Währung

Corona bleibt Taktgeber – sowohl für den EUR als auch für den USD

Corona bleibt Taktgeber – sowohl für den EUR als auch für den USD

Wenn uns die USD-Performance im Juli eines gelehrt hat, dann dass steigende Corona-Infektionszahlen am Devisenmarkt ein absoluter Stimmungskiller sind. Ohne neue Impulse der Geldpolitik liegt der Fokus zu Corona-Zeiten allein auf der Realwirtschaft. Und dabei interessiert es wenig, welche Volkswirtschaft im vergangenen Vierteljahr ein paar Prozentpunkte mehr oder weniger gewachsen ist. Taktgeber am Devisenmarkt bleibt vielmehr die Frage, welches Land wie schnell und wie gut aus der Krise rauskommen wird. Um das einschätzen zu können sind vor allem zwei Faktoren entscheidend:

  • Die Infektionsentwicklung. Einerseits hat die Lage in Australien gezeigt (siehe unten), dass auch die Wiedereinführung scharfer Restriktionen nicht ausgeschlossen werden kann, andererseits zeigen hochfrequente Daten aus den USA, dass die wirtschaftliche Erholung auch ohne explizite Beschränkungen stockt. Steigende Infektionszahlen in Europa könnten der EUR-Stärke daher einen Dämpfer versetzen, wenn die Lage außer Kontrolle zu geraten droht.
  • Die Unterstützung der Fiskalpolitik. Sowohl EZB als auch die Fed haben klar gemacht, dass sie nur unterstützende Rahmenbedingungen für die wirtschaftliche Erholung schaffen können. Gestaltet werden muss diese durch die Fiskalpolitik.

Damit liegt der Fokus diese Woche ganz klar auf den Verhandlungen zwischen Demokraten, Republikanern und Vertretern des Weißen Haus über ein neues US-Konjunkturpaket. Wichtige Maßnahmen wie erweiterte Arbeitslosenhilfen sind inzwischen ausgelaufen – bleiben aber kritisch, wie der Arbeitsmarktbericht am Freitag zeigen wird. Wie scharf der Aufprall nach dem Sturz von der fiskalischen Klippe wird, hängt nun davon ab, wie schnell eine Einigung über neue Maßnahmen erfolgt. Je länger das dauert, umso schmerzhafter wird es wohl, sowohl für die US-Wirtschaft als auch für den US-Dollar.

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Die maßgeblichen Produktinformationen stehen im Internet unter https://sg-zertifikate.de zur Verfügung. Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen und die Basisinformationsblätter erhalten Sie bei Klick auf die WKN.
Sie sind im Begriff, ein komplexes Produkt zu erwerben, das nicht einfach ist und schwer zu verstehen sein kann. Wir empfehlen Interessenten und potenziellen Anlegern den Basisprospekt und die Endgültigen Bedingungen zu lesen, bevor sie eine Anlageentscheidung treffen, um sich möglichst umfassend über die potenziellen Risiken und Chancen des Wertpapiers zu informieren, insbesondere um die potenziellen Risiken und Chancen der Entscheidung, in die Wertpapiere zu investieren, vollends zu verstehen. Die Billigung des Basisprospekts durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht ist nicht als ihre Befürwortung der angebotenen Wertpapiere zu verstehen.

Verbaler Interventionsversuch gegen starken Yen

Es ist sicherlich kein Geheimnis, dass sich die japanische Regierung ebenso wie die Bank of Japan (BoJ) den starken Yen äußerst kritisch sehen. Dennoch beeindruckt es den Devisenmarkt immer wieder, wenn sich die Verantwortlichen direkt zur Währung äußern – so geschehen nach einem Treffen von Vertretern des Finanzministeriums, der Zentralbank und der Finanzaufsicht am Freitag. Bemerkungen des japanischen Finanzministers Taro Aso, dass Stabilität am Devisenmarkt wichtig sei und man die Lage daher mit Dringlichkeit beobachte, dürften in meinen Augen zumindest das Hauptargument dafür gewesen sein, dass USD-JPY wieder über 105 handelt. Dabei hatte der Rutsch des USD-JPY-Wechselkurses in der letzten Woche nichts mit einer Instabilität des Devisenmarktes zu tun, sondern war vor allem eine Folge des schwächelnden Dollars. Auf den kann die japanische Regierung noch weniger Einfluss nehmen als auf die eigene Währung. Und solange wir davon ausgehen können, dass Devisenmarktinterventionen unter den G7-Nationen ein unerhörter Tabubruch bleiben, sind die Möglichkeiten der Bank of Japan, den Yen zu beeinflussen, erschöpft. Schließlich hat die vergleichsweise passive Reaktion der BoJ auf dem Höhepunkt der Corona-Krise mehr als deutlich gemacht, dass sie der JPY-Aufwertung geldpolitisch nichts mehr entgegenzusetzen haben. Die verbalen Warnungen des Finanzministers dürften daher schnell wieder verpuffen. Ein deutlich schwächerer Yen, der die heimische Inflation unterstützen und Japans Exporteuren unter die Arme greifen könnte, die durch die Corona-bedingte Nachfrageschwäche bereits mehr als genug gebeutelt sind, bleibt in unseren Augen ein Wunschtraum.

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CJ4VJPCallEUR/JPYHebel: 7,5
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Lernfähige Regierung wird mit starkem Pfund belohnt

Das Pfund konnte in den letzten Tagen sowohl gegenüber dem US-Dollar als auch dem Euro deutlich zulegen. Ein entscheidender Grund dürfte sein, dass im UK, im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ländern, bislang keine Anzeichen einer zweiten Viruswelle zu erkennen sind. Das Infektionsgeschehen bleibt insgesamt stabil auf niedrigem Niveau. Anders als zu Beginn der Pandemie greift die britische Regierung zudem nun weitaus härter durch, um eine erneute rasante Ausbreitung des Virus zu verhindern. So hat sie recht schnell Quarantäneverpflichtungen für die Reise in europäische Risikogebiete eingeführt und auch eine Lockerung der heimischen Corona-Beschränkungen vorerst hinausgezögert. Das Trauma der ersten Virus-Phase, in der die britische Regierung im Vergleich zu den meisten anderen Ländern Europas erst spät einen Lockdown einführte, weshalb sich Großbritannien zeitweise zum Corona-Hotspot entwickelte, scheint tief zu sitzen. Dass die britische Regierung sich aber offenbar lernfähig zeigt, wird nun dafür mit einem starken Pfund belohnt.

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CJ4VF2CallEUR/GBPHebel: 7,3
CJ4VHTPutEUR/GBPHebel: 7,3
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Gefährden steigende Infektionszahlen die AUD-Stärke?

Der australische Bundesstaat Victoria hat die Notbremse gezogen: Nach dem die vor drei Wochen wiedereingeführten Beschränkungen den erneuten Ausbruch in Melbourne und Umgebung kaum bremsen konnten, wurde am Wochenende der Katastrophenfall ausgerufen – einschließlich strikter Ausgangssprerren und erneuter Schul- und Geschäftsschließungen. Dadurch gewinnt die morgige Sitzung der australischen Zentralbank (Reserve Bank of Australia, RBA) an Brisanz. Ursprünglich waren wir davon ausgegangen, dass das Überraschungspotenzial gering sein dürfte, schließlich hatten sich RBA-Governor Philip Lowe und seine Kollegen in den vergangenen Wochen ausführlich zur Geldpolitik und zum australischen Dollar geäußert. Wir gehen auch weiterhin davon aus, dass die RBA keine Anpassungen vornimmt. Doch nun rückt die Einschätzung der RBA zu den wirtschaftlichen Konsequenzen der eskalierenden Infektionslage in Victoria in den Vordergrund. Die Verschärfungen sind zu akut, als dass sie sich schon in den neuen vierteljährlichen Prognosen widerspiegeln, die detailliert im geldpolitischen Bericht am Freitag veröffentlicht werden. Von daher werden die AUD-Händler morgen Lowe mehr denn je an den Lippen hängen. Die RBA hat immer wieder betont, dass sie bereitsteht, ihre Geldpolitik bei Bedarf weiter zu lockern. Sieht die RBA in den Entwicklungen in Victoria eine fundamentale Verschlechterung der Konjunkturbildes für ganz Australien, könnte sie dazu bald die Notwendigkeit sehen. Neue Höchststände in AUD-USD sind vor diesem Hintergrund kaum gerechtfertigt.

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CL9BMRCallAUD/USDHebel: 7,9
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CJ4VCLCallEUR/AUDHebel: 7,4
CL7W8VPutEUR/AUDHebel: 7,4
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