Rohstoffe

Chinesische Rohölimporte mit erstem Rückgang seit 20 Jahre

Energie: Neben Rohöl auch Gasöl kräftig gestiegen

Brent nähert sich am Morgen wieder der Marke von 85 USD je Barrel, nachdem der Preis gestern zwischenzeitlich unter 84 USD gefallen war. WTI steigt auf gut 82 USD und bleibt damit etwas hinter Brent zurück. Die Ölpreise verteidigen damit die Gewinne der letzten Tage und stehen vor dem vierten Wochengewinn in Folge. Das gab es zuletzt im Oktober 2021, als die Ölpreise auf ein Mehrjahreshoch gestiegen waren. Weit entfernt von diesen Hochs sind die Preise nicht mehr. Der durch das Aufkommen der Omikron-Variante ausgelöste Preisrückgang ist vollständig aufgeholt. Denn der Einfluss von Omikron auf die Ölnachfrage war bislang deutlich milder als zunächst befürchtet, wie auch die IEA in dieser Woche konstatierte. Zudem fallen die Rohöllagerbestände in den USA weiter und liegen mittlerweile auf dem niedrigsten Niveau seit mehr als drei Jahren. Die Terminkurven von Brent und WTI sind in ausgeprägter Backwardation, was auf ein angespanntes Angebot hindeutet. Wir revidieren daher unsere Preisprognose für Brent im laufenden Quartal auf 80 USD nach oben (bislang 70 USD). Für die darauffolgenden Quartale rechnen wir weiterhin mit einem Preisrückgang auf 75 USD, weil in den kommenden Monaten reichlich Öl an den Markt gelangen wird. Im Schlepptau von Brent hat sich auch Gasöl spürbar verteuert. Der Preis liegt aktuell wieder bei knapp 750 USD je Tonne und damit nicht mehr weit vom im letzten Herbst verzeichneten 7-Jahreshoch entfernt. Neben dem bereits erwähnten Preisanstieg bei Brent kam als weiterer Faktor die Ausweitung des Gasöl/Brent-Crackspread auf knapp 14 USD je Barrel hinzu. Zu Jahresbeginn lag dieser noch bei gut 11 USD. China hat im Dezember wieder deutlich mehr Rohöl importiert. Wie die chinesische Zollbehörde berichtete, stiegen die Einfuhren im letzten Monat auf ein 9-Monatshoch von 10,87 Millionen Barrel pro Tag. Sie lagen damit fast 20% höher als im Vorjahr. Letztmals war die Vorjahresveränderung im März positiv. Im Gesamtjahr beliefen sich die Rohölimporte Chinas auf 10,26 Miollionen Barrel pro Tag. Erstmals seit 20 Jahren gab es damit im Jahresvergleich einen Rückgang, der sich auf 5,4% belief. Damit war China erstmals seit langem keine tragende Stütze der Ölnachfrage.

Frühere Wertentwicklungen, Prognosen und Simulationen sind kein Indikator für die künftige Wertentwicklung.
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WKNTypBasiswertMerkmale
SB3T50LongOil Brent Future Faktor: 4
SD3V9LShortOil Brent Future Faktor: -4
SD1CL9LongWTI Light Crude Future Faktor: 3
SD2TASShortWTI Light Crude FutureFaktor: -3
SB3T5ZLongGas Oil FutureFaktor: 4
SH0GUPShortGas Oil FutureFaktor: -4
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Edelmetalle: Gold profitiert nicht von weiterer Dollar-Abwertung

Gold ist gestern zwischenzeitlich unter Druck geraten, obwohl der US-Dollar den Großteil des Tages weiter abgewertet hat. Heute steigt Gold wieder auf rund 1.825 USD je Feinunze. In einem Bloomberg-Bericht wird darauf verwiesen, dass der Inflationsdruck bei den Produzentenpreisen in den USA nachlässt. Nach den US-Inflationsdaten am Mittwoch und den wöchentlichen Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe gestern, werden die Marktteilnehmer heute zumindest mit einem Auge auf weitere Konjunkturdaten in den USA schauen. Potenzial, den Goldpreis zu bewegen, haben die Einzelhandelsumsätze für Dezember und das vorläufige Verbrauchervertrauen der Universität Michigan für Januar. In letzterem könnte sich die rasante Ausbreitung der Omikron-Variante bemerkbar machen. Ob der Goldpreis auf die Daten reagiert, hängt wohl stark davon ab, ob sich der US-Dollar und/oder die Anleiherenditen verändern. Der World Gold Council (WGC) sieht in einem gestern veröffentlichten Bericht in diesem Jahr dieselben Kräfte bei Gold wirken wie im letzten Jahr. Ähnlich wie wir geht der WGC davon aus, dass der Goldpreis in der nahen Zukunft auf die Realzinsen reagieren wird, die wiederum von der Geschwindigkeit beeinflusst werden, mit der die Zentralbanken ihre Geldpolitik straffen und wie effektiv sie damit die Inflation kontrollieren. Trotz des Gegenwinds für Gold, den Zinserhöhungen wie zum Beispiel seitens der US-Fed generieren können, sieht der WGC deren Effekt als begrenzt an und verweist dabei auf die Vergangenheit. Denn oftmals war es so, dass Gold nach dem Beginn eines Zinserhöhungszyklus zu steigen begann, da die Fed auf ihrem eingeschlagenen Pfad blieb und der Markt die Zinserwartungen nicht mehr anpassen musste. Darüber hinaus erwartet der WGC, dass Gold als Absicherung gegen eine erhöhte Inflation und Rücksetzer an den Finanzmärkten gefragt bleibt. Und zu guter Letzt geht der WGC davon aus, dass auch die Schmucknachfrage und die Goldnachfrage seitens der Zentralbanken dem Goldpreis längerfristig Unterstützung geben.

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SF5DDULongGold Future Faktor: 5
SF5DDDShortGold Future Faktor: -5
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Industriemetalle: Chinesische Kupferimporte haben sich 2021 normalisiert

Die chinesische Zollbehörde hat heute die vorläufige Handelsstatistik für Dezember veröffentlicht. Den Daten zufolge hat China im letzten Monat 589 Tausend Tonnen Kupfer importiert, 15% mehr als im Vorjahr. Zudem war dies die größte Menge seit 14 Monaten. Wir gehen nicht davon aus, dass die relativ hohen Importe mit einer robusten Nachfrage zusammenhängen diese ist in den Wintermonaten normalerweise eher verhalten. Auch gab es keine Nachrichten, dass von der Energiekrise im Land und den Stromrationierungen Kupferschmelzen nennenswert betroffen waren. Wir denken daher eher, dass die chinesischen Importeure noch Einfuhrquoten offen hatten und diese vor Jahresende gefüllt haben. Im Gesamtjahr hat China mit 5,53 Millionen Tonnen 17% weniger Kupfer importiert als im Vorjahr. 2020 hatten die chinesischen Händler die im Zuge der Corona-Krise stark gefallenen Kupferpreise opportunistisch genutzt und über Bedarf Kupfer auf dem Weltmarkt gekauft. Im letzten Jahr haben sich die Einfuhren normalisiert. Die Menge war dennoch die zweitgrößte jemals in einem Jahr, was den grundsätzlich großen Rohstoffhunger Chinas unterstreicht. Die Importe von Kupfererz und -konzentrat sind im letzten Jahr auf ein Rekordhoch von 23,4 Millionen Tonnen gestiegen. Damit füttert China seine immensen Schmelzkapazitäten, die weiterhin ausgebaut werden. Die Eisenerzimporte sind gemäß den Daten der Zollbehörde im Dezember um 11% gegenüber Vorjahr auf 86 Millionen Tonnen gefallen. Dies war zugleich die geringste Menge seit März 2020. Die geringeren Einfuhren dürften im Einklang mit der gedrosselten Stahlproduktion stehen. 2021 hat China mit 1,12 Milliarden Tonnen knapp 4% weniger Eisenerz importiert als im Vorjahr. Für Januar deuten sich wieder höhere Eisenerzimporte an: Der Hafenbetreiber von Port Hedland, worüber Australien den Großteil seines Eisenerzes verschifft, meldete für Dezember die höchsten Eisenerzausfuhren seit 1½ Jahren. Mehr als 80% der Tonnage wurde nach China verschifft. Nach dem deutlichen Preisanstieg der letzten Tage legen Kupfer und Eisenerz heute eine Verschnaufpause ein und geben leicht nach.

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SD2TATLongCopper Future Faktor: 4
SB3T73ShortCopper Future Faktor: -4
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Jahresausblick: 20 Trends für 2022

Nach dem ereignisreichen Jahr 2021 blicken Investoren erwartungsvoll auf 2022. Die Sorgen über die Corona-Variante Omikron, der Kurswechsel der US-Notenbank und die Unruhe am chinesischen Immobilienmarkt dürften weiter für Spannung sorgen. Starten Sie gut informiert ins neue Börsenjahr und erfahren Sie, welche 20 Trends die Märkte weltweit bewegen werden. Jetzt lesen!