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Corona-Virus Update 29. April 2021

In Deutschland scheint die dritte Infektionswelle den Hochpunkt erreicht zu haben. Das inzwischen hohe Impftempo und eine saisonal bedingt langsamer Ausbreitung des Virus im Frühjahr machen Hoffnung auf deutlich rückläufige Infektionszahlen in den kommenden Wochen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Infektionsgeschehen

  • Die Zahl der in deutschen Krankenhäusern intensiv-medizinisch behandelten Corona-Patienten ist gestern auf 5.047 gesunken (Grafik 1). Es war der zweite Rückgang in Folge. Gegenüber Vorwoche steht noch ein leichtes Plus von 1,2% zu Buche.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Die gemeldeten Neuinfektionen sind in den vergangenen sieben Tagen gegenüber den sieben Tagen zuvor gesunken (Grafik 2). Gestern wurden 24.736 Neuinfektionen gemeldet, 4.782 weniger als am Mittwoch vor einer Woche. Die 7-Tage-Inzidenz fiel auf 154,9.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Der Anstieg der in der vergangenen Woche gemeldeten neu an Corona erkrankten Personen um 8,5% ist vor allem auf den weiter gestiegenen Testumfang zurückzuführen. So wurden in der 16. Kalenderwoche 7,4% mehr PCR-Tests durchgeführt als eine Woche zuvor. Der Anteil der positiven Tests lag unverändert bei 12,5%. Dies bedeutet, dass bei einem unveränderten Testumfang, die absolute Zahl an positiven Test nicht gestiegen wäre (Grafik 3).
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Auch in den Nachbarländern scheint die jüngste Infektionswelle den Hochpunkt überschritten zu haben. Selbst in den Niederlanden sank der 7-Tage-Durchschnitt bei den Neuinfektionen in den vergangenen vier Tagen (Grafik 4).
  • In Indien steigt die Zahl der registrierten Neuinfektionen weiter (Grafik 5). Aber das Tempo hat sich merklich verlangsamt. In der vergangenen sieben Tagen wurden im Durchschnitt mehr als 25 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner gemeldet, ein Plus von 14% gegenüber Vorwoche. In den sieben Tagen zuvor betrug die wöchentliche Zuwachsrate noch 19%. Ob der langsamere Anstieg auf weniger Tests zurückzuführen, ist unklar.
  • In den USA ist die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen im Durchschnitt der vergangenen sieben Tagen mit 16,4 auf den Tiefpunkt von Mitte März gefallen. Die Fallzahlen sind in mehr als der Hälfte der Bundesstaaten in den letzten beiden Wochen gefallen, teilweise deutlich. Sogar Michigan, das von der jüngsten Welle der Pandemie hart getroffen war, meldet merklich rückläufige Infektionszahlen.
  • Auch in Brasilien zeigt die Infektionskurve weiter nach unten.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Impfungen

  • Die EU-Länderholen beim Impfen weiter auf. In Deutschland haben inzwischen 24,7% der Bevölkerung mindestens eine Impfdose erhalten, 7,4% besitzen den vollen Impfschutz.
  • In den USA geht das Tempo der Impfungen weiter zurück. Zuletzt wurden durchschnittlich knapp 2,7 Millionen Impfungen pro Tag verabreicht. Dies ist seit Mitte April ein Rückgang von gut einem Fünftel. 54,5% der Bevölkerung über 18 Jahren hat bereits mindestens eine Impfung erhalten (42% der Gesamtbevölkerung). Den Rest von Impfungen zu überzeugen ist offenkundig schwieriger, hier zeigt sich vielfach eine beträchtliche Zurückhaltung. Die weitere Impfkampagne ist damit keine Frage mehr des ausreichenden Angebots von Impfstoffen, sondern eine der Nachfrage nach Impfungen.

Wirtschaft

  • In den USA werden heute die Daten zum Bruttoinlandsprodukt im ersten Quartal veröffentlicht. Es ist mit einem deutlichen Wirtschaftswachstum zu rechnen. Wir erwarten eine Wachstumsrate von 5,3% (gegenüber Vorquartal, auf Jahresrate hochgerechnet), der Marktkonsens ist noch optimistischer. Die US-Wirtschaft erholt sich offenbar rasch von der Krise. Die morgen anstehenden europäischen BIP-Daten dürften dagegen anzeigen, dass Europa hinterherhinkt, wir erwarten ein Minus.

Start in die Dividendensaison

Auch in diesem Jahr ist im Frühjahr die Zeit für Hauptversammlungen und so können sich viele Aktionäre über Ausschüttungen freuen. Lesen Sie hier, was Anleger von der kommenden Dividendensaison erwarten können.