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Corona-Virus Update 31. Juli 2020 – Fokus Euroraum

Die Fallzahlen sind in einigen Euro-Ländern weiter gestiegen. Das zunehmende Risiko einer zweiten Welle lässt die Menschen vorsichtiger werden, was sich in einem nicht weiter gestiegenen Verbrauchervertrauen widerspiegelt. In den USA hat man sich noch nicht auf ein neues Hilfspaket geeinigt. In China deuten die Einkaufsmanagerindizes für Juli auf eine fortgesetzte Erholung in den kommenden Monaten.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Euroraum: Erholung im Einzelhandel wird langsamer

Laut Google-Auswertungen hat die Zahl der Kunden in Einzelhandelsgeschäften (ohne Lebensmittel) in Deutschland annähernd das Vor-Corona-Niveau erreicht (Grafik 1). Die Zahl der Kunden liegt aktuell etwa 3% unter dem Vorkrisenniveau. In Frankreich und Italien stagniert die Erholung der Kundenzahlen aktuell. Das Sorgenkind im Euroraum bleibt Spanien. Hier sank die Kundenzahl in Einzelhandelsgeschäften zuletzt sogar und liegt nun 19% unter dem Vor-Corona-Niveau.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Konsumenten werden wieder vorsichtiger

Die Erholung des Konsumentenvertrauens scheint ins Stocken geraten zu sein (Grafik 2). In Spanien blieb im Juli der entsprechende Index unverändert, in Deutschland und Frankreich legte das Verbrauchervertrauen nur wenig zu, in Italien fiel es sogar deutlich. Offenbar macht sich angesichts des Risikos einer zweiten Ansteckungswelle Verunsicherung breit.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Euroraum: Beschäftigungsaussichten verbessern sich

Hingegen verbesserten sich im Juli die Beschäftigungsaussichten (Grafik 3). Dies zeigen die entsprechenden Unterkomponenten der Einkaufsmanagerindizes für den Euroraum. Der Index für den Dienstleistungsbereich liegt mittlerweile nur noch knapp unter seinem langfristigen Durchschnitt. Die Aussichten auf dem Arbeitsmarkt haben sich im verarbeitenden Gewerbe nur marginal verbessert. Für den Bausektor steht noch kein Juli-Wert zur Verfügung. Dieser hatte aber bereits im Juni sein langfristiges Mittel erreicht.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Weltweite Neuinfektionen

  • Der Kampf gegen die Corona-Pandemie dauert an. In Brasilien wurde gestern mit 69.074 Neuinfektionen der höchste Wert seit Beginn der Pandemie verzeichnet (Grafik 4). In den USA liegt die Infektionsrate – durchschnittliche Neuinfektionen in den vergangenen 7 Tagen je 100.000 Einwohner – dagegen konstant bei circa 20 und scheint für den Moment nicht weiter anzusteigen.
  • In Russland nehmen die Neuinfektionen weiter kontinuierlich ab. In Indien breitet sich das Virus dagegen weiter rasant aus und auch in Japan sind die Fallzahlen in den letzten Tagen stark gestiegen.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • In der EU wächst die Angst vor einer zweiten Infektionswelle. Vor allem in Spanien steigen die Neuinfektionen seit Anfang Juli stark an (Grafik 5). Aber auch in Frankreich ist ein starker Anstieg der täglichen Neuinfektionen zu beobachten. Gestern infizierten sich dort 1.377 Menschen mit dem Virus. Aber auch in Deutschland steigen die Neuinfektionen an und schüren die Angst vor einer zweiten Welle.

USA: Noch keine Einigung auf neues Hilfspaket

  • Das nächste Corona-Hilfspaket stößt im Kongress auf größere Widerstände. Gestern haben die Demokraten eine von den Republikanern angebotene kurzfristige Überbrückung abgelehnt, welche die heute auslaufenden zusätzliche Arbeitslosenhilfe in abgespeckter Form um eine Woche verlängert hätte.
  • Sollte sich der Gesetzgeber nicht einigen, droht Millionen Amerikanern erhebliche finanzielle Einbußen. Dies könnte den privaten Verbrauch unter Druck bringen, der bislang durch die staatlichen Transferzahlungen stabilisiert wurde.

China: Einkaufsmanagerindex für die Industrie besser als erwartet

  • Der offizielle Einkaufsmanagerindex (PMI) für das verarbeitende Gewerbe ist im Juli etwas stärker als erwartet auf 51,1 Punkte gestiegen (Konsens: 50,8; Juni: 50,9). Damit setzt der Industriesektor seine gute Entwicklung fort. Gleichzeitig fiel der PMI für den Dienstleistungssektor etwas niedriger aus als erwartet und lag im Juli mit 54,2 (Konsens: 54,5) immer noch deutlich im Expansionsbereich.
  • China meldete den zweiten Tag in Folge mehr als 100 lokale Covid-19-Fälle. Hongkongs lokale Covid-19-Fälle haben an acht Tagen in Folge den dreistelligen Bereich erreicht.