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Corona-Virus Update 23. April 2021

In Deutschland tritt heute das neue Infektionsschutzgesetz in Kraft. Ab morgen gelten in viele Regionen schärfere Corona-Beschränkungen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Infektionsgeschehen

  • Noch immer steigt die Zahl der in den deutschen Krankenhäusern intensiv-medizinisch behandelten Corona-Patienten. Gestern lag sie bei 5.049, ein Plus von 7,9% gegenüber Vorwoche (Grafik 1). Dies deutet darauf hin, dass die dritte Infektionswelle noch nicht gebrochen ist.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Gestern wurden 27.543 Neuinfektionen gemeldet, 1.712 mehr als am Donnerstag vor einer Woche. Die Zahl könnte auch Nachmeldungen aus Nordrhein-Westfalen enthalten, wo es am Mittwoch technische Schwierigkeiten bei der Übermittlung der Daten gab.
  • Die 7-Tage-Inzidenz – also die Summe der in den vergangenen sieben Tagen an Corona erkrankten Personen – bewegt sich seit neun Tagen in der Tendenz seitwärts. Gestern lag sie bei 164,0 je 100.000 Einwohner (Grafik 2).
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Regional ist das Infektionsgeschehen weiterhin sehr unterschiedlich. In Thüringen und Sachsen wurden in der vergangenen sieben Tagen mehr als 200 neue Corona-Erkrankungen je 100.000 Einwohner gemeldet (Grafik 3). In Schleswig-Holstein waren es dagegen nur 74.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • In den Niederlanden zeigt die Infektionskurve weiter nach oben. Im Durchschnitt der vergangenen sieben Tage wurden mehr als 47 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner registriert, 6 mehr als vor einer Woche (Grafik 4). In der Tendenz rückläufig ist die Zahl der Neuinfektionen weiterhin in Frankreich und Italien.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • In Indien spitzt sich die Lage weiter zu. In den vergangenen sieben Tagen wurden im Durchschnitt fast 20 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner gemeldet, plus von 24% gegenüber Vorwoche (Grafik 5).
  • In den USA scheint sich die Lage dagegen weiter leicht zu entspannen. Seit einer Woche ist die Zahl der registrierten Neuinfektionen leicht rückläufig.

Impfungen

  • Aussagen von Vertretern der US-Gesundheitsbehörden zufolge könnte das Vakzin von Johnson & Johnson bald wieder für den Gebrauch freigegeben werden. Es wurden nur relativ wenige Fälle von Komplikationen bei den bislang Geimpften gefunden. In den USA wurden vor dem Impfstopp rund 8 Millionen Dosen des Vakzins von J & J verabreicht (der Impfstoff von Pfizer/BioNTech wurde etwa 115 Millionen mal verabreicht, der von Moderna 96 Millionen mal).
  • In Deutschland plant die Regierung angesichts der von Woche zu Woche steigenden Impfstofflieferungen die Impfpriorität im Juni aufzuheben. Inzwischen wurden knapp 22% der Bevölkerung mindestens einmal geimpft.

Wirtschaft

  • Die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe sind letzte Woche überraschend weiter gefallen und lagen bei 547 Tausend, dem bisher niedrigsten Stand während der Corona-Krise. Seit zwei Wochen sind sie jetzt deutlich unter dem Höhepunkt der Rezession von 2007/09 (688 Tausend). Die rasche Besserung der letzten Wochen unterstreicht die Beschleunigung der US-Wirtschaft im Frühjahr. Es ist allerdings noch einiges an Wegstrecke zurückzulegen, ehe die Erstanträge wieder einen für Expansionsphasen normalen Wert von etwa 300 Tausend erreichen.
  • In Deutschland hat nun auch der Bundesrat das neue Infektionsschutzgesetz gebilligt. Kurz darauf unterzeichnete Bundespräsident Steinmeier das Gesetz, das nun ab Samstag greift. Es ordnet dem Bund mehr allgemein gültige Regelungsrechte zu. Ab einer 7-Tage-Inzidenz von 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner gilt ab 22 Uhr eine nächtliche Ausgangssperre, wobei Spaziergänge und Joggen alleine bis Mitternacht erlaubt bleiben. Ein Haushalt darf sich nur noch mit einer weiteren Person treffen (Kinder bis 14 Jahren sind ausgenommen). Läden dürfen mit Termin für Kunden öffnen, die einen negativen Coronatest vorweisen können. Ab einer Inzidenz von 150 dürfen bestellte Waren nur noch abgeholt werden. Steigt die Inzidenz über 165, werden die Schulen geschlossen.

Start in die Dividendensaison

Auch in diesem Jahr ist im Frühjahr die Zeit für Hauptversammlungen und so können sich viele Aktionäre über Ausschüttungen freuen. Lesen Sie hier, was Anleger von der kommenden Dividendensaison erwarten können.