Top Charts

Corona-Virus Update 28. April 2021

Viele EU-Länder haben damit begonnen, die Corona-Beschränkungen zu lockern. In Deutschland steigt die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen nicht mehr. Hier dürfte es für vollständig geimpfte Personen schon bald spürbare Erleichterungen geben.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Infektionsgeschehen

  • Die Zahl der in deutschen Krankenhäusern intensiv-medizinisch behandelten Corona-Patienten ist gestern wieder auf 5.063 gesunken (Grafik 1). Gegenüber Vorwoche steht noch ein Plus von 2% zu Buche.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Die gemeldeten Neuinfektionen sind in den vergangenen sieben Tagen gegenüber den sieben Tagen zuvor nicht weiter gestiegen (Grafik 2; der Wert für den 28. April liegt auf der Nulllinie). Gestern wurden 22.231 Neuinfektionen gemeldet, 2.653 weniger als am Dienstag vor einer Woche.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Aktuell breitet sich das Coronavirus unter jüngeren Menschen am stärksten aus. In der Altersgruppe 15 bis unter 20 Jahren haben sich in der vergangenen Woche von 100.000 Menschen 260 mit dem Coronavirus infiziert (Grafik 3). In der Altersgruppe 20 bis unter 25 Jahren liegt der Inzidenzwert bei 243. Belastet wird das Gesundheitssystem aber vor allem durch den starken Anstieg der Neuinfizierten im Alter zwischen 35 und 59 Jahren. Die Zahl der stationär aufgenommen Corona-Erkranken in dieser Altersgruppe hat sich von knapp 1.000 in der 9. Kalenderwoche auf mehr als 1.800 in der 14. Kalenderwoche fast verdoppelt. Aber auch in der Altersgruppe 60 bis 79 Jahren mussten rund 500 Corona-Erkrankte mehr stationär behandelt werden.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • In Polen und Tschechien sind die gemeldeten Neuinfektionen im April deutlich gesunken (Grafik 4).
  • In den Niederlanden ist das Infektionsgeschehen weiterhin vergleichsweise hoch. Dennoch hat die Regierung angekündigt, die Corona-Beschränkungen zu lockern. In Österreich haben ab Montag in allen Bundesländern die Geschäfte und viele Dienstleister wieder geöffnet.
  • In Portugal, wo nur noch wenige Neuinfektionen registriert werden, endet am Freitrag der Corona-Notstand. Die Regierung kann zwar immer noch Beschränkungen verhängen. Sie sind jedoch begrenzt und müssen begründet werden.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • In Indien steigt die Zahl der gemeldeten Neuinfektion weiter (Grafik 5). Das Tempo hat sich aber merklich verlangsamt. In der vergangenen sieben Tagen wurden im Durchschnitt mehr als 24 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner gemeldet, ein Plus von 16% gegenüber Vorwoche. Ob der langsamere Anstieg auf weniger Tests zurückzuführen, ist unklar. Ein Mangel an medizinischem Sauerstoff erschwert weiterhin die Versorgung der Corona-Patienten in den Krankenhäusern.
  • In den USA und Brasilien zeigt die Infektionskurve weiter nach unten.

Impfungen

  • Die EU-Länder holen beim Impfen weiter auf. In Deutschland haben inzwischen 23,9% der Bevölkerung mindestens eine Impfdose erhalten, 7,3% besitzen den vollen Impfschutz.
  • Die USA erhalten weiterhin deutlich mehr Impfdosen als sie verabreichen. Insgesamt wurden von den Vakzinen von Pfizer/BioNTech, Moderna und Johnson & Johnson bisher knapp 298 Millionen Impfdosen ausgeliefert. Davon wurden bisher rund 232 Millionen verabreicht. Zu den noch nicht verabreichten Beständen von 65 Millionen Dosen bei diesen drei Vakzinen kommen noch Lagerbestände von bislang 10 Millionen Impfdosen von Astra-Zeneca, die in den nächsten Monaten auf 60 Millionen steigen könnten. Letztere will die US-Regierung für andere Länder freigeben.

Wirtschaft

In Deutschland könnten im Mai de facto bundesweit erhebliche Erleichterungen gelten. Das soziale Leben und weite Bereiche der Wirtschaft könnten sich spürbar entfalten:

  • Zwar lässt sich die Bundesregierung dahingehend Zeit. Diese will kommende Woche einen Vorschlag über Erleichterungen bei den Corona-Maßnahmen für Geimpfte und Genesene vorlegen. Die dazugehörige Verordnung könnte am 28. Mai vom Bunderat beschlossen werden. Der FDP geht das zu langsam und hat bereits Verfassungsbeschwerde eingelegt, die sich insbesondere gegen die Ausgangssperre richtet. Mittlerweile sind 111 Verfahren beim Verfassungsgericht eingegangen.
  • Aber unterdessen preschen in puncto Erleichterungen für vollständig Geimpfte und Genesene die Bundesländer vor. In Hessen, Bayern und Thüringen sollen diese Personengruppen von der Testpflicht befreit werden – bereits vor der oben genannten Verordnung des Bundes. Die Länder wollen in neuen Landesverordnungen verankern, dass Geimpfte und Genesene mit negativ Getesteten gleich gestellt werden. In Berlin gilt diese Regelung bereits. Dies bedeutet beispielsweise, dass Personen mit vollständigem Impfschutz etwa bei einem Friseurbesuch nicht länger einen negativen Corona-Test vorweisen müssen.
  • Die US-Seuchenschutzbehörde CDC hat die Richtlinien für das Maskentragen für geimpfte Amerikaner deutlich erleichtert. Diese brauchen außer bei größeren Menschenansammlungen im Freien keine Masken mehr zu tragen. Zahlreiche Bundesstaaten haben daraufhin ihre jeweiligen Anordnungen unverzüglich überarbeitet. Ein Extremfall ist Tenneessee, wo es nach Ansicht des Gouverneurs wieder an der Zeit ist, zu feiern oder Versammlungen abzuhalten, ohne dass die Teilnehmeranzahl beschränkt werden sollte.

Start in die Dividendensaison

Auch in diesem Jahr ist im Frühjahr die Zeit für Hauptversammlungen und so können sich viele Aktionäre über Ausschüttungen freuen. Lesen Sie hier, was Anleger von der kommenden Dividendensaison erwarten können.