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Corona-Virus Update 23. Februar 2021

Die Corona-Pandemie ist weltweit auf dem Rückzug. In den USA und Großbritannien werden immer weniger Neuinfektionen gemeldet. Der fortschreitende Impfprozess dürften diesen Trend weiter unterstützen, wie das Beispiel Israel zeigt. In der EU sind wir hiervon noch weit entfernt.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Infektionsgeschehen

  • In Großbritannien sinkt die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen weiter. Der 7-Tage Durchschnitt je 100.000 Einwohner ist auf unter 16 gesunken (Grafik 1). Auch die Lage in den britischen Krankenhäusern hat sich weiter entspannt. Gestern wurden dort knapp 18.500 Corona-Patienten behandelt. Im Hochpunkt Mitte Januar waren es mehr als doppelt so viele.
  • Auch in den USA zeigt die Infektionskurve weiter nach unten. Hier liegt der 7-Tage Durchschnitt je 100.000 Einwohner bei 20.
  • Positive Nachrichten kommen auch aus Israel, wo dank des fortgeschrittenen Impfprozesses immer weniger neue Infektionen registriert werden.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • In der EU ist das Bild unverändert. Schwerpunkt der Pandemie ist Tschechien, wo die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen weiter deutlich steigt. Der 7-Tage Durchschnitt liegt wieder bei 90, der höchste Wert seit Mitte Januar (Grafik 2)
  • In Italien und Frankreich gelingt es nach wie vor nicht, die Ausbreitung des Virus weiter einzudämmen. Seit Ende Februar pendelt die Neuinfektionen im Durchschnitt der letzten sieben Tage je 100.000 Einwohner um 20 bzw. 30.
  • In Spanien und Portugal ist das Infektionsgeschehen dagegen weiter rückläufig.
  • In Deutschland wurden gestern, 3.883 Neuinfektion gemeldet, ähnlich viele wie am Montag vor einer Woche. Der 7-Tage Durchschnitt je 100.000 Einwohner verharrte bei 9.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Dagegen ist die 7-Tage Inzidenz – also die Summe der in den letzten sieben Tagen an Corona erkrankten Personen – leicht von 61,0 auf 60,5 gesunken (Grafik 3). Regional stellt sich das Infektionsgeschehen weiter sehr unterschiedlich dar. In gut 70 Landkreisen ist die 7-Tage Inzidenz unter den Zielwert von 35 gesunken. In fünf Landkreise liegt der Wert noch über 200.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Impfungen

  • In Deutschland wird es im März wohl keine Schnelltests für alle geben. Der Plan von Gesundheitsminister Spahn war, vom 1. März an für jedermann kostenlos Schnelltests anzubieten, die etwa in Apotheken durchgeführt werden könnten. Da nun allerdings derartige Antigentests für die mögliche Öffnung von Restaurants und an Schulen eingesetzt werden sollen, reichen die bisher geplanten Mengen nicht aus.
  • In Israel ist inzwischen mehr als die Hälfte der Bevölkerung mindestens einmal geimpft (Grafik 4). In Großbritannien sind es mehr als ein Viertel. In der EU kommen die Impfungen dagegen nur im Schneckentempo voran.

Wirtschaft

  • Deutschland: Studien zu Daten aus Israel deuten darauf hin, dass mit dem Impfstoff von Biontech/Pfizer Geimpfte auch weit weniger ansteckend für Mitmenschen sind. Sollten sich diese Ergebnisse verfestigen, ermöglicht dies eine Öffnungsperspektive zumindest für die Gruppe der Geimpften. Etwas kategorischer formulierte es der ehemalige Präsident des Bundesverfassungsgerichts Jans-Jürgen Papier gegenüber der FAZ: “Wenn geimpfte Personen nachweislich nicht nur vor eigener Erkrankung geschützt sind, sondern von ihnen mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit auch keine Ansteckungsgefahr ausgehen kann, dann gibt es für Freiheitseinschränkungen zu Lasten dieser Personen grundsätzlich keine Rechtfertigungsgründe mehr.”
  • In eine ähnliche Richtung deutet eine gemeinsame Stellungnahme Berliner Amtsärzte, in der sie eine Abkehr von der generellen Orientierung an bestimmten Inzidenzwerten fordern. Inzidenzen bildeten nicht das wirkliche Infektionsgeschehen ab, da sie unter anderem von Testkapazitäten und dem Testwillen der Bürger abhängig seien. Wichtig sei, etwa die Altersstruktur, die Symptome und die Anzahl der Tests mit einzubeziehen. Denn es mache einen Unterschied, ob es sich um asymptomatische Einzelfälle handele oder etwa um Ausbrüche in Altenheimen mit erhöhtem Sterblichkeitsrisiko.
  • Chinas Pkw-Verband schätzt, dass die Autoverkäufe im Februar bei rund 1,2 Millionen liegen werden, mehr als das Dreifache der Zahlen vom letzten Februar. Der Vergleich ist sicherlich verzerrt, da sich China im letzten Jahr in einer nationalen Abriegelung befand. Im Vergleich zu den Werten vor dem Virus sehen die Februar-Verkäufe dennoch gut aus. So lag der Autoabsatz im Februar 2019, als die Mondneujahrsfeiertage ebenfalls voll in den Monat fielen, bei 1,17 Millionen. Der Automobilmarkt in China bleibt also auf Kurs.

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