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Corona-Virus Update 10. Juni 2021

In Deutschland liegt der Anteil der Corona-Neuinfektionen mit der Delta-Variante, die maßgeblich für die wieder deutlich steigenden Infektionszahlen in Großbritannien verantwortlich ist, weiterhin bei nur 2,5%. Die Regierung hat beschlossen, die Überbrückungshilfe III zu verlängern und den Unternehmen mit einer “Neustart-Prämie” unter die Arme zu greifen.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Infektionsgeschehen

  • In Deutschland werden immer weniger Neuinfektionen registriert. Gestern waren es 3.187 Neuinfektionen, 1.453 weniger als am Mittwoch vor einer Woche. Die 7-Tage-Inzidenz – also die Summe der Neuerkrankungen in den vergangenen sieben Tagen – liegt bei nur noch 19,3 je 100.000 Einwohner (Grafik 1). So niedrig war der Wert zuletzt Anfang Oktober 2020.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Anlass zur Sorge geben die weiter steigenden Infektionszahlen in Großbritannien. In den vergangen sieben Tagen wurden im Durchschnitt 8,2 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner registriert, 64% mehr als in den sieben Tagen zuvor (Grafik 2).
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Für den Anstieg der Neuinfektionen in Großbritannien ist vor allem die Delta-Variante des Virus verantwortlich, die erstmals in Indien festgestellt wurde. Sie verbreitet sich deutlich schneller als die Alpha-Variante, die auch als britische Variante bekannt ist.
  • In Deutschland dominiert weiterhin die Alpha-Variante. Deren Anteil an den Neuinfektionen lag in der vergangenen Woche bei 94% (Grafik 3). Der Anteil der Delta-Variante lag im Vergleich zur Vorwoche unverändert bei 2,5%.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Impfungen

  • Die Ständige Impfkommission (STIKO) geht davon aus, dass die Corona-Impfungen bei Menschen, deren Immunsystem medikamentös gebremst wird, weniger gut wirken. Betroffen sind demnach etwa Menschen nach einer Organtransplantation oder zum Teil auch Krebspatienten.
  • Nach einer Studie der Berliner Charité reagiert das Immunsystem von alten Menschen weniger effizient auf die Corona-Impfung als das von jüngeren. Dies erklärt, warum es in Alten- und Pflegeheimen trotz zweifacher Impfung der Bewohner immer noch Corona-Ausbrüche gibt.
  • Die US-Regierung hat einen Vorvertrag für den Kauf eines experimentellen Corona-Medikaments des US-Pharmakonzerns Merck&Co (MSD) abgeschlossen. Bei einer Zulassung des Medikaments Molnupiravir durch die US-Behörden würden die USA 1,7 Millionen Behandlungseinheiten bestellen. Mit dem Medikament kann die Virenlast deutlich gesenkt werden.
  • US-Präsident Biden wird möglicherweise schon heute den Kauf von 500 Millionen Dosen des Vakzins von Pfizer/BioNTech ankündigen, die dann an 100 Ländergespendet werden sollen. Damit reagiert die Administration auf den zunehmenden innenpolitischen Druck, mehr gegen die weltweite Ausbreitung der Pandemie zu tun. Von dieser Bestellung sollen 200 Millionen Dosen bis Jahresende verteilt werden, der Rest bis Juni 2022. Biden ist zum G7-Gipfel nach Europa gereist; er dürfte die Gelegenheit nutzen, auch die Europäer zur Lieferung von Impfstoffen an andere Länder zu drängen. Die Weltgesundheitsorganisation schätzt, dass etwa 11 MilliardenDosen nötig sind, um die ganze Welt zu impfen.
  • Die Impfbereitschaft ist in den USA sehr unterschiedlich ausgeprägt. Besonders in den Südstaaten (beispielsweise Alabama und Mississippi) ist die Impfquote deutlich unterdurchschnittlich, während sie in Neuengland hoch ist (Grafik 4).
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • In den westlichen Industrieländern ist der Impfprozess inzwischen weit fortgeschritten. In Deutschland haben 46,5% der Bevölkerung mindestens eine Impfung erhalten, 22,8% haben den vollen Impfschutz (Grafik 5).

Wirtschaft

  • Deutschland bietet den Unternehmen weitere Hilfen an. Laut dem gestrigen Kabinettsbeschluss wird die sogenannte Überbrückungshilfe III für Unternehmen und Soloselbstständige bis zum 30. September 2021 als “Überbrückungshilfe III Plus” fortgeführt. Ursprünglich sollte diese Unterstützung Ende Juni auslaufen. Zugleich sollen Unternehmen, die Mitarbeiter früher aus der Kurzarbeit holen oder Beschäftigte neu einstellen, eine “Neustart-Prämie” bekommen. Konkret erhalten Unternehmen, die einen Corona-bedingten Umsatzeinbruch nachweisen können, einen Zuschuss zu den Personalkosten. Berücksichtigt wird dabei die Differenz der Personalaufwendungen im Juli im Vergleich zu Mai 2021. Im Juli sollen Betriebe darauf einen Zuschuss von 60% erhalten, im August 40% und im September 20%. Außerdem beschloss die Bundesregierung, dass der vereinfachte Zugang zu Kurzarbeit abermals verlängert wird.
  • In Deutschland heben einzelne Bundesländer die Maskenpflicht im Unterricht auf. In Mecklenburg-Vorpommern müssen Schüler im Unterricht nicht länger einen Mund-Nasen-Schutz tragen; auf den Fluren im Schulgebäude bleiben Gesichtsmasken weiterhin Pflicht. Auch Sachsen befreit Schüler bei einer 7-Tage-Inzidenz unter 35 von der Maskenpflicht. Bayern will diese Pflicht laut Kultusminister Piazolo bald lockern.

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