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Corona-Virus Update 28. Januar 2021

In Großbritannien sinken die Infektionszahlen weiter deutlich. Die EU-Kommission und AstraZeneca streiten weiter über die Impfstofflieferungen. Die deutsche Bundesregierung plant laut Medienberichten ein Einreiseverbot aus Ländern mit einer hohen Verbreitung von mutierten Corona-Viren.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Infektionsgeschehen

  • In Großbritannien wurden auch gestern im Vergleich zur Vorwoche deutlich weniger Neuinfektionen registriert. Der 7-Tage Durchschnitt je 100.000 Einwohner fiel auf 48, 17 weniger als vor einer Woche (Grafik 1). Auch in den USA zeigt die Infektionskurve weiter nach unten.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • In den meisten EU-Ländern sind die Infektionszahlen weiter leicht rückläufig (Grafik 4). Frankreich dagegen gelingt es noch immer nicht, die Zahl der Neuinfektionen zu verringern. Der 7-Tage Durchschnitt je 100.000 Einwohner pendelt seit vier Tagen um 30.
  • In Deutschland hat das RKI für gestern noch keine Zahlen gemeldet.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • In den deutschen Krankenhäusern ist die Zahl der intensiv-medizinisch behandelten Corona-Patienten weiter rückläufig. Gestern lag sie bei 4.501, ein Minus von 335 gegenüber Vorwoche (Grafik 3).
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Impfungen

  • Die EU besteht im Streit mit dem Pharma-Unternehmen AstraZeneca darauf, dass auch in Großbritannien produzierter Impfstoff in die EU geliefert wird. AstraZeneca hatte vergangene Woche bekannt gegeben, der EU wegen Produktionsproblemen in einem Werk in Belgien zunächst deutlich weniger Impfstoff liefern zu können als zugesagt. Ein Gespräch zwischen der EU und AstraZeneca brachte gestern abend noch keine Lösung.
  • Die italienische Regierung investiert 81 Mio Euro in die Produktion eines eigenen Impfstoffs. Sie beteiligt sich an dem Unternehmen Reithera, das derzeit an einem Impfstoff forscht.
  • In Israel und Großbritannien kommen die Impfungen weiterhin zügig voran (Grafik 4)
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Wirtschaft

  • Die deutsche Bundesregierung plant laut Medienberichten ein Einreiseverbot aus Ländern mit einer hohen Verbreitung von mutierten Corona-Viren. Eine Vorlage für eine entsprechende Verordnung werde derzeit zwischen den Ressorts abgestimmt. Offenbar geht es konkret um Einreisesperren für Flüge aus Ländern wie Großbritannien, Südafrika, Brasilien und Portugal. Diese Maßnahme könnte bereits nächste Woche umgesetzt werden.
  • Dies wird den Luftverkehr zusätzlich belasten. Im vergangenen Jahr wurden bundesweit 63 Mio. Fluggäste gezahlt. Das ist nur ein Viertel des Vorjahres.
  • Die Bundesregierung erwartet für 2021 nur noch ein Wirtschaftswachstum von 3,0% (bislang: 4,4%).
  • Am US-Aktienmarkt kam es gestern zu deutlichen Verlusten und dem stärksten Kursrückgang seit Oktober. Dahinter stehen Sorgen um Probleme bei der Versorgung mit Impfstoffen. Die weltweit verstärkt auftretenden Mutationen des Corona-Virus erhöhen gleichzeitig die Risiken, die mit Verzögerungen bei den Impfungen verbunden sind.
  • Auf der Pressekonferenz nach der gestrigen Sitzung der US-Notenbank hat Fed-Chef Powell die aktuellen Probleme der Wirtschaft thematisiert und unterstrichen, dass die Fed bis auf weiteres an ihrem aktuell expansiven Kurs festhalten werde. Insgesamt geht die Fed aber davon aus, dass die gegenwärtige Schwächephase der Wirtschaft nur ein temporäres Phänomen ist.
  • Chinas Chunyun, eine Reisezeit mit hoher Verkehrsbelastung um die Zeit des chinesischen Neujahrs, beginnt ab heute. Die Regierung erwartet, dass das gesamte Passagieraufkommen in diesem Jahr nur 60% des normalen Niveaus betragen wird (Grafik 5). Verschiedene lokale Regierungen haben aufgrund von Virenbedenken strenge Auflagen für die Reisenden festgelegt.
  • Chinas Pkw-Verkäufe gingen im Zeitraum vom 1. bis 24. Januar um 4% gegenüber dem Vorjahr zurück. In der dritten Woche stieg das Verkaufsvolumen um mehr als 30%, was vor allem auf eine extrem niedrige Basis zurückzuführen ist, da China am 23. Januar letzten Jahres die Abriegelung von Wuhan bekannt gab. Vor allem in den ersten beiden Wochen dieses Jahres waren die Verkäufe schleppend.

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