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Corona-Virus Update 16. Oktober 2020

In den USA baut sich die dritte Infektionswelle weiter auf. Europa zeigt ebenfalls einen ungebremsten Anstieg der Neuinfektionen. Dagegen hat sich die Lage in Brasilien und Indien weiter entspannt. Die Verhandlungen über ein weiteres Corona-Hilfspaket in den USA sind in einer Sackgasse gelandet, nachdem sich die Republikaner im Senat einem großen und teuren Paket offenbar verweigern.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Infektionsgeschehen

  • In den USA baut sich die dritte Infektionswelle weiter auf. Die Infektionsrate – also die Neuinfektionen je 100.000 Einwohner im Durchschnitt der letzten sieben Tage – ist gestern auf 16 gestiegen (Grafik 1). Dies ist der höchste Wert seit Mitte August. In Brasilien und Indien fällt die Infektionsrate dagegen weiter.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • In der EU breitet sich das Virus immer schneller aus. Tschechien meldete im Durchschnitt der letzten sieben Tage mehr als 59 Neuinfektionen je 100,000 Einwohner (Grafik 2). In den Niederlanden ist die Infektionsrate auf über 38 gestiegen. Und auch in Frankreich breitet sich das Virus ungebremst aus. Hier ist die Infektionsrate gestern auf knapp 30 geklettert.
  • Auch in Deutschland und Italien ist eine zweite Infektionswelle nicht mehr zu verhindern. In Italien hat sich die Zahl der Neuinfektionen innerhalb einer Woche auf verdoppelt. Die Infektionsrate kletterte auf über 10. In Deutschland hat sie inzwischen knapp 6 erreicht. Die Zahl der in deutschen Krankenhäusern intensiv-medizinisch behandelten Corona-Patienten erhöhte sich gestern auf gestern bei rund 655.

Wirtschaft

  • In den USA stehen die Gespräche über ein weiteres Corona-Hilfspaket wohl vor dem Aus. Der republikanische Mehrheitsführer im Senat, McConnell, verweigert sich Forderungen Trumps, über die Angebote der US-Administration eines Gesamtumfangs von 1,8 Billionen Dollar hinauszugehen. Stattdessen will er nächste Woche offenbar ein abgespecktes 500-Milliarden-Paket zu Abstimmung stellen. Die Demokraten, die 2,2 Billionen Dollar fordern, werden dem kaum zustimmen.