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Corona-Virus Update 10. Februar 2021

In Deutschland treffen sich heute Bundeskanzlerin Merkel mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer, um über eine Verlängerung des Lockdowns über den 14. Februar hinaus zu beraten. Wir gehen davon aus, dass trotz stark rückläufiger Neuinfektionen die Corona-Beschränkungen allenfalls geringfügig gelockert werden.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Infektionsgeschehen

  • In Großbritannien werden immer weniger Neuinfektionen registriert. Im Durchschnitt der vergangenen sieben Tagen waren es knapp 27 je 100.000 (Grafik 1). Inzwischen hat sich auch die Lage in den britischen Krankenhäusern merklich entspannt. Gestern wurden dort noch knapp 27.000 Corona-Patienten behandelt, im Hochpunkt Mitte Januar waren es 39.000.
  • Auch in den USA zeigt die Infektionskurve weiter nach unten. Einige Bundesstaaten haben bereits damit begonnen, die Corona-Beschränkungen zu lockern.
  • In Israel, wo inzwischen mehr als 40% der Bevölkerung mindestens einmal gegen das Virus geimpft wurde, stagniert dagegen die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen auf hohem Niveau.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • In Portugal zeigen die verschärften Corona-Beschränkungen Wirkung. Im Durchschnitt der vergangenen sieben Tage wurden nur noch 58 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner gemeldet (Grafik 2). Das sind 67 weniger als im Hochpunkt Ende Januar.
  • In Frankreich ist die Infektionslage dagegen weiter unverändert. Auch in Italien stagniert die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen.
  • In Deutschland wurden gestern 8.072 Neuinfektionen registriert. Dies sind gut 1.600 weniger als am Dienstag vor einer Woche. Der 7-Tage Durchschnitt je 100.000 Einwohner sank auf unter 11. Die 7-Tage Inzidenz – also die Summe der in den vergangenen sieben Tagen an Corona Erkrankten – fiel auf 68. Die Zielmarke von 50 rückt damit immer näher.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • In den deutschen Krankenhäusern werden immer weniger Corona-Patienten intensiv-medizinisch behandelt (Grafik 3). Gestern waren es noch 3.846. Dies sind gut 1.900 weniger als im Hochpunkt Anfang Januar.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Impfungen

  • Die Corona-Impfungen kommen in der EU weiterhin nur schleppend voran. Bislang haben in den großen EU-Ländern weniger als 3% der Bevölkerung mindestens eine Impfung erhalten(Grafik 4). In Israel beläuft sich der Anteil inzwischen auf knapp 41%, in Großbritannien sind es 18%.

Wirtschaft

  • In Deutschland werden Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder bei ihrem heutigen Corona-Gipfel wohl die Verlängerung der Lockdown-Maßnahmen beschließen. In einem vorläufigen Entschließungspaper heißt es laut FAZ, die Ausbreitung von Viren-Mutationen mache es notwendig, die “Kontaktbeschränkungen in den nächsten Wochen grundsätzlich” beizubehalten. Im März könnten die Maßnahmen gelockert werden, angefangen von der Öffnung von Kitas und Schulen. Gleichzeitig skizzierte Unionsfraktionschef Brinkhaus eine längerfristige Öffnungsperspektive – ähnlich der Stufenpläne aus Schleswig-Holstein, Niedersachsen oder Thüringen: Sobald bestimmte Inzidenzwerte unterschritten werden – beispielsweise 50, 35 und 10 –, könnten Maßnahmen gelockert werden. Dabei müsse aber auch das Risiko neuer Virus-Mutationen berücksichtigt werden.
  • Die Demokraten im US-Repräsentantenhaus arbeiten weiter an den Details für das angekündigte Corona-Hilfspaket. Sie haben sich darauf geeinigt, dass nur Amerikaner mit einem Einkommen unter 75 Tsd Dollar Anspruch auf die volle Einmalzahlung in Höhe von 1400 Dollar haben. Weitere Punkte des Pakets, darunter die vom linken Flügel der Demokraten geforderte kräftige Erhöhung des Mindestlohns, bleiben umstritten. Die Demokraten planen, das Paket bis Ende Februar durch das Repräsentantenhaus zu bringen.

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