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Corona-Virus Update 13. November 2020

In den USA verbreitet sich das Corona-Virus weiter ungebremst, während die jüngsten Beschränkungen in der EU allmählich Wirkung zeigen. Dennoch leiden in Deutschland die Einzelhandelsgeschäfte unter den Auswirkungen der zweiten Corona-Welle.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Infektionsgeschehen

  • In den USA breitet sich das Virus weiterhin ungebremst aus. Im Durchschnitt der letzten sieben Tage wurden mehr als 41 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner gemeldet, so viele wie noch nie (Grafik 1). In Brasilien und Indien ist das Virus derzeit unter Kontrolle.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • In der EU zeigen die jüngsten Corona-Beschränkungen Wirkung. Die Niederlande und Frankreich melden deutlich weniger Neuinfektionen (Grafik 2). Auch in Spanien zeigt die Infektionskurve nach unten. In Italien und Deutschland stiegt die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen dagegen noch leicht.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Die Zahl der in deutschen Krankenhäusern intensiv-medizinisch behandelten Corona-Patienten ist um 59 auf 3186 gestiegen (Grafik 3). Damit hat sich das Tempo des Anstiegs weiter verlangsamt.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Wirtschaft

Auch wenn die Einzelhandelsgeschäfte in Deutschland anders als im Frühjahr weiter geöffnet sind, leiden sie offenbar unter der zweiten Infektionswelle und den neuerlichen Lockdown-Maßnahmen. Schon im Verlauf des Oktobers hatte der von Google anhand von Bewegungsdaten gemessene Betrieb in den Geschäften stetig nachgelassen (Grafik 5). Seit Anfang November – also seit dem Inkrafttreten der neuen Maßnahmen – hat sich dieser Abwärtstrend noch einmal verstärkt. Am 8. November – dem letzten Tag, für den derzeit Daten vorliegen – war in den Geschäften nur noch halb so viel Betrieb wie vor der Krise. Allerdings sollte man vorsichtig sein, von diesen Zahlen auf das Ausmaß des Umsatzrückgangs im gesamten Einzelhandel zu schließen. So waren die realen Einzelhandelsumsätze nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im April “nur” 7% niedriger als im Januar, obwohl sich der Betrieb dort mehr als halbiert hatte. Offensichtlich hielten sich die Kunden kürzer in den Läden auf, und viele Käufe erfolgten online. Dies wird aktuell ähnlich sein.