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Corona-Virus Update 19. November 2020

Die USA melden weiter steigende Neuinfektionen. In Europa hat sich der Rückgang verlangsamt. In Frankreich hinterlassen die neuen Corona-Beschränkungen tiefe Bremsspuren in der Wirtschaft. Deutschland hat das Infektionsschutzgesetz nachgebessert, um die angeordneten Corona-Maßnahmen auf eine solidere gesetzliche Basis zu stellen. Der Run der Deutschen auf Toilettenpapier scheint schon wieder vorbei zu sein.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Infektionsgeschehen

  • In den USA steigt die Zahl der Neuinfektionen weiter. Im Durchschnitt der letzten sieben Tage wurden mehr als 48 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner gemeldet (Grafik 1). Auch Brasilien meldet seit einer Woche wieder deutlich mehr Neuansteckungen. In Indien verharrt die Infektionsrate dagegen weiter auf niedrigem Niveau.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • In der EU hat sich der Rückgang der Neuinfektionen etwas verlangsamt. In den Niederlanden und in Frankreich ist die Infektionsrate nicht weiter gesunken (Grafik 2). In Deutschland und Italien scheint die Infektionskurve zwar den Hochpunkt erreicht zu haben. Ein klarer Abwärtstrend ist aber noch nicht zu erkennen. In Deutschland ist die Infektionsrate gestern sogar wieder leicht auf 22,1 gestiegen.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Die Zahl der in deutschen Krankenhäusern intensiv-medizinisch behandelten Corona-Patienten ist in den letzten Tagen weiter auf aktuell 3561 gestiegen. Das Tempo des Anstiegs hat sich aber deutlich verlangsamt (Grafik 3).
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Wirtschaft

In Frankreich ist nach Schätzungen des französischen Statistischen Amtes (INSEE) die wirtschaftliche Aktivität im November um fast 10% gegenüber Oktober eingebrochen. Sie lag damit wieder 13% unter dem Vorkrisenniveau (Grafik 4). Von den neuen Corona-Beschränkungen stark betroffen sind vor allem die Gastronomie. Aber auch der Groß- und Einzelhandel sowie das Transportwesen verzeichnen starke Einbußen. Für das Schlussquartal 2020 zeichnet sich damit ein Rückgang des Bruttoinlandsproduktes gegenüber dem dritten Vierteljahr um rund 4% ab.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Deutschland hat die Corona-Maßnahmen auf eine solidere gesetzliche Basis gestellt, nachdem in den vergangenen Wochen immer wieder Zweifel an der Gesetzmäßigkeit einzelner Maßnahmen geäußert wurden und Gerichte Maßnahmen zum Teil aufhoben. Bundestag und Bundesrat haben nun eine Reform des Infektionsschutzgesetzes verabschiedet. Darin werden die Maßnahmen im Detail aufgezählt, die Bund und Länder ergreifen können. Dazu zählen die Maskenpflicht, Abstandsgebote, Reisebeschränkungen, Ausgangssperren, Kontaktbeschränkungen, die Schließung von Betrieben und Einrichtungen sowie Verbote von Veranstaltungen und Gottesdiensten. Die Maßnahmen sind grundsätzlich auf vier Wochen befristet.

Der Bedarf der Deutschen an Toillettenpapier scheint dagegen bereits wieder gedeckt zu sein. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes auf Basis von Scannerdaten war der Umsatz in den vergangenen beiden Wochen weitgehend normal, nachdem er Ende Oktober angesichts des bevorstehenden Lockdowns kräftig angezogen hatte (Grafik 5). Gefragt blieben aber andere Güter wie Desinfektionsmittel, Reis und Hefe.