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Corona-Virus Update 10. September 2020

In den USA und Brasilien gehen die Fallzahlen deutlich zurück. Im Euroraum hat sich der Anstieg der Fallzahlen zuletzt verlangsamt. In Deutschland ist der jüngste Anstieg der gemeldeten Infektionen maßgeblich auf die Verdoppelung der Testumfänge zurückzuführen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Infektionssituation

  • In den USA fallen die Fallzahlen seit einigen Tagen deutlich (Grafik 1). Aktuell liegt die Infektionsrate – durchschnittliche Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in den letzten 7 Tagen – knapp unter 11. In Brasilien ist die Infektionsrate auf 13,6 gefallen. Das rasante Abfallen der Infektionszahlen in den letzten Tagen deutet jedoch auf Ungenauigkeiten bei den Tests.
  • Indien bleibt das Epizentrum der Pandemie. Die Infektionsrate stieg auf 6,2. Auch im Vereinigten Königreich steigen die Fallzahlen seit etwa zwei Wochen wieder deutlich an: die Infektionsrate liegt nun bei 3,3.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Im Euroraum steigen die Neuinfektionen zwar weiter an – das Tempo hat sich zuletzt aber verlangsamt (Grafik 2). In Spanien liegt die Infektionsrate aktuell bei 19,4. In Frankreich liegt sie bei 10,9.
  • In Italien stiegen die Fallzahlen zuletzt kaum noch an – die Infektionsrate liegt aktuell bei 2,4. In Deutschland stagniert die Infektionsrate seit etwa 20 Tagen bei circa 1,5. Heute wurde für Deutschland zwar eine deutlich höhere Anzahl an Neuinfektionen gemeldet: diese ist jedoch auf Nachmeldungen aus den letzten Tagen zurückzuführen.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Keine zweite Infektionswelle in Deutschland

Der seit Mitte Juli zu verzeichnende Anstieg der gemeldeten Neuinfektionen in Deutschland ist maßgeblich auf die massive Ausweitung der Tests zurückzuführen. In den letzten drei Wochen wurden im Durchschnitt mehr als eine Million Personen getestet und damit doppelt so viele wie in der ersten Juli-Hälfte. Der Anteil der positiven Testergebnisse ist dagegen nur temporär geringfügig gestiegen (Grafik 3). Das deutet darauf hin, dass das Infektionsgeschehen in Deutschland nur leicht zugenommen hat.

Wirtschaftliche Meldungen

  • Deutschland: Die pauschale Reisewarnung für alle Länder außerhalb des Schengenraums wird ab dem 1. Oktober aufgehoben. Ab Oktober soll es dann gezielte Einschätzungen geben, die sich an der Corona Lage im jeweiligen Land orientieren.
  • Die Chancen auf Verabschiedung eines weiteren Corona-Hilfspakets im US-Kongress haben sich merklich verschlechtert, es zeichnet sich keine Einigung ab. In wenigen Wochen werden die Abgeordneten Washington für den Endspurt im Wahlkampf verlassen, die Zeit für einen Deal wird daher knapp.