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Corona-Virus Update 4. Februar 2021

In Deutschland mehren sich angesichts weiter rückläufiger Infektionszahlen die Rufe nach einer Lockerung der Corona-Beschränkungen. Als erstes sollen Schulen und Kita wieder öffnen dürften. In Italien, den Niederlanden und Österreich wurden die Maßnahmen bereits etwas gelockert.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Infektionsgeschehen

  • In Großbritannien ist die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen weiter stark rückläufig. Der 7-Tage Durchschnitt sank auf 35, 12 weniger als vor einer Woche (Grafik 1). Inzwischen haben sich schätzungsweise mehr als 15% der britischen Bevölkerung mit dem Virus infiziert. Dabei gibt es regional große Unterschiede. So liegt der Anteil in London bei 21%.
  • Auch in den USA zeigt die Infektionskurve weiter nach unten.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • In Portugal, das aktuell besonders hart von der Pandemie getroffen ist, stößt das Gesundheitssystem zunehmend an seine Grenzen. Die Lage dürfte sich in den nächsten Tagen weiter zuspitzen, denn die Zahl der Neuinfektionen ist trotz eines Rückgangs in den vergangenen Tagen immer noch sehr hoch (Grafik 2).
  • In Frankreich steigt die Zahl der Neuinfektionen weiter im Trend leicht an. Auch in den Italien ist der Rückgang der gemeldeten Neuinfektionen in den vergangenen Tagen zum Stillstand gekommen.
  • In Deutschland wurden gestern 14.211 Neuinfektionen registriert, gut 3.300 weniger als am Mittwoch vor einer Woche. Der 7-Tage Durchschnitt sank weiter leicht auf 12,6. Dies ist der niedrigste Wert seit Ende Oktober.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Die rückläufigen Neuinfektionen haben inzwischen zu einer deutlichen Entspannung in den deutschen Krankenhäusern geführt. Gestern mussten noch 4.222 Corona-Patienten intensiv-medizinisch behandelt werden. Im Hochpunkt Anfang Januar waren es mehr als 5.700 (Grafik 3).
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Impfungen

  • Weltweit sind inzwischen mehr Menschen gegen Corona geimpft als sich bislang angesteckt haben. Allerdings haben viele davon erst eine von zwei erforderlichen Dosen erhalten.
  • In Israel, das weltweit die höchste Impfquote aufweist, können sich seit gestern alle über 16-Jährige impfen lassen. Doch laut einer Umfrage haben etwa 30% der Iraelis Bedenken, sich impfen zu lassen.

Wirtschaft

  • Die deutsche Bundesfamilienministerin Giffey skizziert, wie eine Öffnungsstrategie für Kitas und Schulen aussehen könnte. Diese müssten zu den ersten gehören, die öffneten. Eine stufenweise Öffnung müsse mit zwei Tests pro Woche für das gesamte pädagogische Personal in Kitas und Schulen einhergehen. Sobald Schnelltests für den Hausgebrauch zur Verfügung stünden, müssten auch die Schüler mit einbezogen werden.
  • Der Koalitionsausschuss hat für Familien einen Kinderbonus auch für 2021 beschlossen. Der Zuschlag auf das Kindergeld soll einmalig 150 Euro betragen. Außerdem wird die Mehrwertsteuer-Senkung für die Gastronomie verlängert. Für Speisen in Restaurtans und Cafés soll bis Ende 2022 weiter ein verringerter Mehrwertsteuersatz von 7% gelten; ursprünglich war dies bis Juni befristet gewesen. Und es gibt zusätzliche Steuerhilfen für Unternehmen: Durch den erweiterten Verlustrücktrag sollen diese Einbußen in der Steuererklärung umfangreicher als bisher mit Vorjahres-Gewinen verrechnen können. Vorgesehen ist eine Anhebung des Verlustrücktrags auf maximal 10 Mio Euro.
  • Die EU-Staats- und Regierungschefs treffen sich am 25. und 26. Februar zu einem Sondergipfel. Am ersten Tag steht der weitere Kampf gegen die Corona-Pandemie auf der Tagesordnung.
  • Was wären die drei wichtigsten Maßnahmen eines neuen Corona-Hilfspakets? In einer US-Umfrage haben 54% der Befragten eine weitere Einmalzahlung an die Amerikaner an die erste Stelle gesetzt, gefolgt von Hilfen für kleinere Unternehmen (42%) und Covid-Vakzinen und -Tests (41%).
  • Präsident Biden hat seine Forderung nach einer Einmalzahlung in Höhe von 1400 Dollar für jeden Bürger unterstrichen, zeigte sich aber offen, diese Schecks nur bis zu bestimmten Einkommensgrenzen auszuzahlen.
  • Chinas Pkw-Verkäufe stiegen im ersten Monat des Jahres 2021 um 25% gegenüber dem Vorjahr, was größtenteils auf eine extrem niedrige Ausgangsbasis zurückzuführen ist, da China im vergangenen Januar einen nationalen Lockdown verhängt hatte. Die Daten werden daher wohl noch für einige Monate verzerrt bleiben.
  • Ein Beamter der PBoC bestätigte, dass das Kreditwachstum in diesem Jahr in der Nähe des nominalen BIP-Wachstums liegen wird, das wahrscheinlich bei etwa 10 % liegt, gegenüber 13,3% im Jahr 2020. Dies spiegelt eine geldpolitische Normalisierung wider.

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