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Corona-Virus Update 13. Januar 2021

In der EU ist die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen seit Anfang der Woche nicht weiter gestiegen. In den Niederlanden wird der Lockdown bis zum 7. Februar verlängert. Die italienische Regierung hat ein gigantisches Konjunkturprogramm mit einem Volumen von 222,9 Milliarden Euro beschlossen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Infektionsgeschehen

  • In den USA und Großbritannien ist die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen in den vergangenen Tagen nicht weiter gestiegen (Grafik 1). Von einer Trendwende kann aber noch nicht gesprochen werden.
  • Japan, das bislang sehr gut durch die Corona-Pandemie kam, meldete in den vergangenen Tagen deutlich mehr Neuinfektionen. Der 7-Tage-Durchschnitt je 100.000 Einwohner hat sich innerhalb einer Woche auf 5 verdoppelt.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • In der EU erschwert eine neue Mutation des Corona-Virus die Eindämmung der Pandemie. Für den Anstieg der gemeldeten Neuinfektionen in der vergangenen Tagen dürften aber auch die höheren Kontaktzahlen über Weihnachten und Neujahr mit verantwortlich sein. In den Niederlanden will die Regierung den Lockdown bis zum 7. Februar verlängern.
  • Etwas Hoffnung macht, dass in den vergangenen beiden Tagen die Zahlen nicht weiter gestiegen sind. In Frankreich hat sich die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern im Durchschnitt der letzten sieben Tage bei knapp 27 eingependelt. In Spanien liegt der Wert bei 25.
  • In Deutschland wurden gestern 19.200 Neuinfektionen gemeldet, 2037 weniger als am Dienstag vor einer Woche. Der 7-Tage-Durchschnitt fiel leicht auf 25,9.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Die Zahl der in den deutschen Krankenhäusern intensiv-medizinisch behandelten Corona-Patienten ist gestern weiter leicht um 59 auf 5.230 gesunken (Grafik 3). Gegenüber Montag vor einer Woche bedeutet dies ein Rückgang um knapp 8%.

Wirtschaft

  • In der Eurozone zeichnet sich Italien nach einem holprigen Start durch ein zügiges Tempo bei den Corona-Impfungen aus. Bisher erhielten 1,31 von 100 Personen eine Impfung. Deutschland kommt nur auf 0,82. Schlusslicht ist Frankreich mit lediglich 0,29 Impfungen auf 100 Einwohner.
  • Reisende mit Ziel USA müssen ab 26. Januar vor dem Einsteigen in das Flugzeug einen negativen Covid-19-Test vorlegen, so eine jetzt von der Seuchenschutzbehörde CDC veröffentlichte Anweisung.
  • Der Finanzausschuss des Senats wird bereits am kommenden Dienstag – einen Tag vor der Amtseinführung von Präsident Biden – das Hearing zur Bestätigung von Janet Yellen als Finanzministerin durchführen. Yellen kommt in der neuen Administration eine Schlüsselrolle bei der Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie zu.
  • Die Kritik an der Impfstrategie der US-Bundesstaten nimmt stark zu. Eine Vielzahl von Vorschriften und Vorgaben wird dafür verantwortlich gemacht, dass die Impfungen hinter den Planungen zurückgeblieben sind. Besonders in der Kritik stehen New York (das erst die Hälfte der 1,2 Millionen bisher gelieferter Impfdosen verwendet hat) und Kalifornien (wo 2,5 Millionen Dosen ausgeliefert, aber bislang lediglich 783 Tsd verabreicht wurden). Der künftige Präsident Biden hat das Ziel ausgeben, in den ersten 100 Tagen seiner Amtszeit 100 Millionen Dosen zu verabreichen. Dies ist ein ehrgeiziges Ziel; bisher sind landesweit nur 9,3 Millionen Impfungen durchgeführt worden.
  • Die People’s Bank of China hat im Jahr 2020 einen Rekordbetrag von 30 Billionen CNY an neuen Krediten vergeben, um der Wirtschaft zu helfen, mit den Corona-bedingten Schwierigkeiten fertigzuwerden. Die Gesamtkredite nahmen 2020 mit einer Jahresrate von +13,3 % zu, gegenüber 10,7 % im Jahr 2019. Da sich das Wirtschaftswachstum im Jahr 2020 verlangsamt hat, ist die Gesamtverschuldung angesichts des reichlichen Angebots an Bankkrediten angestiegen. Die Behörden wollen allerdings eine Überschuldung der Wirtschaft aus Sorge um finanzielle Risiken vermeiden.
  • China meldete am 12. Januar mehr als 100 neue Covid-19-Fälle, die höchste Zahl seit fünf Monaten. Es wird erwartet, dass die Abriegelungsmaßnahmen auf weitere Regionen ausgeweitet werden.

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