Top Charts

Corona-Virus Update 3. August 2020

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Weltweite Neuinfektionen

  • In der EU herrscht weiterhin Angst vor einer zweiten Corona-Welle; vor allem in Spanien steigen die Fallzahlen stark. Deutschlands Wirtschaftsminister fordert härtere Strafen bei Verstößen gegen Anti-Corona Maßnahmen. In China ist der Einkaufsmanagerindex für die Industrie auf ein 9-Jahreshoch geklettert. In den USA gab es eine Annäherung bei den Verhandlungen über ein neues Hilfspaket. Eine Lösung ist aber wohl noch nicht in Sicht.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • In der EU herrscht weiterhin die Angst vor einer zweiten Virus-Welle. Vor allem in Spanien steigen die Fälle weiterhin stark an (Grafik 2). Über das Wochenende wurden allerdings noch keine neuen Fallzahlen veröffentlicht. Aber auch in Deutschland, Frankreich und Italien sind die Infektionsraten in den letzten Tagen gestiegen. In Deutschland zum Beispiel wurden in der letzten Woche durchschnittlich knapp 700 Neuinfektionen gemeldet.

Deutschlands Wirtschaftsminister fordert härtere Strafen für Fehlverhalten

Deutschland ist bisher vergleichsweise glimpflich durch die Corona-Pandemie gekommen. Allerdings nehmen die Neuinfektionen seit Kurzem wieder stetig zu. Angesichts einer drohenden zweiten Infektionswelle fordert Bundeswirtschaftsminister Altmaier härtere Strafen bei Verstößen gegen die Corona-Regeln. Wer andere absichtlich gefährde, müsse mit Konsequenzen rechnen. Laut Altmaier sei für den neuerlichen Anstieg der Infektionszahlen das achtlose und unverantwortliche Fehlverhalten einer kleinen Zahl von Menschen verantwortlich. Dies müsse wirksamer als bisher unterbunden und geahndet werden: Das schließe Bußgelder und Strafen mit ein, wenn es sich um Vorsatz oder grobe Fahrlässigkeit handelt. Ein neuerlicher Anstieg der Infektionen dürfe den gerade beginnenden Aufschwung nicht gefährden.

USA – Noch keine Einigung über weiteres Hilfspaket

  • Am Freitag ist die Aufstockung des Arbeitslosengeldes um 600 $ pro Woche ausgelaufen. Bei den Verhandlungen zwischen Republikanern und Demokraten über ein neues Hilfspaket, dass eine Verlängerung des Zuschusses – ggf. in modifizierter Form – enthalten würde, hat es wohl Annäherungen gegeben. Von einem Durchbruch ist man aber noch weit entfernt. Ohne die zusätzlichen Transferzahlungen droht ein Rückschlag beim privaten Konsum.
  • Der Präsident der Minneapolis Fed, Neel Kashkari, hat einen erneuten “richtig harten” Lockdown für vier bis sechs Wochen vorgeschlagen, um die Pandemie unter Kontrolle zu bringen.
  • Der Softwarekonzern Microsoft verhandelt mit der chinesischen Muttergesellschaft der populären Videoplattform TikTok über den Kauf des US-Geschäfts von TikTok. Die US-Regierung hatte damit gedroht, wegen Sicherheitsbedenken TikTok in den USA zu verbieten.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

China: Caixin-Einkaufsmanagerindex hat sich stark erholt

  • Der von der privaten Firma Caixin erhobene Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerber verbesserte sich im Juli von 51,2 auf 52,8 und erreichte damit den höchsten Stand seit 2011 (Grafik 3). Dies deutet darauf, dass auch der Privatsektor den Absturz durch Covid gut aufholt.
  • Südkoreas Exporte sanken im Juli um 7,0% gegenüber dem Vorjahr und fielen damit besser aus als erwartet. Nach Ländern betrachtet, stiegen die Auslieferungen in die USA zum ersten Mal seit dem Ausbruch des Coronavirus um 7,7%. Die Lieferungen nach China stiegen im Juli im zweiten Monat in Folge um 2,5% gegenüber dem Vorjahr. Das Wachstum wurde von petrochemischen Produkten und Stahl angeführt, da die chinesischen Fabriken nach und nach ihren Betrieb wieder aufnahmen.