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Corona-Virus Update 22. Februar 2021

In Deutschland nimmt das Infektionsgeschehen seit einigen Tagen wieder leicht zu. Damit sinkt die Hoffnung, dass der Inzidenz-Wert bis zum Ende des Lockdowns am 7. März unter den Zielwert von 35 sinkt. Dessen ungeachtet steigt der Druck, die Corona-Maßnahmen schrittweise zu lockern. Heute werden in zehn Bundesländern die Grundschüler wieder unterrichtet.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Infektionsgeschehen

  • In Deutschland stecken sich wieder mehr Menschen mit dem Coronavirus an. Die sogenannte 7-Tage-Inzidenz – die Summe der in den letzten sieben Tagen an Corona erkrankten Personen – stieg gestern wieder auf 61,0 (Grafik 1). Vor fünf Tagen lag der Wert noch bei 57. Vor allem in den östlichen Landesteilen werden wieder mehr Neuinfektionen gemeldet.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • In den Krankenhäusern macht sich das wieder zunehmende Infektionsgeschehen noch nicht bemerkbar. Die Zahl der intensiv-medizinischen Corona-Patienten ist weiter rückläufig. Gestern waren es noch 3.057 (Grafik 2). Das sind 370 weniger als vor einer Woche.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Gefahr droht Deutschland vor allem von Tschechien, das aktuell besonders hart von der Pandemie betroffen ist. Hier ist die Zahl der Neuinfektionen über das Wochenende wieder in die Höhe geschnellt (Grafik 3). Der 7-Tage-Durchschnitt liegt wieder über 83 je 100.000 Einwohner. Der höchste Wert seit Mitte Januar.
  • Wenig verändert ist die Situation in Frankreich und Italien, wo die Zahl der Neuinfektionen im Trend nach wie vor stagniert. In Spanien und Portugal zeigt die Infektionskurve dagegen weiter nach unten.
  • In Deutschland wurden gestern 4.369 Neuinfektionen gemeldet, 57 weniger als am Sonntag vor einer Woche. Der 7-Tage Durchschnitt je 100.000 Einwohner liegt unverändert bei 9. In dieser Zahl sind auch Infektionen enthalten, die schon länger als sieben Tage zurückliegen.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Positive Nachrichten kommen weiterhin aus Großbritannien und den USA, wo die Infektionskurven weiter steil nach unten zeigen (Grafik 4).
  • Auch in Israel, wo inzwischen die Hälfte der Bevölkerung mindestens einmal geimpft wurde, ist die Zahl der Neunfektionen stark rückläufig.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Impfungen

  • In Deutschland beraten heute Bund und Länder über Änderungen in der Impfreihenfolge. So soll geprüft werden, ob Grundschullehrer und Kitapersonal früher geimpft werden können. In zehn Bundesländern nehmen Grundschulen und Kindertagesstätten ihren Betrieb wieder auf oder weiten ihn aus.
  • An den schleppenden Impfungen ändert dies aber nichts. Noch immer sind in den großen EU-Ländern nicht einmal 4% der Bevölkerung geimpft (Grafik 5). In Großbritannien sind es inzwischen mehr als 25% und auch in den USA ist die Quote mit knapp 13% deutlich höher.

Wirtschaft

  • Chinas große Häfen meldeten einen starken Umschlag während der Mondneujahrsfeiertage – der Umschlag in Shanghai und Ningbo wuchs um mehr als 20% im Vergleich zu den Mondneujahrsfeiertagen im letzten Jahr. Im Januar lag der Umschlag in den großen Häfen etwa 10% höher als im Vorjahr. Natürlich müssen wir die Daten mit Vorsicht interpretieren, da die Basiseffekte erheblich zu diesen hohen Raten beitragen könnten. Nichtsdestotrotz ist das verarbeitende Gewerbe nach wie vor führend bei der wirtschaftlichen Erholung.

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