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Corona-Virus Update 25. Februar 2021

In Deutschland hat die starke Ausbreitung der britischen Mutation des Coronavirus maßgeblich zur Unterbrechung des Rückgangs bei den Neuinfektionen beigetragen. Sie ist inzwischen für mehr als 30% der Neuinfektionen verantwortlich. Dessen ungeachtet steigt der Druck auf die Politik, die Corona-Maßnahmen zu lockern.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Infektionsgeschehen

  • In Großbritannien sinkt die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen nur noch langsam. Der 7-Tage Durchschnitt je 100.000 Einwohner liegt aktuell bei etwas mehr als 16 (Grafik 1). Auch in den USA scheint sich der Rückgang der Neuinfektionen zu verlangsamen.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • In Tschechien, das derzeit besonders hart von der Pandemie getroffen ist, steigt die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen weiter stark an. Im Durchschnitt der vergangenen sieben Tage waren es knapp 97 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner (Grafik 2).
  • Auch in Italien und Frankreich zeigt die Tendenz bei den Neuinfektionen wieder leicht nach oben. In Spanien und Portugal zeigt die Kurve dagegen weiter nach unten.
  • In Deutschland wurden gestern, 11.869 Neuinfektion gemeldet, 1662 mehr als am Mittwoch vor einer Woche. Der 7-Tage Durchschnitt je 100.000 Einwohner stieg auf über 9.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Auch die 7-Tage Inzidenz – also die Summe der in den letzten sieben Tagen an Corona erkrankten Personen – legte von 59,7 auf 61,7 zu (Grafik 3).
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Unterbrochen wurde der Rückgang der Neuinfektionen in Deutschland durch die sich stark ausbreitende britische Mutation des Coronavirus. In der letzten Woche war diese schätzungsweise für mehr als 30% der Neuinfektionen verantwortlich (Grafik 4).
  • Das seit etwa einer Woche unveränderte Infektionsgeschehen in Deutschland spiegelt sich auch in dem langsameren Rückgang der in den deutschen Krankenhäusern intensiv-medizinisch behandelten Corona-Patienten wider. Gestern waren es noch 2.955, ein Rückgang um rund 9% gegenüber Vorwoche (Grafik 5).
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Impfungen

  • In den USA hat die Food and Drug Administration festgestellt, das das von Johnson & Johnson entwickelte Vakzin sicher ist. Bereits an diesem Wochenende dürfte die Zulassung des Impfstoffs erfolgen; er wäre dann der dritte für die USA zugelassene Corona-Vakzin. Der Impfstoffs von J&J hat zwar eine geringere Effektivität als die beiden anderen (es schützt zu 66% vor Ansteckung, gegenüber über 90% bei den anderen), hat aber den Vorteil, dass nur eine Impfung verabreicht werden muss.
  • In Deutschland wollen die Bundesländer die Impfkapazitäten bis Anfang April deutlich erhöhen. In Bayern etwa die Impfungen von 46.000 pro Tag auf 111.000 steigen.
  • In Deutschland sollen die ersten Corona-Selbsttests in den nächsten Tagen in Apotheken und Drogeriemärkten frei zu kaufen sein. Die Zulassung von drei dieser Tests stehe kurz bevor.
  • In Israel ist inzwischen mehr als die Hälfte der Bevölkerung mindestens einmal geimpft. In Großbritannien sind es mehr als ein Viertel. In der EU kommen die Impfungen dagegen nur im Schneckentempo voran.

Wirtschaft

  • Der US-Aktienmarkt hat gestern ein weiteres Rekordhoch erreicht. Dahinter steht zunehmender Optimismus hinsichtlich der wirtschaftlichen Erholung. Zudem hat die Fed erneut signalisiert, dass sie noch längere Zeit expansiv bleiben wird.
  • In Deutschland arbeiten die Bundesländer an Corona-Lockerungsplänen. Kommenden Mittwoch treten Kanzlerin Merkel und die Länderchefs erneut zu ihrem Corona-Gipfel zusammen. Angesichts des wachsenden sozialen und wirtschaftlichen Drucks dürfte es wohl ab Anfang März erste Öffnungen und Schritte in Richtung Normalität geben, auch wenn diese verhalten ausfallen dürften. Sowohl CDU-geführte als auch SPD-regierte Länder arbeiten an entsprechenden Entwürfen. Gemein ist diesen Plänen, dass die 7-Tage-Inzidenz nicht mehr der allein entscheidende Faktor für Lockerungen sein soll. Vielmehr herrscht mittlerweile die breite Auffassung, dass daneben weitere Faktoren wie die Auslastung des Gesundheitssystems, die Möglichkeiten der Nachverfolgung von Infizieren oder die Quote geimpfter Menschen berücksichtigt wird. Einen ähnlichen Vorschlag hat auch das Robert-Koch-Institut in einem Arbeitspapier mit dem Titel “ControlCOVID” skizziert.
  • Schweden ist besorgt über eine mögliche dritte Corona-Welle und verschärft seine Maßnahmen. Ab dem 1. März dürften Cafés, Bars und Restaurants nur noch bis 20.30 Uhr öffnen. Außerdem wird die Zahl der Kunden in Geschäften und Fitness-Studios begrenzt. Bereits am Dienstag hatten die Behörden das Tragen einer Mund-Nase-Maske in öffentlichen Verkehrsmitteln und Räumen empfohlen. Ziel sei es, durch die rigideren Maßnahmen die Schulen offen zu halten.

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