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Corona-Virus Update 29. März 2021

In Frankreich und Deutschland sind die Infektionszahlen über das Wochenende weiter deutlich gestiegen. Auch in den USA breitet sich das Coronavirus regional wieder stärker aus.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Infektionsgeschehen

  • In Deutschland sind die Infektionszahlen über das Wochenende weiter stark gestiegen. Die 7-Tage-Inzidenz kletterte gestern auf 134,4 je 100.000 Einwohner, ein Plus von 27 gegenüber Sonntag vor einer Woche (Grafik 1).
  • Am Sonntag wurden 9.872 Neuinfektionen registriert, 2.163 mehr als vor einer Woche.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Auch die Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen ist weiter auf 3.457 gestiegen, ein Plus von 401 gegenüber Vorwoche (Grafik 2).
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Weiter verschlechtert hat sich auch die Lage in Frankreich, wo im Durchschnitt der vergangenen sieben Tagen mehr als 55 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner gemeldet wurden, 11 mehr als vor einer Woche.
  • In Italien scheint es dagegen gelungen zu sein, den Anstieg der Neuinfektionen zu stoppen. Seit zwei Wochen pendelt der 7-Tage-Durchschnitt um 37 je 100.000 Einwohner.
  • Weiter stark rückläufig ist die Zahl der Neuinfektionen in Tschechien, wo es gelungen ist, die dritte Infektionswelle zu brechen.
  • In Spanien und Portugal ist die Pandemie derzeit weitgehend unter Kontrolle.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Positive Nachrichten kommen weiterhin aus Israel, wo sich in der Bevölkerung eine Herdenimmunität ausgebildet hat. Trotz der Lockerung der Corona-Beschränkungen für Geimpfte ist die Zahl der Neuinfektionen weiter stark rückläufig (Grafik 4).
  • Auch in Großbritannien ist es gelungen, dass Infektionsgeschehen auf ein niedriges Niveau zu drücken. Ab heute dürften sich in England wieder zwei Haushalte oder bis zu sechs Menschen im Freien treffen. Die “Stay at home”-Order wird aufgehoben.
  • Weiter deutlich verschlechtert hat sich die Situation in Brasilien, wo die Infektionszahlen weiter steigen.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • In den USA melden einige Regionen wieder merklich ansteigende Fallzahlen. So ist der 7-Tagesdurchschnitt neuer Fälle in New York City in kurzer Zeit von 35 auf über 60 je 100 Tsd Einwohner angestiegen. Der Bundesstaat Michigan verzeichnet einen Anstieg von 10 Fällen Mitte Februar auf zuletzt knapp 50 (Grafik 5).

Impfungen

  • In Deutschland haben Stand Freitag 3,8 Mio. Menschen den vollen Impfschutz erhalten, das entspricht 4,5% der Bevölkerung. 10,3 % wurden mindestens einmal geimpft. Deutlich weiter fortgeschritten ist der Impfprozess in Großbritannien, wo inzwischen 44% der Bevölkerung mindestens einmal geimpft wurden. In den USA liegt die Quote bei 27%.

Wirtschaft

  • Das öffentliche und wirtschaftliche Leben in Deutschland wird wieder eingefroren. Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder haben am 22. März die “Notbremse” gezogen und die bisherigen vorsichtigen Lockerungen zurückgenommen. Damit könnten die Besucherzahlen in Einkaufszentren, Freizeitparks, etc. auf Niveaus von Mitte Februar zurückfallen, als etwa 60% weniger Besucher gezählt wurden als zu normalen Zeiten. Schon die vorsichtigen Lockerungen seit Mitte Februar haben die Kunden- und Besucherzahlen spürbar steigen lassen (etwa -40%). Diesen “Gewinn” an Lebensqualität drohen wir jetzt wieder zu verlieren.
  • Kanzlerin Merkel hat gestern in einem TV-Interview deutlich gemacht, wie wichtig ihr die “Notbremse” ist. Sämtliche Lockerungen müssten zurückgenommen werden, dazu brauche es Ausgangsbeschränkungen und weitere Kontaktbeschränkungen. Es müsse verpflichtende Tests in den Schulen und für alle Arbeitnehmer geben, die nicht im Home-Office arbeiten. Dies müsse in allen Bundesländern mit großer Ernsthaftigkeit und rasch umgesetzt werden. Wenn das nicht passiere, wolle sie die entsprechenden Regeln auf der Bundesebene durchsetzen, beispielsweise durch eine weitere Änderung des Infektionsschutzgesetzes. Bayerns Ministerpräsident Söder unterstützte in einem anschließenden Interview die Drohung der Kanzlerin gegen die Länder. Auch Gesundheitsminister Spahn sowie der RKI-Präsident Wieler und der Präsident der Intensivmedizinergesellschaft Karagiannidis sehen keine Alternative zu einem harten Lockdown.
  • Indes sind zum Beginn der Osterferien am Wochenende rund 130 Ferienflieger von Deutschland nach Mallorca aufgebrochen und haben Tausende Urlauber auf die Baleareninsel gebracht. Die Bundesregierung hatte die Balearen und andere beliebte Urlaubsregionen in Europa Mitte März von der Liste der Risikogebiete genommen, was viele als Urlaubseinladung verstanden. Ab Dienstag muss allerdings jeder aus dem Ausland einreisende Passagiereinen negativen Corona-Test vorweisen.

Technologiewerte im Fokus

Seit dem Corona-Crash 2020 haben sich die Aktienmärkte oft mehr als erholt. Dabei sticht vor allem der Tech-Sektor mit seiner Performance hervor. Hier erfahren Sie, was die Branche antreibt und welche Einzelwerte Sie sich einmal genauer ansehen sollten.