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Corona-Virus Update 26. Februar 2021

In der EU breitet sich das Coronavirus wieder stärker aus. In Großbritannien hat sich die Lage entspannt. Hier wurde die Corona-Warnstufe von 5 auf 4 gesenkt. Die USA drücken bei den Impfungen weiter aufs Tempo.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Infektionsgeschehen

  • In Großbritannien wurde die Corona-Warnstufe von der höchsten Stufe 5 auf 4 gesenkt. Die Gefahr eines Kollapses im Gesundheitssystem innerhalb von Wochen sei nicht mehr gegeben. Auch gestern wurden weniger Neuinfektionen gemeldet als vor einer Woche. Der 7-Tage Durchschnitt je 100.000 Einwohner sank auf unter 16 (Grafik 1).
  • In den USA ist der Rückgang bei den Neuinfektionen ins Stocken geraten. Seit fünf Tagen pendelt der 7-Tage Durchschnitt um 20.
  • In Israel, wo inzwischen mehr als die Hälfte der Bevölkerung mindestens einmal geimpft wurde, zeigt die Infektionskurve weiter nach unten. Aber auch hier hat sich in den letzten Tagen das Tempo des Rückgangs verlangsamt.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • In der EU scheint sich die Lage wieder zu verschlechtern. In Tschechien, das derzeit besonders hart von der Pandemie getroffen ist, steigt die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen weiter rasant an. Im Durchschnitt der vergangenen sieben Tage wurden mehr als 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner gemeldet (Grafik 2).
  • Auch in Frankreich werden wieder mehr Neuinfektionen registriert. Der 7-Tage Durchschnitt je 100.000 Einwohner stieg innerhalb einer Woche von 27 auf über 31. Inzwischen gehen die Hälfe der Neuinfektionen auf die britische Mutation des Virus zurück. Es drohen weitere Einschränkungen, wie striktere Ausgangsbeschränkungen oder eine schärfere Kontrolle der Maskenpflicht und des Versammlungsverbots.
  • In Italien ist die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen in den letzten sechs Tagen ebenfalls wieder deutlich gestiegen. Der 7-Tage Durchschnitt kletterte von gut 19 auf 23.
  • In Spanien und Portugal zeigt die Infektionskurve dagegen weiter nach unten.
  • In Deutschland wurden gestern, 9.997 Neuinfektion gemeldet, 884 mehr als am Donnerstag vor einer Woche. Der 7-Tage Durchschnitt je 100.000 Einwohner stieg weiter leicht auf 9,5.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Auch die 7-Tage Inzidenz – also die Summe der in den letzten sieben Tagen an Corona erkrankten Personen – kletterte weiter von 61,7 auf 62,6 (Grafik 3).
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Der Rückgang der in deutschen Krankenhäusern intensiv-medizinisch behandelten Corona-Patienten hat sich weiter verlangsamt. Gestern waren es noch 2.898, ein Minus von knapp 9% gegenüber Vorwoche (Grafik 4).
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Impfungen

  • Der deutsche Impfstoffhersteller CureVac erwartet bis Anfang Juni die Zulassung seines Impfstoffs in der EU, der auch gegen die britische und südafrikanische Mutation des Virus hilft.
  • In den USA hat sich das Tempo der Impfungen wieder beschleunigt, nachdem die winterlichen Wetterverhältnisse in weiten Teilen des Landes zuvor für eine merkliche Verlangsamung gesorgt hatten. Im Tagesdurchschnitt werden jetzt rund 1,5 Millionen Impfdosen verabreicht, vor dem Wintereinbruch waren es bis zu 1,7 Millionen. Inzwischen sind 13,5% der Bevölkerung mindestens einmal geimpft (Grafik 5).

Wirtschaft

  • In den USA haben Bemühungen der Demokraten, die massive Erhöhung des Mindestlohns auf 15 Dollar je Stund im Rahmen eines beschleunigten Gesetzgebungsverfahrens durchzusetzen, einen schweren Rückschlag erlitten. Die “Parlamentarierin” des Senats, die Schiedrichterin der Regeleinhaltungen in dieser Kammer, hat geurteilt, dass die Anhebung nicht den dafür nötigen Voraussetzungen entspricht. Die meisten der übrigen Posten des 1,9 Billionen Dollar schweren Gesetzgebungspakets sind von dieser Entscheidung nicht betroffen und können weiterhin von den Demokraten alleine beschlossen werden.
  • In Deutschland hat Baden-Württembergs Ministerpräsident Kretschmann für den Corona-Gipfel am nächsten Mittwoch einen Vorschlag für eine Schnelltest-Strategie erarbeitet. Laut Kretschmann müsse es mit Schnelltests möglich werden, insbesondere Branchen, die trotz massiver staatlicher Hilfe vor der Insolvenz stünden, eine schrittweise Öffnung in den nächsten Wochen zu ermöglichen. Eine “testbasierte Öffnung” von Geschäften könne möglich sein, wenn die Betreiber garantieren könnten, nur Kunden mit negativen Testergebnisse einzulassen. Die Grundlage müsse immer ein zertifizierter und aktueller Test sein.
  • Das Robert-Koch-Institut (RKI) ist zu der Auffassung gelangt, dass Schüler nicht zu den Treibern der Pandemie zählen. Dazu hat das RKI Meldedaten und Studien analysiert und die Ergebnisse in einer Studieveröffentlicht. Demnach legen die Daten nahe, dass Schüler als “Motor” eher keine “größere Rolle spielen”, dass es aber auch bei ihnen zu Übertragungen komme und Ausbrüche verhindert werden müssten. Lehrkräfte spielten hingegen “eine vielleicht wichtigere Rolle”.
  • Die EU hat sich dafür ausgesprochen, dass mit Impfzertifikaten Geimpfte frei reisen können sollen. Einzelne Länder wie Griechenland und Zypern, deren Wirtschaft stark vom Tourismus abhängt, waren vorgeprescht und haben bereits mit Israel und Großbritannien einen Impfkorridor für Reisen im Sommer vereinbart. Die EU will nun in wenigen Wochen eine Infrastruktur aufbauen, um die nationalen Impfzertifikate, die gerade in den EU-Ländern entwickelt werden, zu verknüpfen.

Technologiewerte im Fokus

Seit dem Corona-Crash 2020 haben sich die Aktienmärkte oft mehr als erholt. Dabei sticht vor allem der Tech-Sektor mit seiner Performance hervor. Hier erfahren Sie, was die Branche antreibt und welche Einzelwerte Sie sich einmal genauer ansehen sollten.