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Corona-Virus Update 24. Juni 2020

Schwerpunkt der Pandemie ist unverändert Nord- und Südamerika. Der Top-Virologe in den USA zeigte sich besorgt über den jünsten Anstieg der Neuinfektionen in Teilen des Landes. In der EU ist das Infektionsgeschehen weiterhin von lokalen Ausbrüchen geprägt. In Deutschland haben drei Bundesländer die Kontaktbeschränkungen aufgehoben. In Peking wurden gestern nur noch sieben Neuinfektionen gemeldet.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Weltweite Neuinfektionen

  • Weltweit wurden im Durchschnitt der letzten 7 Tage knapp 150.000 Neuinfektionen gemeldet, so viel wie noch nie. Schwerpunkt der Pandemie ist unverändert Nord- und Südamerika. In Brasilien haben sich im Durchschnitt der letzten 7 Tage 14,9 Personen je 100.000 Einwohner mit dem Virus infiziert (Grafik 1). In den USA ist die Infektionsrate mit 8,7 auf den höchsten Wert seit Ende April gestiegen.
  • In der EU ist das Infektionsgeschehen weiterhin von Ausbrüchen in verschiedenen Einrichtungen geprägt. In Deutschland wurden inzwischen mehr als 1.500 Beschäftigte einer Fleischfabrik positiv auf das Virus getestet. Landesweit liegt die Infektionsrate aber wie in den anderen großen EU-Ländern weiterhin deutlich unter 1 (Grafik 2).
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Deutschland – Der Anfang vom Ende der Kontaktbeschränkungen

In Brandenburg gibt es keine Kontaktbeschränkungen mehr. Abstands- und Hygieneregeln gelten aber weiterhin. Auch in Thüringen sind Kontaktbeschränkungen passé. Allerdings empfiehlt eine neue Grundverordnung, sich nur mit einem weiteren Haushalt oder mit maximal zehn Menschen zu treffen. In Berlin fallen ab Samstag, 27. Juni, die Kontaktbeschränkugnen weg. In allen anderen Bundesländern sind in der Regel Zusammenkünfte von maximal zehn Personen gestattet.

USA – Neuinfektionen steigen weiter

  • Dr. Fauci, der Topvirologe der USA, zeigte sich bei einer Anhörung im Kongress sehr besorgt über den jüngsten starken Anstieg der Infektionszahlen in Teilen des Landes. Die befragten Experten wiesen auch auf eine potenziell gefährliche Lage im kommenden Winter hin, wenn die saisonale Grippewelle die Probleme mit dem Corona-Virus verstärken könnte.
  • Texas, das sich zu einem Schwerpunkt des Infektionsgeschehens entwickelt hat, meldete einen weiteren täglichen Rekord von mehr als 5.000 Neuinfektionen. Der Governeur des Bundesstaates hat die Bewohner dazu aufgefordert, zu Hause zu bleiben.
  • Republikanische Senatoren sind skeptisch hinsichtlich des Nutzens weiterer teurer Hilfspakete, wie sie auch von Präsident Trump gefordert werden. Sie haben den Finanzminister dazu aufgefordert, das steigende Defizit im Auge zu behalten.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

China: Neuinfektionen in Peking sinken stetig

  • Die wichtigsten Häfen meldeten vom 11. bis 20. Juni einen Anstieg des Umschlags um 2,4% im Jahresvergleich, wobei die Verschiffungen ins Ausland um 0,2% zunahmen. Der Stromverbrauch ist stabil und etwas höher als im Vorjahr.
  • Peking meldete am 23. Juni 7 lokale Covid-19-Fälle. Damit setzen die Neuinfektionen ihren Abwärtstrend fort (Grafik 3). Das Fahrgastaufkommen der Metro in Peking beträgt etwa die Hälfte des normalen Niveaus. Die Lebensmittelpreise im Land sind seit dem Wiederaufflammen des Virus in Peking um 3% gestiegen.