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Corona-Virus Update 27. Oktober 2020

In der EU haben die meisten Länder die Kontrolle über das Coronavirus verloren. Die Krankenhäuser melden einen besorgniserregenden Anstieg der Corona-Patienten. Vor diesem Hintergrund dürften die Corona-Beschränkungen in den nächsten Tagen weiter verschärft werden, was den wirtschaftlichen Ausblick weiter eintrübt.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Infektionsgeschehen

  • In den USA hat die Infektionsrate – also die Neuninfektionen je 100.000 Einwohner im Durchschnitt der letzten sieben Tage – mit 21 einen neuen Hochstand erreicht (Grafik 1).
  • In Brasilien und Indien lässt das Infektionsgeschehen dagegen weiter nach.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • In Europa spitzt sich die Lage weiter zu. Dies gilt insbesondere für Tschechien und Belgien, wo in den letzten sieben Tagen im Durchschnitt mehr als 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner gemeldet wurden (Grafik 2). Mit anderen Worten: In weniger als 10 Tagen haben sich in diesen Ländern 1% der Bevölkerung nachweislich mit dem Coronavirus infiziert. Die tatsächliche Zahl dürfte noch deutlich höher liegen.
  • In Frankreich, den Niederlanden und der Schweiz liegt die Infektionsrate inzwischen über 50. Die niedrigsten Werte weisen derzeit Schweden, Dänemark und Deutschand auf.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Krankenhäuser melden immer mehr Corona-Patienten

  • Gestern wurden in deutschen Krankenhäusern 1362 Corona-Patienten intensiv-medizinisch behandeltet (Grafik 3). Damit hat sich deren Zahl in nur zehn Tagen verdoppelt. Hält dieses Tempo an, wird bereits in zwei Wochen der Höchststand vom April erreicht werden.
  • Auch in Frankreich werden immer mehr Corona-Patienten in die Kränkenhäuser eingeliefert. Gestern waren es allein 1.307. Insgesamt befinden sich 17.784 Erkrankte in stationärer Behandlungen. Im Hochpunkt im April waren es 32.292.

Wirtschaft

  • Die Aktienmärkte haben gestern auf breiter Front an Boden verloren. Die Sorgen vor neuerlichen Lockdowns und den damit verbundenen wirtschaftlichen Schäden wächst. Zudem haben die Märkte die Hoffnung aufgegeben, dass kurzfristig ein weiteres US-Konjunkturpaket verabschiedet wird.
  • China: Der Gewinnzuwachs in der Industrie hat sich im September auf 10,1% verlangsamt, nach 19,1 % im Vormonat. Dies spiegelt auch ein verringertes Wachstumstempo der Wirtschaft wider.