Währung

Corona ist zurück: Risk-off an den Devisenmärkten

Coronavirus Risk-off

Die zweite Corona-Welle ist mit voller Wucht auch in der politischen Realität angekommen. Überall in Europa verkünden Regierungen neue Maßnahmen in dem verzweifelten Versuch, die Ausbreitung des Virus wieder einzudämmen. Das hinterlässt auch am Devisenmarkt Spuren. Risk-off ist angesagt. Der Kampf gegen Corona, das wird jetzt auch am Devisenmarkt immer deutlicher, ist kein Sprint, sondern ein Marathon. Gewinner werden die Volkswirtschaften und ihre Währungen sein, die die sich aus der Pandemie ergebenden wirtschaftlichen Herausforderungen am besten bewältigen. Welche das sein werden, wird jedoch erst in einigen Monaten abschätzbar sein. Bis dahin überwiegen am Devisenmarkt Risikoerwägungen.

Blick auf die US Einzelhandelsumsätze

Wie schwierig es ist, die Folgen der Corona-Pandemie abzuschätzen, zeigt aktuell der Blick in die USA. Die im Juli ausgelaufenen Stimulusmaßnahmen, insbesondere das Ende der zusätzlichen Arbeitslosenhilfen, haben bisher kaum ihre Spuren in der Wirtschaft hinterlassen, wohl unter anderem, weil Verbraucher die zusätzlichen finanziellen Zuwendungen gespart haben. Das dürfte nicht unerheblich dazu beitragen, dass der US Dollar in den letzten Tagen deutlich zulegen konnte. Gestern veröffentlichte Zahlen haben jedoch einen überraschenden Anstieg der Erstanträge für Arbeitslosenhilfe gezeigt. Werden also erst jetzt die langfristigen Folgen der anhaltenden Corona-Pandemie und der auslaufenden Staatshilfen deutlich? Etwas Klarheit dürften sich die Marktteilnehmer von den heutigen Einzelhandelsumsätzen für September erhoffen. Enttäuschen auch die dürften die Rufe nach zusätzlicher fiskalpolitischer Unterstützung wieder lauter werden. Auch die USA haben die Pandemie in keinster Weise unter Kontrolle gebracht, wie auch die Zahl der Neuinfektionen zeigt. Warum der US Dollar daher so deutlich vom aktuellen Risk-off-Umfeld profitiert, erschließt sich mir daher nicht.

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UK unzufrieden mit Brexit-Ergebnissen des EU-Gipfels

“Enttäuscht” und “überrascht” zeigte sich David Frost, britischer Verhandlungsführer in den Gesprächen über die zukünftigen Handelsbeziehungen mit der EU, über die Äußerungen der EU zu den Brexit-Verhandlungen. Ich bin mir ehrlich gesagt nicht sicher, wovon genau. Genau wie das Vereinigte Königreich betont die EU auf ihrem gestrigen Gipfel, einen Deal nicht um jeden Preis erreichen zu wollen und sieht die Notwendigkeit zu Kompromissen vor allem auf der Gegenseite. Anders als die Briten betonte sie dabei jedoch ihre Bereitschaft, “bis zum letzten Tag” für Gespräche zur Verfügung zu stehen und hat für die kommenden zwei bis drei Wochen intensive Gespräche angeboten mit dem Ziel Ende Oktober/ Anfang November eine Einigung zu erzielen.

Damit richtet sich die Aufmerksamkeit wieder auf Großbritannien. Frost hat für heute eine offizielle Reaktion von Premierminister Boris Johnsons angekündigt. Dieser hatte im Vorfeld eigentlich gefordert, dass sich gestern ein finales Abkommen abzeichnen müsse. Andernfalls drohte er zwischenzeitlich sogar mit dem Abbruch der Handelsgespräche. Die EU hat ihm gestern jedoch nichts an die Hand gegeben, um dieses Ultimatum auch nur halbwegs gesichtswahrend verstreichen lassen zu können. Die Seelenruhe, mit der die GBP-Wechselkurse gestern den EU-Gipfel verarbeitet haben, zeigt jedoch, dass am Devisenmarkt niemand befürchtet, Johnson könne seine Drohung wahr machen. Doch das ändert nichts daran, dass ein Abkommen weiter aussteht und ohne Abkommen Ende Dezember die harte Brexit-Realität droht. Solange das der Fall ist, bleibt eine erhöhte GBP-Risikoprämie gerechtfertigt. Nach Johnsons heutigem Statement könnte diese durchaus noch einmal angepasst werden müssen. Das wahrscheinlichste Szenario ist jedoch, dass wir einfach abwarten müssen, wie der Stand der Verhandlungen Ende Oktober ist. Wir sprechen uns dann wieder.

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