Rohstoffe

CO2 auf neuem Rekordhoch

Energie: IEA prognostiziert für 2022 massives Überangebot am Ölmarkt

Die Ölpreise gerieten nach der Veröffentlichung des IEA-Monatsberichts unter Druck. Die IEA sprach davon, dass die Ölpreisrally vor ihrem Ende stehen könnte und untermauerte dies mit ihren Prognosen. Zwar hat die IEA die Prognose für die weltweite Ölnachfrage in diesem Jahr bestätigt und für nächstes Jahr leicht nach oben revidiert. Sie erwartet für 2022 aber weiterhin nur ein sehr moderates Nachfragewachstum. Die Ölnachfrage soll Ende 2022 nur 1,4 Millionen Barrel pro Tag höher liegen als Ende dieses Jahres. Das Vorkrisenniveau würde damit auch Ende nächsten Jahres noch nicht wieder erreicht. Das Nicht-OPEC-Angebot soll dagegen Ende 2022 gut 2 Millionen Barrel pro Tag höher liegen als Ende 2021 und damit auch das Vorkrisenniveau übertreffen. Die IEA führt dies auf das höhere Ölpreisniveau zurück, wodurch die Ölproduktion in den USA wieder stärker steigen soll. In der Folge reduzierte die IEA ihre Prognose für den Bedarf an OPEC-Öl Ende 2022 auf 27,3 Millionen Barrel pro Tag. Das sind 1 Millionen Barrel pro Tag weniger als Ende dieses Jahres. Die OPEC hätte somit überhaupt keinen Spielraum mehr, die Ölproduktion vom aktuellen Niveau weiter zu erhöhen. Laut IEA produzierte die OPEC im Oktober 27,4 Millionen Barrel pro Tag. Laut OPEC+-Vereinbarung soll die Ölproduktion des erweiterten Kartells jeden Monat um weitere 400 Tausend Barrel pro Tag steigen, wovon rund 250 Tausend Barrel pro Tag auf die OPEC entfallen. Wird dies so umgesetzt, droht im nächsten Jahr auf Basis der IEA-Prognosen ein massives Überangebot. Dieses würde von 1 Millionen Barrel pro Tag im 1. Quartal auf fast 3 Millionen Barrel pro Tag im 4. Quartal steigen. Damit ist die IEA auch deutlich pessimistischer als die OPEC in ihrem Monatsbericht. Die OPEC prognostiziert zwar ein höheres Überangebot im 1. Quartal, danach aber deutlich niedrigere Angebotsüberschüsse. Die OPEC geht dabei von einer deutlich höheren Ölnachfrage im nächsten Jahr aus. Entwickelt sich die Nachfrage so verhalten wie von der IEA erwartet, bliebe der OPEC+ keine andere Möglichkeit als ihre Produktionspläne für nächstes Jahr zu überdenken. Ansonsten droht ein massiver Preisrückgang.

Energie: Der Gasmarkt kommt nicht zur Ruhe, CO2 auf neuem Rekordhoch

Am europäischen Gasmarkt wird man wieder ziemlich nervös: Gestern wurde bekannt, dass die Bundesnetzagentur die Zeritifizierung der Nord Stream 2-Pipeline ausgesetzt hat. Damit wachsen die Sorgen, dass Russland dem Versprechen höherer Lieferungen nicht nachkommen wird, zumal die Lieferungen über den Knotenpunkt Mallnow zuletzt kaum noch gestiegen sind und auch für andere Pipelines bislang wohl keine zusätzlichen Transportkapazitäten gebucht wurden. Hinzu kommt die Vorhersage kälterer Temperaturen. Die Gaspreise am Knotenpunkt TTF klettern heute Morgen auf ein 4-Wochenhoch von fast 100 EUR je MWh und schieben die Preise im EU-Emissionshandel auf ein neues Rekordhoch von fast 68 EUR je Tonne.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T6XLongOil Brent Future Faktor: 6
SF475RShortOil Brent Future Faktor: -6
SB3T5JLongWTI Light Crude Future Faktor: 3
SD2TASShortWTI Light Crude FutureFaktor: -3
SB3T5KLongNatural Gas FutureFaktor: 3
SF3KGNShortNatural Gas FutureFaktor: -3
SD3YH2LongICE EUA FutureFaktor: 4
SF6JCUShortICE EUA FutureFaktor: -4
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Edelmetalle: Fester US-Dollar setzt Gold unter Druck

Nachdem Gold gestern Vormittag noch ein 5-Monatshoch von 1.875 USD je Feinunze erklommen hatte, ist es am Nachmittag deutlich unter Druck geraten und auf 1.850 USD gefallen. Grund hierfür waren gute US-Konjunkturdaten: So wurden zunächst überraschend gute Einzelhandelsumsätze für Oktober berichtet. Kurze Zeit später wurden die Daten zur Industrieproduktion veröffentlicht, die ebenfalls klar über den Erwartungen lagen. Die US-Wirtschaft war zu Beginn des vierten Quartals also noch auf Kurs. Der US-Dollar wertete auf die Daten hin weiter auf und der handelsgewichtete Dollar-Index steigt heute Morgen sogar auf den höchsten Stand seit Juli 2020 (der EUR-USD-Wechselkurs handelt erstmals seitdem unter 1,13). Die Anleiherenditen sind ebenfalls gestiegen, allerdings nur leicht. Weiteren Gegenwind erhielt Gold gestern Nachmittag durch Aussagen vom Präsidenten der St. Louis Fed, Bullard. Dieser sprach sich in einem Bloomberg Interview dafür aus, dass die US-Notenbank ihre Geldpolitik schneller straffen soll. Bullard wird nächstes Jahr stimmberechtigtes Mitglied im FOMC. Heute stehen weitere Reden von Fed-Vertretern auf der Agenda. Sollten sie in dasselbe Horn wie Bullard stoßen und den zuletzt stark aufgekommenen Zinserhöhungserwartungen keinen Dämpfer versetzen, könnte der US-Dollar weiter aufwerten und der Goldpreis entsprechend weiter unter Druck geraten. Heute Morgen erholt er sich zunächst allerdings um ein paar Dollar. Ähnlich wie Gold haben gestern auch Silber und Platin im Tagesverlauf gedreht. Für Silber stand schlussendlich ein Minus von knapp 1% zu Buche, Platin ist um über 2% gefallen. Lediglich Palladium hat den Handel im positiven Bereich beendet.

Produktidee: Faktor-Optionsscheine
WKNTypBasiswertMerkmale
SF5DDULongGold Future Faktor: 5
SF5DDDShortGold Future Faktor: -5
SF5DDVLongSilber FutureFaktor: 5
SF5DDEShortSilber FutureFaktor: -5
SB3T41LongPlatinum FutureFaktor: 2
SB3T7YShortPlatinum FutureFaktor: -2
SB3T49LongPalladium FutureFaktor: 2
SB3T7ZShortPalladium FutureFaktor: -2
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Industriemetalle: Ungleichgewichte am Bleimarkt

Das World Bureau of Metal Statistics (WBMS) und die International Lead and Zinc Study Group (ILZSG) veröffentlichen heute ihre neuen Monatsdaten zu Angebot und Nachfrage an den einzelnen Metallmärkten. Während WBMS bislang in den ersten acht Monaten des Jahres ein sehr hohes Angebotsdefizit am globalen Bleimarkt berichtet hat, war die ILZSG mit einem Überschuss noch wesentlich optimistischer unterwegs. Es wird interessant sein zu sehen, ob sich die Ansichten im September angenähert haben. Wie aus den WBMS-Daten hervorgeht, ist die Knappheit vor allem in den USA stark ausgeprägt. Dort blieb das Angebot von Januar bis August demnach um fast 400 Tausend Tonnen hinter der Nachfrage zurück. In den LME-Lagerhäusern in den USA gibt es schon seit Monaten gar kein Blei mehr. In Europa war die Lage gemäß den WBMS-Daten noch entspannter. Die Lagerbestände zeigen hier mittlerweile aber ein anderes Bild: Mit nur noch gut 12 Tausend Tonnen liegt in den europäischen LME-Lagerhäusern die geringste Menge Blei seit gut 14 Jahren. Dies deutet auf eine robuste Nachfrage hin. Dabei dürften allerdings auch Produktionsausfälle eine Rolle spielen: So musste im Zuge der Überschwemmungen im Westen Deutschlands im Juli eine große Bleischmelze ihre Produktion einstellen. Dieses Material fehlt dem Markt offensichtlich. Dagegen sitzt China noch auf hohen Blei-Beständen: In den Lagerhäusern der SHFE liegen noch immer gut 160 Tausend Tonnen; Mitte September waren es sogar rekordhohe Bestände von über 200 Tausend Tonnen. China hat mittlerweile damit begonnen, große Mengen Blei zu exportieren allein im September waren es gemäß Daten der Zollbehörde netto über 15 Tausend Tonnen, die größte Menge seit Beginn der Datenreihe im Jahr 2008. Dabei spielen Arbitrage-Möglichkeiten eine Rolle. Es wird unseres Erachtens allerdings noch dauern, bis das Ungleichgewicht zwischen den einzelnen Regionen ausgeglichen ist. Zudem dürften sich die chinesischen Händler mit Exporten auch wieder zurückhalten, sobald die Arbitrage-Möglichkeiten nicht mehr bestehen.

Space Economy: Wettlauf ins All

China landet auf dem Mond, die USA liebäugeln mit dem Mars und sogar Touristen kreisen mittlerweile schwerelos um unseren Planeten. Die Raumfahrt boomt wie nie zuvor und die Space Economy ist auf dem Weg zu einer Billionen-Industrie. Noch handelt es sich zwar um einen relativ jungen Markt, doch ist dieser außergewöhnlich innovations- und wachstumsstark. Erfahren Sie, welche Unternehmen besonders vom Raumfahrt-Boom profitieren und wie Anleger partizipieren können. Jetzt lesen!