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Corona-Virus Update 1. April 2021

In den USA breitet sich das Coronavirus regional wieder stärker aus. Auch in Spanien wurden in den vergangenen Tagen wieder mehr Neuinfektionen gemeldet. In Deutschland und Frankreich türmt sich die dritte Infektionswelle weiter auf.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Infektionsgeschehen

  • In Deutschland wurden gestern 24.300 Neuinfektionen gemeldet, 1.643 mehr als am Mittwoch vor einer Woche. Die 7-Tage-Inzidenz stieg nach dem Rückgang am Dienstag wieder leicht auf 134,2 je 100.000 Einwohner (Grafik 1).
  • Deutlich zugelegt hat die Zahl der Intensivpatienten in den deutschen Krankenhäusern in den letzten Tagen. Gestern lag sie bei 3.680, ein Plus von 16% gegenüber der Vorwoche.
  • Insgesamt aber gilt weiterhin, dass die Zahl der Intensivpatienten in der dritten Welle bislang deutlich langsamer gestiegen ist als die gemeldeten Neuinfektionen. Grund hierfür ist, dass sich das Coronavirus aktuell vor allem unter jüngeren Menschen stark ausbreitet, bei denen das Risiko eines schweren Krankheitsverlaufs deutlich geringer ist.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Die dritte Infektionswelle ist auf die starke Verbreitung der britischen Mutation des Coronavirus zurückzuführen. Innerhalb der vergangenen zwei Wochen hat sich die Zahl der Neuinfektionen mit dieser Mutante nahezu verdoppelt (Grafik 2). Sie ist inzwischen für fast 90% der Neuinfektionen verantwortlich.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • Nicht nur in Deutschland, auch in Frankreich zeigt die Infektionskurve in der Tendenz weiter nach oben (Grafik 3).
  • Auch in Spanien wurden in den vergangenen Tagen wieder mehr Neuinfektionen registriert.
  • In Italien scheint es dagegen gelungen zu sein, die Ausbreitung des Virus zu bremsen.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
  • In den USA steigt die Zahl der Neuinfektionen aufgrund regionaler Ausbrüche im Nordosten und Teilen des Mittleren Westens wieder an. Im Durchschnitt der vergangenen sieben Tage wurden 19 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner gemeldet, 2 mehr als vor einer Woche (Grafik 4). Besonders betroffen ist der Bundesstaat Michigan. Dort hat sich die Zahl der Coronapatienten in Krankenhäusern binnen zweier Wochen verdoppelt. Aufgrund des hohen Impftempos – zurzeit werden täglich etwa 2,8 Millionen Impfungen verabreicht – ist mittelfristig aber wieder mit sinkenden Fallzahlen zu rechnen.
Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.

Impfungen

  • Bei der Impfstoffproduktion des Vakzins von Johnson & Johnson ist es in einem US-Werk zu einer Panne gekommen, bei der 15 Millionen Impfdosen unbrauchbar wurden. Die Aufsichtsbehörde FDA untersucht den Vorfall, es könnte zu Verzögerungen bei der US-basierten Produktion des Impfstoffs kommen. Die europäischen Werke sind nicht betroffen, und J&J gibt sich optimistisch, die der US-Regierung bis Ende April in Aussicht gestellten 24 Millionen Impfdosen liefern zu können.
  • In Deutschland glauben nach einer Umfrage von INSA nur noch 21% der Bürger dem Versprechen der Regierung, bis zum 21. September jeden Erwachsenen impfen zu können. Bislang haben gerade einmal 11% der Bevölkerung mindestens eine Impfdosis erhalten (Grafik 5).

Wirtschaft

  • In Deutschland arbeiten laut einer Umfrage des Ifo-Instituts derzeit rund 32% aller Beschäftigten teilweise der vollständig im Home Office. Das Ifo schätzt, dass das Potenzial deutlich höher liege und sogar jeder zweite Beschäftigte von zu Hause aus arbeiten könne. Google-Mobilitätsdaten zeichnen sogar ein noch ernüchterndes Bild: In der vergangenen Woche lag die Mobilität am Arbeitsplatz etwa 23% unter Vor-Krisen-Niveau, wohingegen diese während des ersten Lockdowns bei mehr als Minus 40% lag. Darauf könnte die Bundesregierung reagieren, zumal Kanzlerin Merkel bereits angekündigt hat, auch die gesetzliche Homeoffice-Regelung noch einmal angehen zu wollen.
  • In Bayern dürfen ab heute die Schuhgeschäfte wieder öffnen. Laut einem Beschluss des Verwaltungsgerichtshofs zählen Schuhgeschäfte als “sonstiges für die tägliche Versorgung unverzichtbares Ladengeschäft”. Zur Begründung verwiesen die Richter darauf, dass mittlerweile auch Bau- und Gartenmärkte sowie Buchhalndungen oder Versicherungsbüros unter diese Kategorie fallen.

Start in die Dividendensaison

Auch in diesem Jahr ist im Frühjahr die Zeit für Hauptversammlungen und so können sich viele Aktionäre über Ausschüttungen freuen. Lesen Sie hier, was Anleger von der kommenden Dividendensaison erwarten können.