Top Charts

Corona-Virus Update 15. Februar 2021

Die Corona-Pandemie ist weltweit auf dem Rückzug. In den USA und Großbritannien, die zuletzt besonders hart betroffen waren, ist die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen wieder auf das Niveau von Oktober gefallen. Auch in Portugal und Spanien ist es gelungen, die jüngste Infektionswelle zu brechen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Infektionsgeschehen

  • In Großbritannien wurden auch über das Wochenende weniger Neuinfektionen gemeldet. Im Durchschnitt der vergangenen sieben Tagen waren es nur noch knapp 21 Neuinfektionen je 100.000 (Grafik 1). Dies ist der niedrigste Wert seit Anfang Oktober. Auch in den USA zeigt die Infektionskurve weiter nach unten. Hier ist der 7-Tage Durchschnitt auf unter 26 gefallen.
  • Positive Nachrichten kommen auch aus Israel, wo inzwischen 44% der Bevölkerung mindestens einmal geimpft wurde. Hier hat die Infektionsrate nach einer kurzen Unterbrechung den Abwärtstrend wieder aufgenommen. In den letzten sechs Tagen ist sie um 16 auf 61 gefallen.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • In der EU hat sich die Lage ebenfalls wieder leicht entspannt. In Portugal und Spanien, wo im Januar die Neuinfektionen in die Höhe schnellt waren, ist der 7-Tage Durchschnitt wieder auf das Niveau von Ende Dezember gefallen (Grafik 2). Auch in Frankreich scheint es gelungen zu sein, den seit zwei Monaten zu beobachtenden leichten Aufwärtstrend zu brechen. Hier wurden im Durchschnitt der vergangenen sieben Tagen knapp 27 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner registiert, 2,5 weniger als vor einer Woche.
  • In Deutschland wurden gestern 4.426 Neuinfektionen gemeldet, gut 100 weniger als am Sonntag vor einer Woche. Der 7-Tage Durchschnitt ist auf unter 9 gefallen. So niedrig war der Wert zuletzt Mitte Oktober.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Das nachlassende Infektionsgeschehen macht sich auch in den deutschen Krankenhäusern positiv bemerkbar. Am Wochenende musste noch 3.427 Corona-Patienten intensiv-medizinisch behandelt werden (Grafik 3). Dies ist ein Minus von gut 500 gegenüber der Vorwoche.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Impfungen

  • In Israel ist der Anteil der mindestens einmal geimpften Personen an der Gesamtbevölkerung seit Ende Januar um 8,5 Prozentpunkte auf 44,2% gestiegen (Grafik 4). In Großbritannien kletterte die Quote um 7,7 in den USA um 3,6. In der EU kommt dagegen der Impfprozess weiterhin nur sehr schleppend voran.
  • Pfizer gibt sich zuversichtlich, bis Ende des Jahres 2 Milliarden Impfdosen des von BioNTech entwickelten Impfstoffs ausliefern zu können. Damit könnten 1 Milliarde Menschen – ein Achtel der Weltbevölkerung – geimpft werden.

Wirtschaft

  • US-Präsident Biden wird am Freitag an einem virtuellen Treffen der G-7 teilnehmen. Dort sollen Pläne zur Bekämpfung der Pandemie diskutiert werden, darunter die Koordinierung der Produktion und Verteilung der Impfstoffe. Biden wird auch darauf drängen, die Stimulierungsmaßnahmen zur Belebung der jeweiligen Wirtschaften beizubehalten.
  • Da die “Ablenkung” durch das Impeachment-Verfahren jetzt vorbei ist, wird Biden auf eine zügige Umsetzung seines 1,9 Billionen Dollar schweren Rettungspaket drängen.
  • Nachdem in Deutschland Bund und Länder erst vergangene Woche die Corona-Maßnahmen verlängert hatten, nimmt die Debatte über Lockerungen der staatlichen Beschränkungen immer mehr Fahrt auf. Berlins Bürgermeister versicherte gestern in einer ZDF-Sendung, dass bis zum nächsten Bund-Länder-Treffen am 3. März ein Stufenplan für Öffnungsschritte vorliegen werde, an dam man sich auch langfristig orientieren könne. Auch Sachsen-Anhalts Ministerpräsident forderte für den nächsten Corona-Gipfel einen “klaren Ausstiegsplan aus den bisherigen Regularien”.
  • Seit heute kontrollieren Beamte die Grenzen zu Tschechien und Österreich. Die deutsche Bundesregierung hat diese Kontrollen aus Angst vor Corona-Mutationen beschlossen. Nun hat Österreich die neuen deutschen Einreisebeschränkungen scharf kritisiert. Außenminister Schallenberg warnte seinen Berliner Kollegen Maas am Sonntag vor “überschießenden Schritten, die mehr schaden als nützen”.

Rohstoff-Ausblick 2021: Das sind die Aussichten für Gold, Öl und Co.

Trotz der Corona-Krise konnten die meisten Rohstoffpreise 2020 deutlich zulegen. Wie wird es im neuen Jahr weitergehen? Erfahren Sie hier, welche Rohstoffe neue Rekordhochs erreichen könnten und wer es 2021 schwer haben wird. Jetzt lesen!