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Corona-Virus Update 11. Juni 2021

In Großbritannien baut sich trotz des weit fortgeschrittenen Impfprozesses eine neue Infektionswelle auf. Bundeskanzlerin Merkel geht davon aus, dass in Deutschland im Herbst ältere Menschen nachgeimpft werden müssen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Infektionsgeschehen

  • In Deutschland ist die Pandemie weiter auf dem Rückzug. Gestern wurden noch 2.440 Neuinfektionen gemeldet, 725 weniger als am Donnerstag in der Vorwoche. Dieser Rückgang ist insofern bemerkenswert, als am Donnerstag vergangener Woche ein Feiertag war, an dem deutlich weniger getestet wird als an einem normalen Arbeitstag.
  • Die 7-Tage-Inzidenz – also die Summe der Neuerkrankungen in den vergangenen sieben Tagen – liegt bei 18,6 je 100.000 Einwohner (Grafik 1). Nur noch 12 der 412 Landkreisen und kreisfreien Städte weisen einen Inzidenzwert über 50 aus.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Während in den meisten europäischen Ländern die Infektionszahlen sinken, baut sich in Großbritannien eine neue Infektionswelle auf. Maßgeblich verantwortlich hierfür ist die Delta-Variante, die erstmals in Indien festgestellt wurde. In den vergangenen sieben Tagen wurden 44.008 Neuinfektionen registriert, 63,2 Prozent mehr als in den sieben Tagen zuvor (Grafik 2). Dieser signifikante Anstieg ist insofern beunruhigend als in Großbritannien inzwischen 54,6% der erwachsenen Bevölkerung den vollen Impfschutz haben und bei weiteren 22,8% mit dem Impfprozess begonnen wurde.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Impfungen

  • Bundeskanzlerin Merkel erwartet, dass in Deutschland im Herbst mit der Nachimpfung von Älteren begonnen werden muss. Aktuell haben 24 Prozent der Bevölkerung den vollen Impfschutz, bei 23 Prozent wurde der Impfprozess gestartet (Grafik 3).
  • Die EU fordert eine Aufhebung der Exportbeschränkungenfür Impfstoffe und deren Bestandteile. Nach Angaben von EU-Außenbeauftragten Josep Borelli hat die EU mehr als 240 Millionen Impfdosen in 90 Staaten exportiert, mehr als jede andere Region weltweit.

Wirtschaft

  • Der massive Einsatz der Fiskalpolitik zur Bekämpfung der Pandemie-Folgen hat das US-Haushaltsdefizit in den ersten acht Monaten des Haushaltsjahres 2021 (Oktober 2020 bis Mai 2021) auf 2.064 Mrd Dollar steigen lassen, nach einem Defizit von 1.880 Mrd Dollar im entsprechenden Zeitraum des Haushaltsjahres 2020. Die Ausgaben nahmen um knapp 20% zu, die Einnahmen kletterten um 29%. Immerhin zeichnet sich durch die unerwartet stark steigenden Einnahmen ein besseres Ergebnis für das Gesamtjahr ab als zunächst befürchtet. Das Defizit dürfte unter den 3,1 Billionen Dollar (14,9% des BIP) liegen, die für das Haushaltsjahr 2020 verzeichnet wurden.

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