragt. In einer weltweiten Studie hat der Impfstoff eine Wirksamkeit von 66% erzielt. Der Impfstoff bietet den Vorteil, dass nur eine Impfung ausreicht.
  • Die italienische Arzneimittelbehörde AIFA hat den Corona-Impfstoffen von BioNTech/Pfizer und Moderna ein gutes Sicherheitsprofil bescheinigt. Bei mehr als 1,5 Mio verabreichten Impfdosen, wurden nur in etwas mehr als 7.300 Fällen Nebenwirkungen vermutet.
  • In Israel, das weltweit die höchste Impfquote aufweist, wurden inzwischen mehr als 38% der Bevölkerung mindestens einmal geimpft (Grafik 4). In Großbritannien beläuft sich der Anteil auf knapp 15%. In der EU kommen dagegen die Impfungen weiterhin nur schleppend voran.

Wirtschaft

  • In Deutschland hat Bundeskanzlerin Merkel in einem TV-Interview die Bevölkerung darauf vorbereitet, dass man den Lockdown noch wochenlang durchhalten müsse. Sie zeigte sich besorgt um das vermehrte Auftreten aggressiverer Virus-Mutationen (die “britische” Variante), weshalb jetzt wieder verstärkt der R-Wert (also wie viele Menschen ein Infizierter im Durchschnitt ansteckt) im Mittelpunkt stehe. Die Inzidenz müsse wohl sogar deutlich unter 50 gesenkt werden, da die Pandemie sonst rasch wieder außer Kontrolle gerate. Derweil nimmt die Kritik seitens der Wirtschaftsverbände zu. Diese verlangen von Bund und Ländern eine klare Öffnungsperspektive. Schließlich stünden viele Unternehmen mit dem Rücken zur Wand.
  • In den USA sind die Demokaraten mit ihren Plänen zur Erhöhung des Mindestlohns auf 15 Dollar die Stunde zunächst zurückgerudert. Aufgrund des Widerstands im Senat hat einer der Wortführer dieser Erhöhung, Senator Bernie Sanders, gesagt, dass eine Erhöhung inmitten einer globalen Pandemie nicht infrage käme. Im Übrigen sei er für eine Anhebung über einen längeren Zeitraum von fünf Jahren. Der Senat hat sich mit überwältigender Mehrheit (99-1) auch dafür ausgesprochen, weitere Einmalzahlungen an die Amerikaner nur bis zu einer bestimmten Einkommensgrenze vorzunehmen.
  • Die US-Aktienmärkte sind gestern auf ein neues Rekordhoch gestiegen. Dahinter steht steigende Zuversicht bezüglich der wirtschaftlichen Aussichten, die durch eine Reihe guter Wirtschaftsdaten in den letzten Tagen befeuert wurde. Der heute anstehende Arbeitsmarktbericht dürfte für den Januar wieder einen Jobaufbau anzeigen.
  • Chinas Umschlag in den großen Häfen stieg im Januar gegenüber Vorjahr um 4,6 %, der Außenhandel legte um 2,3 % zu. Vor dem Hintergrund der im Vorjahr durch die Corona-Beschränkungen nach unten verzerrten Werte ist die Aussagekraft der Zahlen eingeschränkt. Generell scheint es, dass die chinesischen Konjunkturdaten seit Jahresbeginn eher hinter den Erwartungen zurückgeblieben sind.

Rohstoff-Ausblick 2021: Das sind die Aussichten für Gold, Öl und Co.

Trotz der Corona-Krise konnten die meisten Rohstoffpreise 2020 deutlich zulegen. Wie wird es im neuen Jahr weitergehen? Erfahren Sie hier, welche Rohstoffe neue Rekordhochs erreichen könnten und wer es 2021 schwer haben wird. Jetzt lesen!