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Corona-Virus Update 14. September 2020

Die WHO meldete gestern mit weltweit 300.000 Neuinfektionen einen neuen Höchstwert. Ein Drittel davon kommt aus Indien, dem neuen Pandemie-Herd. Auch in der EU breitet sich das Virus wieder stärker aus. In Spanien und Frankreich werden aktuell mehr Neuinfektionen gemeldet als im Hochpunkt der ersten Welle.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Infektionsgeschehen

  • Laut WHO wurden weltweit gestern 300.000 Neuinfektionen gemeldet, so viele wie noch nie seit Ausbruch der Pandemie. Ein Drittel der Neuinfektionen kommt aus Indien, wo die Infektionsrate – Neuinfektionen je 100.000 Einwohner – inzwischen auf knapp 7 gestiegen ist (Grafik 1). In Brasilien und in den USA ist das Infektionsgeschehen zwar noch deutlich höher. Aber hier ist der Trend klar rückläufig.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • In der EU verläuft die zweiten Infektionswelle regional sehr unterschiedlich. In Spanien ist die Infektionsrate mit über 20 inzwischen höher ist als bei der ersten Welle, und auch Frankreich meldet mit einer Rate von 12 einen neuen Höchststand (Grafik 2). In Deutschland und Italien könnte dagegen bislang ein stärkerer Anstieg der Neuinfektionen verhindert werden.

Wirtschaftliche Meldungen

  • In den ersten elf Monaten des Haushaltsjahres 2020, das am 30.09.2020 endet, hat die US-Bundesregierung ein Rekorddefizit von 3.007 Mrd Dollar verbucht. Im September dürften weitere 300 Mrd Dollar dazukommen, das Defizit würde dann 16% des Bruttoinlandsprodukts entsprechen (die höchste Defizitquote seit 1945). Grund für die Fehlbeträge sind die umfassenden Corona-Hilfspakete.