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Corona-Virus Update 22. Januar 2021

In den USA und Großbritannien zeigt die Infektionskurve unverändert steil nach unten. Auch in Deutschland werden seit 9 Tagen deutlich weniger Neuinfektionen gemeldet. Frankreich gelingt es dagegen noch immer nicht, die Ausbreitung des Virus weiter einzudämmen. Die EU-Staats- und Regierungschefs wollen die Grenzen weiter offen halten.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Infektionsgeschehen

  • In den USA und Großbritannien zeigt die Kurve der Neuinfektionen weiter steil nach unten. Der 7-Tage Durchschnitt je 100.000 Einwohnern fiel gestern auf 63 (Grafik 1). In den USA liegt der Wert jetzt bei 60.
  • In Brasilien pendelt die Infektionsrate, nach einem zwischenzeitlichen Rückgang um den Jahreswechsel, wieder bei 25.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • In der EU verläuft die Pandemie regional weiterhin sehr unterschiedlich. Gleichwohl haben die EU-Staats- und Regierungschefs gestern auf einer Videokonferenz beschlossen, die Grenzen weiter offenzuhalten.
  • Aktuell sehr hoch ist das Infektionsgeschehen in Spanien. Ob der leichte Rückgang des 7-Tage Durchschnitts bei den Neuinfektionen in den letzten zwei Tagen eine Trendwende markiert, werden die nächsten Tage zeigen (Grafik 2). In Frankreich gelingt es weiterhin nicht, die Neuinfektionen zu verringern. Die Niederlande und Italien meldeten dagegen auch gestern weniger neue Fälle.
  • Auch in Deutschland sinkt die Neuinfektionen weiter. Gestern wurden 17.862 neue Fälle gemeldet, 4506 weniger als am Donnerstag vor einer Woche. Der 7-Tage Durchschnitt je 100.000 Einwohner sank auf 18.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Das rückläufige Infektionsgeschehen in Deutschland macht sich auf in den Krankenhäusern positiv bemerkbar. Die Zahl der intensiv-medizinisch behandelten Corona-Patienten sankt gestern auf 4787 (Grafik 3). Gegenüber dem Hochpunkt Anfang Januar bedeutet dies ein Rückgang um fast 1.000.

Wirtschaft

  • Präsident Biden hat gestern zehn Anordnungen unterzeichnet, um die Bekämpfung der Pandemie in den USA zu verbessern. Um die Versorgung mit Impfstoffen und Schutzausrüstung wie Masken zu beschleunigen, soll rasch überprüft werden, wo die Behörden mit Rückgriff auf den “Defense Production Act” (ein Gesetz aus Zeiten des Korea-Krieges, auf das bereits die Trump-Regierung zurückgegriffen hatte) höhere Produktion anordnen können. Es wurden Engpässe in 12 Bereichen identifiziert, beispielsweise die Versorgung mit N95-Schutzmasken, die jetzt vorrangig angegangen werden sollen.
  • Zurzeit liefert die Pharmaindustrie nach Regierungsangaben etwa 18 Millionen Impfdosen pro Woche aus. Diese ermöglicht ein wesentlich höheres Impftempo als die von Präsident Biden ursprünglich vorgesehenen 1 Million Impfungen pro Tag (zuletzt wurden 1,1 Mio Dosen pro Tag verabreicht).
  • Das Repräsentantenhaus könnte bereits Anfang Februar über das von Biden vorgeschlagenen 1,9 Billionen Dollar schwere Corona-Paket abstimmen. Im Senat dürfte es in dieser Form aber auf erheblichen Widerstand der Republikaner stoßen.
  • Chinas Vize-Premier Liu He sagte gestern, dass die Banken mehr Kredite an kleine und private Firmen vergeben sollten, um den schwachen Privatsektor zu unterstützen, der von der Pandemie stark betroffen wurde.

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