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Corona-Virus Update 1. Februar 2021

In Israel ist inzwischen mehr als ein Drittel der Bevölkerung mindestens einmal gegen das Coronavirus geimpft worden. Trotzdem wird dort der harte Lockdown bis mindestens Freitag verlängert. In der EU kommen die Impfungen weiterhin nur schleppend voran. Auf dem heutigen Impfgipfel von Bundeskanzlerin Merkel und den Ministerpräsidenten der Bundesländer sind keine konkreten Beschlüsse zu erwarten.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Infektionsgeschehen

  • In Israel ist das Infektionsgeschehen weiterhin sehr hoch (Grafik 1). Deshalb hat die Regierung beschlossen, den seit 8. Januar geltenden Lockdown bis mindestens Freitag zu verlängern. Nicht-systemrelevante Betriebe und die meisten Schulen bleiben geschlossen. Auch das Flugverbot aus oder nach Israel soll weiter gelten. Inzwischen wurde mehr als ein Drittel der Bevölkerung mindestens einmal geimpft.
  • In den USA und Großbritannien sinkt die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen weiter.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • In der EU ist das Bild weiterhin gemischt. In Frankreich gelingt es weiterhin nicht, die Zahl der Neuinfektionen zu drücken. Der 7-Tage Durchschnitt pendelt seit weiterhin um 30 (Grafik 2).
  • In Italien ist der Rückgang der gemeldeten Zahl in den vergangenen Tagen zum Stillstand gekommen. Dennoch dürfen in einigen Regionen die Restaurants zumindest tagsüber wieder öffnen.
  • Auch in Deutschland lässt das Infektionsgeschehen weiter nach. Für Sonntag hat das RKI noch keine Zahlen veröffentlicht.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Die Lage in den deutschen Krankenhäusern entspannt sich weiter. Die Zahl der intensiv-medizinisch behandelten Corona-Patienten ist am Sonntag auf 4.348 gesunken, der niedrigste Wert seit dem 10. Dezember (Grafik 3).
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Impfungen

  • Im Vergleich zu anderen Ländern hinkt die EU bei den Impfungen weiter hinterher. In Großbritannien haben inzwischen 13,2% der Bevölkerung mindestens einmal eine Impfung erhalten, in den großen EU-Ländern waren es gerade einmal 2,2% (Grafik 4).
  • Laut EU wird AstraZeneca nun im ersten Quartal 40 Mio. Impfdosen an die EU liefern und damit 9 Mio mehr als zunächst angekündigt. Gleichwohl ist das nur die Hälfte der ursprünglich anvisierten Menge. BioNTech will im zweiten Quartal dagegen bis zu 75 Mio Impfdosen mehr an die EU ausliefern.
  • Mit der Zulassung des Impfstoffs von Astra-Zeneca kann in Deutschland nun ein drittes Medikament gegen Corona eingesetzt werden. Allerdings empfiehlt die Ständige Impfkommission, den Impfstoff vorerst nur bei Personen unter 65 Jahren einzusetzen.

Wirtschaft

  • In Deutschland findet heute im Bundeskanzleramt der Impfgipfel statt, bei dem sich Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten mit Experten und Impfstofflieferanten treffen werden. Bereits im Vorfeld haben mehrere Ministerpräsidenten einen bundesweiten Impfplan gefordert, der unter anderem verlässliche Angaben zu den Impfstofflieferungen enthalten müsse, um mehr Bürger rascher gegen das Corona-Virus zu schützen.
  • In den USA wird sich Präsident Biden heute mit einer Gruppe von zehn republikanischen Senatoren treffen, die einen Kompromissvorschlag für ein weiteres überparteiliches Corona-Hilfsprogramm vorgelegt haben. Dieser Vorschlag beinhaltet Hilfen für 600 Mrd Dollar und damit nur rund ein Drittel der von den Demokraten geforderten Summe. Die Demokraten dürften diese Woche erste Schritte einleiten, ihr 1900-Mrd-Paket im Senat einzubringen.
  • In China ging der offizielle Einkaufsmanagerindex für das verarbeitende Gewerbe im Januar auf 51,3 zurück, nach 51,9 im Vormonat. Darüber hinaus sank der Index für den Dienstleistungssektor im Januar deutlich um 3,3 Punkte auf 52,4 Punkte. Der heute Morgen veröffentlichte private Caixin PMI für das verarbeitende Gewerbe sank ebenfalls auf 51,5 von 53,0 im Dezember letzten Jahres. Da alle PMIs deutlich unter den Schätzungen lagen, scheint es so, als ob das Wiederaufleben des Virus die Wirtschaft stark getroffen hat.

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