Top Charts

Corona-Virus Update 31. März 2021

In Deutschland breitet sich das Coronavirus aktuell vor allem unter jüngeren Menschen stark aus, bei denen das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs deutlich geringer ist als bei alten Menschen. Dies ist auch der Grund, warum die Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen bislang langsamer gestiegen ist als zu Beginn der zweiten Infektionswelle.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Infektionsgeschehen

  • Die dritte Infektionswelle in Deutschland ist gekennzeichnet durch einen deutlichen Anstieg der Inzidenz in den jüngeren Jahrgängen (Grafik 1). In den Altersgruppen 0-4, 5-9 und 10-14 Jahren haben sich in der 12. Kalenderwoche mehr als dreimal so viele Menschen mit dem Coronavirus infiziert als in der 6. Kalenderwoche. Bei den über 80-jährigen sind die Inzidenzwerte trotz eines leichten Anstiegs in der vergangenen Woche immer noch niedriger als vor sechs Wochen.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Das von 48 auf 38 Jahre gesunkene Durchschnittsalter der Neuinfizierten hat dazu geführt, dass der Anteil der schweren Krankheitsverläufe deutlich gesunken ist. Von den in der neunten Kalenderwoche infizierten Personen mussten nur noch 9% stationär behandelt werden, 1,3% verstarben (Grafik 2). Der Abwärtstrend dürfte sich bis zuletzt fortgesetzt haben, auch wenn die Werte für die 10. bis 12. Kalenderwoche wegen den zu erwartenden Nachmeldungen noch nach oben korrigiert werden sollten.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Dem sinkenden Anteil der hospitalisierten Corona-Infizierten ist es zu verdanken, dass die Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen bislang langsamer gestiegen ist als in der zweiten Welle. Gestern lag sie bei 3.573, ein Plus von knapp 14% gegenüber Vorwoche (Grafik 3).
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Der Trend bei den gemeldeten Neuinfektionen zeigt weiter nach oben. Gestern wurden 17.051 neue Fälle registriert, 1.238 mehr als am Dienstag vor einer Woche. Der 7-Tage-Durchschnitt stieg auf leicht auf 20,4 (Grafik 4).
  • Vor diesem Hintergrund werten wir den Rückgang der 7-Tage-Inzidenz – also der Summe der in den vergangenen sieben Tagen mit dem Coronavirus neu infizierten Personen – von 135,2 auf 132,3 je 100.000 Einwohner nur als ein Ausreißer.
  • Auch in Frankreich, wo in den letzten zwei Tage weniger Neuinfektionen gemeldet wurden als in der Vorwoche, kann noch nicht von einer Trendwende gesprochen werden. In Italien scheint es dagegen gelungen zu sein, den Anstieg der Neuinfektionen zu stoppen.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • In den USA steigt die Zahl der Neuinfektionen weiter leicht. Im Durchschnitt der vergangenen sieben Tagen wurden knapp 19 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner registriert, 2 mehr als vor einer Woche (Grafik 5).
  • Ein Hoffnungsschimmer gibt es in Brasilien, wo die Zahl der Neuinfektionen seit vier Tagen nicht mehr steigt.
  • In Israel und Großbritannien, wo bereits ein Großteil der Bevölkerung geimpft ist, werden nur noch wenige Neuinfektionen gemeldet.
  • Die USA, die EU und eine Reihe weiterer Länder haben sich unzufrieden mit der Mission der Weltgesundheitsorganisation gezeigt, die in China den Ursprüngen des Coronavirus nachgehen sollte. Diese wäre zu spät gekommen und hätte von den chinesischen Behörden keinen vollen Zugang zu Daten und Informationen bekommen. Die Kritiker forderten eine weitere unabhängige und transparente Untersuchung.

Impfungen

  • Nach einem Beschluss der Gesundheitsminister von Bund und Ländern sollen der Impfstoff von AstraZeneca nur noch Personen über 60 Jahren verabreicht werden. Bei jüngeren Menschen können Impfungen mit AstraZeneca für die Prioritätengruppen ein und zwei nach “sorgfältiger”, ärztlicher Beratung fortgesetzt werden. Dies soll nur noch in Hausarztpraxen geschehen. Wie es mit den AstraZeneca-Zweitimpfungen weiter geht, ist noch ungeklärt.
  • In Großbritannien weist nach einer Schätzung der britischen Statistikbehörde ONS inzwischen mehr als die Hälfte der Bevölkerung Antikörper gegen das Coronavirus auf. Antikörper im Blut eines Menschen sind ein Anzeichen darfür, dass die Person entweder eine Infektion durchgemacht oder geimpft wurde. Inzwischen sind in Großbritannen 45% der Bevölkerung mindestens einmal geimpft.

Wirtschaft

  • Das Leben bahnt sich seinen Weg. Trotz der gezogenen “Notbremse” und der Rücknahme der moderaten Lockerungen hat sich das öffentliche Leben in Deutschland bislang nicht sichtbar eingeschränkt. Laut der von Google erfassten Bewegungsdaten von Mobiltelefonen – und damit deren Besitzern – waren in den Tagen nach dem Beschluss zur Notbremse am 22. März sogar mehr Menschen in Einkaufszentren, Parks etc. unterwegs als davor. Grund ist die offenbar zeitverzögerte oder lasche Umsetzung der Beschlüsse in den Bundesländern. Nicht umsonst rügte Kanzlerin Merkel am Sonntag die Haltung der Bundesländer und mahnte zur raschen und konsequenten Umsetzung der Notbremse.

Start in die Dividendensaison

Auch in diesem Jahr ist im Frühjahr die Zeit für Hauptversammlungen und so können sich viele Aktionäre über Ausschüttungen freuen. Lesen Sie hier, was Anleger von der kommenden Dividendensaison erwarten können.