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Corona-Virus Update 16. Januar 2021

Das Infektionsgefälle zwischen den EU-Ländern hat sich merklich eingeebnet. Dies verringert den Druck, die Binnengrenzen wie im Frühjahr 2020 zu schließen. Bei den Impfungen hinken die EU-Länder weiter deutlich hinter Großbritannien und den USA hinterher.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Infektionsgeschehen

  • In Großbritannien werden weiter fallende Neuinfektionen gemeldet. Im Durchschnitt der vergangenen sieben Tagen waren es nur noch knapp 20 Neuinfektionen je 100.000 (Grafik 1). Dies ist der niedrigste Wert seit Anfang Oktober. Auch in den USA zeigt die Infektionskurve weiter nach unten.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • In der EU hat sich das Infektionsgefälle merklich verringert. In Portugal und Spanien, wo im Januar die Neuinfektionen in die Höhe schnellt waren, ist der 7-Tage Durchschnitt wieder auf das Niveau von Frankreich gesunken (Grafik 2).
  • Vergleichsweise niedrig ist die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen in Deutschland, wo im Durchschnitt der vergangenen sieben Tage weniger als 9 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner gemeldet wurden.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Impfungen

  • In Australien hat die Gesundheitsbehörde TGA den Coronaimpfstoff von AstraZeneca vorläufig zugelassen.
  • In Großbritannien sind mehr als 90% der über 70-jährigen Bevölkerung mindestens einmal geimpft. Die Impfquote in der Gesamtbevölkerung beläuft sich auf mehr als 22% (Grafik 3). Zum Vergleich in Deutschland und Frankreich sind es gerade einmal 3,3%.

Wirtschaft

  • Seit Sonntag kontrolliert Deutschland die Grenzen zu Tschechien und Österreich. Der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) warnt vor massiven Schäden für die deutsche Industrie. Der Verband sieht eine große Gefahr darin, dass “in den nächsten Tagen überall in Europa Lieferketten abreißen”. Grenzschließungen und Reisebeschränkungen im nationalen Alleingang beeinträchtigten auch den grenzüberschreitenden Güterverkehr und schadeten der deutschen Industrie massiv. Vor allem die deutschen Autobauer mit ihrer Just-in-Time-Produktion könnten spürbar betroffen sein. Daher fordert der BDI, Grenübergäge sollten für alle Frachtfahrzeuge mit Gütern offen bleiben. Voraussetzung dafür seien praxistaubliche Testmöglichkeiten in ganz Europa.
  • In Italien stehen die Skilifte weiter still. Mehrere Wintersportregionen hatten sich bereits auf eine Öffnung eingestellt und Vorbereitungen getroffen. Nun hat die italienische Regierung den Start der Aktivitäten wieder gesoppt. Gesundheitsminister Speranza verlängerte das bestehende Wintersport-Verbot für Freizeitsportler. Als Grund nannte er in seiner Anordnung erhöhte Risiken durch neue Virus-Varianten.

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