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Corona-Virus Update 26. April 2021

Indien hat die Kontrolle über das Coronavirus verloren. In Deutschland wächst die Hoffnung, dass der Hochpunkt der dritten Infektionswelle inzwischen erreicht ist.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Infektionsgeschehen

  • Es gibt Hoffnung, dass der Hochpunkt der dritten Infektionswelle in Deutschland inzwischen erreicht ist. Seit vier Tagen steigt die Zahl der in den deutschen Krankenhäusern intensiv-medizinisch behandelten Corona-Patienten nicht mehr. Gestern lag sie bei 5.053, ein Plus von 4,4% gegenüber Vorwoche (Grafik 1).
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Auch die gemeldeten Neuinfektionen bewegten sich in den vergangenen drei Tagen auf dem Niveau der Vorwoche (Grafik 2). Gestern wurden 11.907 Neuinfektionen gemeldet, 470 mehr als am Sonntag vor einer Woche. Die 7-Tage-Inzidenz – also die Summe der in den vergangenen sieben Tagen an Corona erkrankten Personen – lag gestern bei 169,3 je 100.000 Einwohner.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • In Frankreich und Italien sind die Infektionszahlen weiter rückläufig (Grafik 3).
  • In den Niederlanden zeigt die Infektionskurve in der Tendenz dagegen weiter nach oben.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • In Indien ist die Pandemie außer Kontrolle geraten. In den vergangenen sieben Tagen wurden im Durchschnitt fast 23 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner gemeldet, ein Plus von 20% gegenüber Vorwoche (Grafik 4).
  • In den USA und Brasilien hat sich die Lage in den vergangenen Tagen wieder etwas entspannt.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Impfungen

  • Aufgrund der sich zuspitzenden Lage in Indien hat die US-Regierung das Exportverbot verschiedener Vorprodukte, die zur Impfstoffherstellung nötig sind, aufgehoben. Indien ist der weltweit größte Hersteller von Impfungen. Zudem sollen verschiedene Medikamente geliefert werden. In Indien sind bisher nur etwa 1,6% der Bevölkerung vollständig gegen Corona geimpft, 10% haben zumindest eine Impfdosis erhalten.
  • Das Impftempo in den USA hat sich weiter ermäßigt. Zuletzt wurden etwa 2,85 Millionen Impfungen am Tag verabreicht, rund eine halbe Million weniger als am Höhepunkt der Impfkampagen und die niedrigste Zahl seit Ende März. Die Gründe hierfür sind nicht ganz klar. Angeführt werden die skeptische Haltung vieler bisher nicht geimpfter Amerikaner und die Akzeptanzprobleme nach der vorübergehenden Aussetzung der Impfungen mit dem Vakzin von Johnson & Johnson.
  • In Deutschland beraten Bund und Länder heute über die Impfstrategie. Der Ruf nach einer schnellen Aufhebung der Impfpriorisierung wird immer lauter. Dies könnte den Impfprozess weiter beschleunigen. Inzwischen haben 23% der Bevölkerung mindestens eine Impfdosis erhalten (Grafik 5).

Wirtschaft

  • In den USA belebt sich das Gastgewerbe wieder. Umsätze in Bars und Restaurants sind im März um über 13% gegenüber Februar angestiegen, im April dürfte sich die Erholung fortgesetzt haben. Allerdings haben die Restaurants erhebliche Schwierigkeiten bei der Wiedereinstellung des nötigen Personals. Es müssen verstärkt Prämien und Gehaltserhöhungen angeboten werden, um die freien Stellen zu besetzen. Der steigende Kostendruck schlug sich bereits in anziehenden Verkaufspreisen nieder. Im März kletterten die Verbraucherpreise für Fast Food um 6,5% gegenüber dem Vorjahr, dem höchsten Anstieg seit Jahrzehnten.
  • In Deutschland haben laut Wirtschaftsministerium die Soloselbstständigen und Kleinunternehmer bis heute nahezu jeden zehnten Euro an Soforthilfen zurückgezahlt. Ursprünglich hatte der Bund Soforthilfen von 13,7 Mrd Euro an 1,8 Mio betroffene Betriebe ausgezahlt. Mittlerweile haben rund 160.000 Soloselbstständige und Kleinunternehmer insgesamt 1,1 Mrd Euro zurücküberwiesen. Das macht Hoffnung im Hinblick auf die drohende Pleitewelle, da gerade die Kleinbetriebe durch die Corona-Krise stark unter finanziellen Druck geraten sind.

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