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Corona-Virus Update 14. Januar 2021

Auch nach mehr als drei Wochen Lockdown ist das Infektionsgeschehen in der EU noch immer hoch. Im Streit über die Verteilung der Corona-Hilfsgelder aus dem EU-Wiederaufbaufonds ist in Italien die Regierung auseinandergebrochen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Infektionsgeschehen

  • In Großbritannien könnte die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen den Hochpunkt überschritten haben. Im Durchschnitt der letzten sieben Tage wurden knapp 84 neue Fälle je 100.000 Einwohner gemeldet, 6 weniger als vor vier Tagen (Grafik 1). In den USA stagniert die Infektionsrate seit vier Tagen bei 78.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • In Spanien steigt die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen wieder spürbar. In Italien und Frankreich stagniert die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen je 100.000 Einwohner im Durchschnitt der vergangenen sieben Tagen bei 29 und 26 (Grafik 2).
  • Auch in Deutschland hat sich die Infektionsrate in den letzten Tagen nur wenig verändert. Gestern wurden 25.164 Neuinfektionen gemeldet, 1227 weniger als am Mittwoch vor einer Woche.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Die Testkapazität in Deutschland ist in der 2. Kalenderwoche mit 2,2 Mio. wieder auf das Niveau von Mitte Dezember gestiegen (Grafik 3). Dies spricht dafür, dass die durchgeführten Tests wieder das Vorweihnachtsniveau erreicht haben und die aktuelle Zahl der Neuinfektionen nicht mehr durch einen geringeren Testumfang verzerrt sind.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Die Zahl der in den deutschen Krankenhäusern intensiv-medizinisch behandelten Corona-Patienten ist gestern weiter um 45 auf 5.185 gesunken (Grafik 4). Gegenüber Montag vor einer Woche bedeutet dies ein Rückgang um knapp 7%.

Wirtschaft

  • Im Streit über die Verteilung der Corona-Hilfsgelder aus dem EU-Wiederaufbaufonds ist in Italien die Regierung auseinandergebrochen. Der frühere Ministerpräsident Matteo Renzi hat sich gestern mit seiner Kleinstpartei Italia Viva (IV) aus der Koalition verabschiedet. Renzi hatte darauf beharrt, zusätzlich zu dem Corona-Wiederaufbauprogramm “Next Generation EU” den europäischen Rettungsschirm ESM zu nutzen, mit dem Italien Zugang zu weiteren 36 Mrd Euro in Form von günstigen Krediten erhalten könnte und die das Gesundheitssystem verbessern sollten. Allerdings sind die Gelder des ESM mit Reformbedingungen verknüpft, die die anderen beiden Koalitionspartner ablehnen.
  • In den USA hat das Repräsentantenhaus ein weiteres Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Trump beschlossen, wofür auch 10 Abgeordnete der Republikaner stimmten. Jetzt muss der Senat über das Verfahren entscheiden, ein erfolgreiches Impeachment setzt eine 2/3-Mehrheit voraus. Der Senat dürfte aber erst am 19. Januar – einen Tag vor der Vereidigung Bidens zum neuen Präsidenten – zusammentreten.
  • Pressemeldungen zufolge planen die Berater Bidens ein Corona-Hilfsprogramm im Umfang von etwa 2 Billionen Dollar. Details sollen heute im Laufe des Tages verkündet werden.
  • Chinas Handelsdaten für Dezember 2020 fielen besser aus als erwartet. Die Exporte stiegen um 18,1% gegenüber dem Vorjahr, die Importe um 6,5%. Der Handelsbilanzüberschuss erreichte mit 78,2 Mrd. $ ein Rekordhoch. Chinas Exporte haben sich seit der zweiten Jahreshälfte 2020 überdurchschnittlich gut entwickelt. Offensichtlich wurden Exportaufträge nach China verlagert, da die Lieferkette in vielen Ländern aufgrund von Lockdown-Maßnahmen.

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